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WILLI-Reportage | Lars Dettweiler – Der Herr der Grille

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Lars Dettweiler ist bekannt wie ein bunter Hund. Als Sitzungspräsident der GroKaGe ist er seit vielen Jahren ein Hauptakteur der Brusler Fastnacht. Er hat immer einen Spruch drauf und ist nicht aus der Ruhe zu bringen. Dass er darüber hinaus noch ein großes Hobby hat, haben wir erfahren, als er im Jahr 2018 für ein Perfektes Dinner beim Fernsehsender VOX gekocht hat. Ob man als engagierter Hobbykoch unbedingt 13 Grills braucht erklärt er uns in einem Gespräch.

„Grundsätzlich ist die Anzahl der Grills mit meinem Hobby mitgewachsen“, sagt der 43-jährige Helmsheimer. Angefangen habe es mit einem Holzkohlegrill, danach wurde ein Gasgrill für schnelles Anheizen gekauft.

Dann kam ein Hochtemperaturgrill für Steaks dazu, ein Flammkuchenofen und ein Greenegg für Longjobs wie Pulled Pork oder Beefbrisket. Abschließend musste noch ein Gassmoker her, da er mittlerweile seine Wurst selbstherstellen wollte.

Wäre die Entwicklung seines Hobbys so absehbar gewesen, hätte er viele Grills in einem anschaffen können, ja hätte, hätte… Die weiteren Grills sind eher Beiwerk für Camping oder das Freizeitgrundstück.

1. Ugly Drum Smoker: Hier kommt alles rein was 14 Stunden + dauert, z.B. Pulled Pork. In der Tonne ist eine alte Waschmaschienentrommel eingebaut. Hier kommt das Holz rein, darüber wird gegart., 2. Gasgrill: Der Normalo unter den Grills. 3. Helios Beefer, 800 Grad: Hier gibts die Kruste auf dem Steak.

 

Seine „Alltagsgrills“ stehen in der selbstgebauten Außenküche, die alleine schon sehr außergewöhnlich ist. Auf die Frage, für was man denn die einzelnen Geräte benötige, kam seine Antwort ganz selbstverständlich.

Tipp: Wurst oder Hack selbst herstellen

Den „Greenegg (Keramikgrill) brauche ich für lange Zubereitungen von etwa 14 Stunden, den Gasgrill für das normale Grillen, den Oberhitzegrill

für schöne Krusten auf den Steaks, den Gas Smoker für das Heißräuchern von Wurst und Schinken. Klingt ungefähr so einleuchtend, wie wenn eine Frau erklärt, wofür sie 20 Handtaschen im Schrank stehen hat.Von einer Handtasche wird man allerdings nicht satt, von Lars Dettweilers Lieblingsgericht aber schon.

Im Moment steht er total auf Bifteki vom Grill in flambierter Metaxasauce. Hört sich griechisch an. „Das ist kein klassisches Grillgericht aber perfekt im Grill zubereitbar. „Als perfektes Hilfsmittel habe ich den Drehspieß für mich entdeckt, damit gelingen Krustenbraten und Hähnchen optimal.“ Seine spezielle Empfehlung an alle Griller ist, Wurst oder Hack selbst herzustellen. Zum einen, weil man weiß was drin ist und zum anderen kann man die Gewürz-Aromatik selbst individualisieren.

Die mediale Welt biete so viele Rezepte und Videos die weit über das klassische Grillen hinausgehen. „Mein Rat ist, einfach ausprobieren und wenn mal was schief geht nicht resignieren, denn das kommt vor.“ Er fügt auch an, dass es nicht immer ein teurer Grill sein muss, hier gibt es bereits günstige, gute Alternativen.

Es muss nicht immer ein teurer Grill sein.

Allen Grilleinsteigern ruft er zu: „Würde ich heute nochmals vor dem Einstieg in die Grillwelt bzw. vor der Überlegung der Anschaffung eines Grills stehen, würde ich ein Gerät kaufen, welches viele Möglichkeiten in einem bietet. Beispielsweise einen Gasgrill mit Sizzlezone, Backburner, Drehspieß und Seitenkocher. Hier kann man schon vier meiner Grills in einem benutzen. Spart Geld und Platz.“

4. Gassmoker: hier werden eigene Würste oder der Prager Schinken geräuchert. 5. Big Green Egg: Der Liebling von Lars. Kamado-Grill aus allerbester Keramik. Räuchern, Braten, Schmoren, Backen, Grillen!

 

Und wie kam es dann auch noch zur Outdoorküche, wollten wir wissen? Hier muss Lars Dettweiler grinsen. „Vorsichtig ausgedrückt kann man sagen, dass der Gedanke einer immer weiterwachsenden Grillfamilie bei vorgegebenem Platz auf der Terrasse zu einem kleinen „Spannungsverhältnis“ bei Familienfeiern führte. Die Sitzmöglichkeiten schrumpften mit jedem weiteren Grillgerät. So kamen meine Freundin und ich auf die Idee, die Familie „Grill“ in ein neues Eigenheim zu überführen, eine Außenküche. Geplant wurde mit meinem Schwiegervater in Spee. Nun musste nur noch das Material her.“

Selbstgebaute Außenküche: Gelungenes Plätzchen zum Kochen und Verweilen.

Der Plan war der Bau einer rustikalen Außemküche aus alten Eichenbalken, die aufgrund ihres Alters bereits selbst eine Geschichte erzählen könnte. Die Beschaffung des Altholze war garnicht so leicht, da dieses Holz ein Revival erlebt und sehr gefragt ist. Zufall war, dass in Helmsheim eine alte Scheune abgerissen wurde. Der Besitzer überließ Lars einiges Altholz und den Rest bekam er von Freunden.

An zwei Samstagen war Arbeitseinsatz. Es wurden Außenhaut und Dach gebaut. Die Auskleidung und Einrichtung dauerten dann noch zwei weitere Wochen. Obwohl outdoor, ist die Kochstelle ganzjährig in Betrieb, ob zum Grillen, zum Frittieren, ob zum Brot oder Flammkuchenbacken. „Ich muss tatsächlich sagen, sie hat sich zur zweiten Küche entwickelt. Lediglich bei starken Regen wird Sie nicht genutzt, da ich nicht trockenen Fußes vom Haus in die Außenküche komme“, bedauert Lars Dettweiler den einzigen Nachteil seines Bauwerks.

Auch hier wird dem findigen Bauherrn vielleicht noch eine Lösung einfallen.

Text: Andrea Bacher-Schäfer

Aus RegioMagazin WILLI 04/2022

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