Foto: Schägger, Nachbearbeitung Landfunker.de

Weihnachten ist vorbei! Der „Bruchsaler Weihnachtsmann“ braucht gerade jetzt unsere Aufmerksamkeit

Bruchsal, 3. Januar 2026 | Der Bruchsaler Weihnachtsmann Thorsten Münch braucht ein eigenes Auto, um Arzttermine, Physiotherapie und medizinische Versorgung zu erreichen. Sein Freund Thorsten Schägger hat dafür eine Spendenaktion gestartet.

Viele kennen ihn oder haben zumindest von ihm gehört: Den Bruchsaler Weihnachtsmann! Im normalen Leben heißt er Thorsten Münch, und ja, im normalen Leben hat er kein „normales“ Leben.

Denn während wir nach den Feiertagen langsam wieder in den Alltag gleiten, bleibt bei ihm vieles ein Kraftakt. Und trotzdem: Genau dieser Mann hat sich in den vergangenen Jahren für andere Zeit genommen. Für Kinder, für Erwachsene, für Menschen, die eine Antwort gebraucht haben – auf einen Brief, auf einen Wunsch, manchmal einfach auf das Gefühl: „Da sieht mich jemand.“

Viele kennen die Weihnachtspost-Aktion, bei der der „Bruchsaler Weihnachtsmann“ Briefe beantwortet. Manche haben von Besuchen in Altenheimen gehört, von Aktionen mit Kindern, von kleinen Auftritten, die nicht nach großer Bühne klingen – aber nach Herz.

Jetzt ist es ausgerechnet der Weihnachtsmann, der Hilfe braucht

Sein Freund Thorsten Schägger hat eine Aktion gestartet, um ihm zumindest etwas zu helfen und eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Er erzählt uns, dass 2022 für Thorsten Münch plötzlich alles anders wurde: Diagnose gebrochene Lendenwirbelsäule, eine lange Operation, seitdem ist er auf Krücken und einen Rollator angewiesen. Dazu starke Nervenschmerzen; zur Linderung trägt er einen sogenannten Schmerzschrittmacher. Jeder Schritt, der etwas leichter wird, ist für ihn ein Stück Alltag zurück.

Und genau darum geht es bei dieser Aktion: um die Strecke zum Arzt bewältigen zu können. Zur Physiotherapie. Zur Schmerzbewältigung. Zur medizinischen Versorgung, die regelmäßig stattfindet und nicht einfach verschoben werden kann.

In seiner Familie wird das vorhandene Auto benötigt: Seine Frau ist derzeit Alleinverdienerin und braucht den Wagen für den Arbeitsweg nach Karlsruhe. Thorsten Münch selbst ist deshalb auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen – möglichst günstig, aber passend: nicht zu niedrig (Rollator und Krücken müssen rein), außerdem mit Klimaanlage, weil er ein Morphin-Pflaster trägt, das bei Wärme problematisch werden kann.

Weihnachten ist vorbei – aber vielleicht ist genau jetzt der Moment, in dem man zeigen kann, dass Weihnachten nicht nur Dekoration ist. Sondern ein Gefühl: Wir lassen unsere Leute nicht allein.

Sein Freund Thorsten Schägger meint, viele Bruchsalerinnen und Bruchsaler würden Thorsten Münch als Weihnachtsmann kennen – und bittet darum, sich zu beteiligen. Kurz gesagt: nicht lange diskutieren, sondern gemeinsam möglich machen.

Hier geht’s direkt zur Spendenaktion:

Ein Auto für den kranken Bruchsaler Weihnachtsmann (GoFundMe)

WICHTIG – BITTE LESEN:
Die Spenden-Plattform GoFundMe hat für die Abwicklung der Spendenaktion einen „Freiwilligkeitsbetrag an GoFundMe“ von 17,5% eingestellt, was man durchaus als unverschämt bezeichnen kann. Das lässt sich aber beliebig zurückstellen auf bis zu 0%, aber erst, wenn sie einen Betrag eingegeben haben. Danach öffnet sich weiter unten ein Schieberegler, der den %-Satz einstellen lässt. 

Achten Sie also unbedingt auf diesen Schieberegler und schieben Sie ihn nach links, dann gibt es keine Überraschung! Und lassen Sie sich deshhalb nicht von einer Spende abhalten.

Und vielleicht ist das der Punkt, an dem man kurz innehält: Wir alle kennen diese Momente, in denen man einen Hilfsaufruf sieht – und weiterwischt, weil es so viele gibt. Weil man nicht überall „ja“ sagen kann. Weil sonst irgendwann das Herz überläuft.

Wir wissen das. Und wir können als Regioportal nicht für alle Menschen so eine Aktion aufsetzen oder begleiten. Aber manchmal ist es einer aus der Region, den viele kennen – und bei dem Hilfe ganz konkret etwas ändert. Ein Auto bedeutet hier nicht „Wunsch“, sondern „Weg“. Und Wege sind Freiheit.

Ein kleiner Ruck reicht manchmal schon

Wenn viele mitmachen, reichen oft kleine Beträge, um etwas Großes zu bewegen. Einmal kurz den Geldbeutel auf – PayPal, Karte, was auch immer – und ein Stück Last wird leichter. Und wenn ihr danach den Link teilt (auf Facebook, im Verein, in der Familiengruppe): Dann wird aus „vielleicht“ schnell „wir schaffen das“.

Thorsten Münch hat vor seinem Einschnitt jahrelang ehrenamtlich gearbeitet – unter anderem bei der Tafel Bruchsal und Philippsburg, außerdem in der Seniorenbetreuung bei der Caritas. Dass er als Bruchsaler Weihnachtsmann weiter für andere da ist, wirkt wie seine Lösung, trotz Einschränkungen nicht aus dem Leben zu fallen – sondern drinzubleiben. Genau deshalb soll er nicht als „bedürftig“ beschrieben werden. Sondern als jemand, der es verdient hat, dass man ihm jetzt hilft.

Fotos: Schägger/Münch

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