Gondelsheim, 20.09.24 | Nach den jüngsten Hochwasserereignissen drängt Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp erneut auf die Gründung eines Zweckverbandes für interkommunalen Hochwasserschutz. Besonders die betroffenen Gemeinden entlang des Saalbachs stehen dabei im Fokus. Rupp sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert ein gemeinsames Vorgehen.
„Es kann jeden treffen“: Rupp fordert Zusammenarbeit im Kampf gegen Hochwasser

Mit Verweis auf die jüngsten Überschwemmungen, die zu Schäden in dreistelliger Millionenhöhe geführt haben, plädiert Bürgermeister Markus Rupp für eine stärkere Zusammenarbeit der Gemeinden entlang des Saalbachs. Er betont, dass die Hochwassergefahr zukünftig noch steigen könnte und fordert, dass die betroffenen Kommunen gemeinsam agieren. „Es kann jeden treffen“, warnt Rupp und appelliert an die Nachbargemeinden, die Kräfte zu bündeln.
Bereits vor zehn Jahren hatte Rupp ähnliche Vorschläge unterbreitet, jedoch ohne großen Erfolg. Nach den Ereignissen der letzten Wochen hofft er nun auf mehr Zuspruch und die Gründung eines Zweckverbandes, um den Hochwasserschutz in der Region nachhaltig zu verbessern.
Gondelsheim handelt bereits, doch alleine reicht es nicht
In der Vergangenheit hat Gondelsheim eigenständig Maßnahmen zum Hochwasserschutz ergriffen und erhebliche Summen investiert. Diese Einzelinitiativen reichen laut Rupp jedoch nicht aus, um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten. Er fordert deshalb eine enge Abstimmung der Maßnahmen zwischen den Kommunen, um Synergien zu schaffen und die Schutzwirkung für alle zu erhöhen. „Nur gemeinsam können wir effektiven Hochwasserschutz leisten“, betont der Bürgermeister.
Rupp will weitere Risiken einbeziehen
Neben dem Saalbach sollen laut Rupp auch andere Gewässer und Gefahrenpotenziale berücksichtigt werden. Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, wie schnell kleine Rinnsale zu gefährlichen Strömen werden können. Rupp sieht jede Gemeinde in der Verantwortung, ihre Bürger zu schützen, und will mit einem Verbundsystem über die eigene Gemeindegrenze hinausdenken.
In den kommenden Wochen plant der Bürgermeister, auch in den benachbarten Kreisstädten Bruchsal und Bretten für sein Konzept zu werben.