Schloss Bruchsal nach der Zerstörung durch Bomben
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Rainer Kaufmann veröffentlicht persönlichen Stadtführer gegen das Vergessen

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Bruchsal | 27.11.2019 | 75 Jahre nach der Bombardierung: „Elternstadt Bruchsal“ erscheint im Februar 2020

Wann immer von Bruchsals Historie die Rede ist, wird der Bombardierung des 1. Märzes 1945 gedacht – berechtigterweise – doch gleichzeitig darf nicht vergessen werden, dass Bruchsals Geschichte mehr ist als dieses eine einschneidende Ereignis kurz vor Kriegsende.

Der gebürtige Bruchsaler Rainer Kaufmann beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit der Geschichte seiner Heimatstadt – ob in TV-Dokumentationen, Büchern („Seilersbahn – ein Weg Geschichte“), Theaterstücken („Unschädlichmachungen“), Kabarett-Aufführungen, Vorträgen oder als Stadtführer.

Besonders in seinen historisch-politischen Stadtrundgängen möchte der Journalist und Reiseleiter auf das Ausmaß an Geschichte, das Bruchsal – von den Bauernkriegen bis hin zur Nazizeit – erlebt hat, aufmerksam machen.

Rainer Kaufmann setzt sich gegen das Vergessen und Verschweigen der dunklen Kapitel in der Bruchsaler Geschichte ein und ist heute Mitglied der „Kommission für Stadtgeschichte“.

Die Vergangenheit gilt es zu dokumentieren, Versäumnisse aufzuarbeiten. Rainer Kaufmann möchte, dass Bruchsals Geschichte in seiner Gänze an die nachfolgenden Generationen weitergegeben und an den Orten des Geschehens erlebbar wird. Besonders mit dem Umgang der jüngeren Vergangenheit durch Stadt, Gesellschaft, Verwaltung und Politik beschäftigt sich Kaufmann kritisch.

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Rainer Kaufmann in einem Interview bei KraichgauTV

Schon Kaufmanns Seilersbahn-Buch aus dem Jahr 1989 – heute lange vergriffen, doch noch immer stark nachgefragt – zerwühlte mit seinem Erscheinen die Historiker-Szene der Stadt. Kaufmann entschied sich dagegen, dieses Buch in einer zweiten, überarbeiteten Auflage herauszubringen. Stattdessen hat er den Anspruch einen ganz persönlichen Stadtführer zu verfassen, der nicht nur Ereignisse der jüngeren Stadtgeschichte sondern auch Personen, vornehmlich der Nachkriegszeit, die dem Autor teilweise persönlich bekannt waren, wiederaufleben lässt.

Das neue Buch trägt den Titel „Elternstadt Bruchsal – Ein ganz persönlicher Stadtführer“ und arbeitet vor dem Hintergrund des für den Autor fragwürdigen Umgangs der Stadt Bruchsal mit ihrer Geschichte die Nachkriegszeit auf. Das Buch soll pünktlich zum 1. März 2020, dem 75. Jahrestag der Bombardierung Bruchsals erscheinen und damit dieses wichtige Datum mit besonderen Aspekten anreichern.

Text: Landfunker

 

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