Bürgermeister Borho beim feierlichen Kuchenanschnitt

Schwungvoller Start ins Jubiläumsjahr: Schloss-Café und Museen begeistern Besucher in Kraichtal

KRAICHTAL-GOCHSHEIM, 3. FEBRUAR 2026 | Mit Musik, Kuchen und viel Geschichte ist am Sonntag die neue Saison im Schloss-Café und in den Kraichtaler Museen eröffnet worden.

Ein feierlicher Tortenanschnitt, beschwingte Blasmusik und zahlreiche gut gelaunte Gäste: Der Saisonauftakt im Schloss-Café und in den Gochsheimer Museen ist am vergangenen Sonntag auf große Resonanz gestoßen. Musikalisch umrahmt vom gemeinsamen Jugendorchester des Musikvereins 1931 Neuenbürg e. V. und des Musikvereins Oberöwisheim 1930 eröffnete Bürgermeister Tobias Borho gemeinsam mit seiner kleinen Tochter auf dem Vorplatz des Schloss-Cafés offiziell die neue Cafésaison.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher ließen sich von den Klängen des Orchesters unterhalten, bevor sie im liebevoll dekorierten Gewölbekeller bei Kaffee und Kuchen verweilten. Das Team des Musikvereins Neuenbürg, das sich seit Jahren an der Bewirtung des Schloss-Cafés beteiligt, verwöhnte die Gäste auch zum Auftakt wieder mit einer großen Auswahl an selbstgebackenen Torten und Kuchen.

Auftakt im Zeichen großer Jubiläen

Um 14 Uhr setzte sich das Programm im zweiten Stock des Graf-Eberstein-Schlosses fort. Dort eröffnete das Stadtoberhaupt offiziell die Museumssaison im großen Jubiläumsjahr 2026. In der neuen Wechselausstellung „135 Jahre Professor Karl Hubbuch und 90 Jahre Margarethe Krieger – Lehrer und Schülerin“ begrüßte Borho die Gäste und dankte allen Beteiligten für die mit viel Herzblut neu gestalteten Ausstellungen zu Ehren der beiden Kunstschaffenden mit Kraichtaler Wurzeln.

Kunsthistorikerin Eva Wick führte mit fundiertem Fachwissen in die Ausstellung ein und zeigte auf, wie sich Lehrer und Schülerin gegenseitig beeinflussten, worin sie sich unterschieden und wo sich gemeinsame Spuren finden lassen. Besonders am Herzen lag ihr der neugestaltete „Jedermann“-Raum, in dem unter anderem seltene Aufnahmen aus dem Jahr 1950 zu sehen sind.

Jedermannausstellung Detailfoto

 

Persönliche Einblicke und bewegende Erinnerungen

Für besondere Momente sorgte auf der Kunstebene zudem Anne Gaidies, eine langjährige Weggefährtin von Margarethe Krieger, die eigens aus Münster angereist war. Mit persönlichen Erinnerungen und bislang wenig bekannten Anekdoten nahm sie die Anwesenden mit in das Leben der Heidelberger Künstlerin. Sie schilderte ihr erstes Treffen – pünktlich um 16.50 Uhr in der Heidelberger Mühltalstraße – und berichtete von einer engen Freundschaft, die sich über Jahre entwickelte. Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Oskar Werner, O. W. Fischer oder Michel Simon gehörten ebenso zu diesem lebendigen Rückblick.

Zum 90. Geburtstag wünschte Gaidies ihrer Weggefährtin sinnbildlich, „dort, wo sie jetzt ist, auf jeden Fall eine Staffelei und viele Rohrfedern in der Nähe“.

Eva Wick und Anne Gaidies mit Bürgermeister Borho auf der Kunstebene

 

Eisenbahngeschichte zum Anfassen

Im Anschluss führte Torsten Krüger, Mitglied des Heimat- und Museumsvereins und langjähriger Mitarbeiter der Albtalverkehrsgesellschaft, durch die Wechselausstellung „130 Jahre Eisenbahn und 30 Jahre Stadtbahn in Kraichtal“ auf der ersten Etage. Direkt neben dem Rittersaal, in dem am 12. April 1994 die Stadtbahnvereinbarung unterzeichnet wurde, erinnerte Krüger an diesen historischen Moment für die Region.

Torsten Krüger in der Wechselausstellung zu den Eisenbahnjubiläen

 

Anhand detailreicher Dioramen im Maßstab H0 konnten die Besucherinnen und Besucher den Weg von der Dampflok über den legendären „Entenköpfer“ bis zur modernen Stadtbahn nachvollziehen. Historische Fahrkarten, eine originale Schaffneruniform aus den 1990er Jahren sowie eine gusseiserne Glocke der Dampflok 21 aus dem Jahr 1928 rundeten die Ausstellung ab. Auch ein Abschnitt der Schnellfahrstrecke Stuttgart–Mannheim, die Kraichtal bei Oberacker quert, ist thematisiert – inklusive der Rolle der Kraichtaler Feuerwehr als Portalwehr.

Neben den Wechselausstellungen waren auch die facettenreiche Bügeleisensammlung sowie die Archäologie-Ausstellung mit Funden aus dem Rollenbergtunnel geöffnet. Zudem luden die nahegelegenen Bäckereimuseen bei freiem Eintritt zum Besuch ein.

Die Gochsheimer Museen und das Schloss-Café sind ab sofort bis zum 29. November jeden Sonntagnachmittag geöffnet und freuen sich auf Gäste aus nah und fern. Weitere Informationen zum Jubiläumsjahr – in dem Kraichtal auch seinen 55. Geburtstag feiert – gibt es unter www.kraichtal-tourismus.de.

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