HBG-Schüler erhalten Einblicke in die Spitzenforschung am KIT

Bruchsal, 10. März 2026 | Schülerinnen und Schüler des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal erhielten bei einer Exkursion zum Karlsruher Institut für Technologie spannende Einblicke in aktuelle Forschung am Institut für Astroteilchenphysik.

Einen interessanten Überblick über moderne Spitzenforschung erhielten kürzlich der Physik-Leistungskurs und der Astronomiekurs des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal. Die Schülerinnen und Schüler folgten einer Einladung von Prof. Dr. Ralph Engel, Leiter des Instituts für Astroteilchenphysik (IAP) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Vater einer Schülerin.

Worum geht es hier?

Bereits die Begrüßung durch Dr. Ralph Engel sowie seine Kollegen Dr. Hiller und Dr. Steidl machte deutlich, welche Bedeutung der wissenschaftliche Nachwuchs für die Forschung hat. Die Wissenschaftler gaben den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in ihre Arbeit und stellten aktuelle Forschungsfelder vor.

Wie Teilchen aus dem Weltall Hinweise auf extreme Ereignisse im Universum liefern.

In einem Fachvortrag über kosmologische Strahlung erfuhren die Teilnehmenden, wie hochenergetische Teilchen aus dem Weltall auf die Erdatmosphäre treffen und welche Informationen sie über Supernovae, Schwarze Löcher oder andere extreme astrophysikalische Ereignisse liefern können. Für viele der Schülerinnen und Schüler wurde dabei deutlich, wie eng Physik und Astronomie in der modernen Forschung miteinander verbunden sind.

Ein besonderer Höhepunkt der Exkursion war die Einführung in das internationale Großprojekt KATRIN. Das Experiment zählt zu den bedeutendsten Vorhaben der physikalischen Grundlagenforschung weltweit. Ziel ist es, eines der großen Rätsel der Naturwissenschaft zu lösen: die genaue Bestimmung der Masse der Neutrinos.

Obwohl diese winzigen, elektrisch neutralen Teilchen milliardenfach durch den menschlichen Körper strömen, sind viele ihrer Eigenschaften bis heute nicht vollständig verstanden. Die Kenntnis ihrer Masse gilt als entscheidend für das Verständnis der Entwicklung des Universums.

Besonders eindrucksvoll war für die Schülerinnen und Schüler die Besichtigung des Experiments aus nächster Nähe. Herzstück der Anlage ist ein riesiger Stahltank, in dem ein extrem starkes Hochvakuum erzeugt wird. Diese technische Anlage ermöglicht präzise Messungen an Elektronen und Elektron-Antineutrinos, die beim Zerfall von Tritium entstehen.

Die Exkursion zeigte den Teilnehmenden anschaulich, dass viele der im Unterricht behandelten Themen reale Anwendungen in aktuellen Forschungsprojekten finden. Am Ende des Tages kehrten die Schülerinnen und Schüler mit zahlreichen neuen Eindrücken und vertieftem Fachwissen nach Bruchsal zurück.

Die Schule bedankte sich anschließend ausdrücklich bei dem gesamten Team des Instituts für Astroteilchenphysik am KIT für die Möglichkeit, moderne Forschung aus nächster Nähe kennenzulernen.

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