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Zwei solcher Pendelzüge wurden an den Tunneleingängen zur Rettung und Versorgung eingesetzt. Foto: ER24

Nächtliche Großübung in Forst: Im Tunnel bei Forst verunglückt ein ICE

FORST, 21. März 2026 | In einer groß angelegten Katastrophenschutzübung wurde in der Nacht zum Sonntag ein schweres Zugunglück auf der Schnellbahnstrecke zwischen Mannheim und Stuttgart simuliert – unter besonderen Voraussetzungen: Ein ICE mit 50 Personen an Bord entgleist in einem Tunnel.

Die Übung begann kurz nach 23 Uhr.Das Szenario wurde in zwei Einsatzabschnitte unterteilt: Der westliche Bereich konzentrierte sich auf das Tunnelportal nahe der A5 zwischen Forst und Hambrücken, während der östliche Abschnitt das Tunnelportal zwischen Forst und Ubstadt-Weiher umfasste.

Zahlreiche Einsatzkräfte waren beteiligt, darunter die Feuerwehren aus Forst, Hambrücken, Graben-Neudorf und Bruchsal. Unterstützt wurden sie vom Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes, der Deutschen Bahn, einer Drohnenstaffel der Feuerwehr Kronau sowie Einheiten des Bevölkerungsschutzes. Auch Vertreter der Kommunalpolitik waren vor Ort.

Zwei Rettungszüge im Zentrum der Übung

Eine zentrale Rolle spielten zwei Rettungszüge, die aus Mannheim und Stuttgart anrückten. Diese Spezialzüge bestehen aus Sanitäts-, Technik- und Pendelkomponenten. Sie fahren in den Tunnel ein, setzen dort benötigte Module ab und pendeln anschließend zwischen Einsatzstelle und Bereitstellungsräumen.

An beiden Tunnelportalen wurden Behandlungsplätze eingerichtet. Dorthin brachten Einsatzkräfte die „Verletzten“, die anschließend medizinisch versorgt wurden. Ein Teil der Betroffenen wurde über die Rettungszüge evakuiert, andere konnten sich eigenständig ins Freie retten.

Parallel zur praktischen Einsatzlage wurde auf Kreisebene ein Führungsstab eingerichtet, der die Abläufe koordinierte. Die Übung dauerte die gesamte Nacht bis in die Morgenstunden des Sonntags. Für die Durchführung hatte die Deutsche Bahn die betroffene Strecke vorübergehend gesperrt.

Training für den Ernstfall

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. Komplexe Schadenslagen wie ein Zugunglück in einem Tunnel erfordern eine präzise Abstimmung, funktionierende Kommunikation und abgestimmte Logistik.

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