REGION KA, 29. JANUAR 2026 | Ein gerissenes Tragseil an einer Oberleitung hat am Donnerstagabend den Bahnverkehr am Karlsruher Hauptbahnhof vollständig zum Erliegen gebracht. Seit kurz nach 20 Uhr standen Züge still, zahlreiche Reisende strandeten.
Kurz nach 20 Uhr reißt über den Gleisen ein Tragseil – mit massiven Folgen. Die Oberleitungen am Karlsruher Hauptbahnhof verlieren schlagartig den Strom, Züge kommen abrupt zum Stillstand. Nicht nur im Bahnhof selbst, sondern auch auf den umliegenden Strecken steht der Verkehr. Die Anzeigen wechseln auf Verspätung, dann auf Ausfall.
Zugausfälle im Nah- und Fernverkehr
Zahlreiche Verbindungen im Nah- und Fernverkehr fallen vollständig aus, weitere verspäten sich erheblich. Reparaturteams arbeiten währenddessen an der beschädigten Oberleitung. Erst im Laufe des späten Abends kann die Stromversorgung schrittweise wiederhergestellt werden.
Gleis für Gleis wird freigegeben, der Verkehr läuft langsam wieder an. Lediglich das betroffene Gleis bleibt bis nach Abschluss der Reparaturarbeiten gesperrt. Gegen Mitternacht normalisiert sich die Lage – für viele Reisende allerdings erst, nachdem ihre ursprünglichen Pläne längst gescheitert sind.
„Wir warten hier nun seit drei Stunden“
Ein ICE bleibt kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof auf freier Strecke liegen. Rund 150 Fahrgäste sitzen fest, ohne zu wissen, wie lange. Der Zug kann nicht weiterfahren, er muss mit einer Diesellok abgeschleppt werden. Nach Stunden verlassen die Reisenden den Fernzug und steigen notdürftig auf den Regionalverkehr um. Laut Deutsche Bahn AG konnten insgesamt zwei ICE-Züge den Bahnhof nicht mehr erreichen.
Im Hauptbahnhof füllt sich die Halle mit gestrandeten Menschen. Koffer stehen neben Rucksäcken, Telefone am Ohr, Blicke auf die Anzeigetafeln. Informationen zur Weiterfahrt sind rar. Viele versuchen, spontan Alternativen zu organisieren – Taxis, Ersatzbusse, private Abholungen mitten in der Nacht.
„Im ICE war eine schwangere Frau mit gesundheitlichen Problemen, da war dann Chaos“
Ein Fahrgast berichtet von angespannten Szenen im steckengebliebenen Fernzug. Die Stimmung sei gekippt, Sorgen und Ärger hätten sich vermischt. „Meine Eltern fahren jetzt 90 Kilometer mit dem Auto nach Karlsruhe, um mich abzuholen“, erzählt er weiter. Auch andere Reisende geben auf und brechen ihre Bahnreise ab.
Zahlreiche Verbindungen im Nah- und Fernverkehr fallen vollständig aus, weitere verspäten sich erheblich. Reparaturteams arbeiten währenddessen an der beschädigten Oberleitung. Erst im Laufe des späten Abends kann die Stromversorgung schrittweise wiederhergestellt werden.
Gleis für Gleis wird freigegeben, der Verkehr läuft langsam wieder an. Lediglich das betroffene Gleis bleibt bis nach Abschluss der Reparaturarbeiten gesperrt. Gegen Mitternacht normalisiert sich die Lage – für viele Reisende allerdings erst, nachdem ihre ursprünglichen Pläne längst gescheitert sind.
Nach Angaben der Deutsche Bahn AG dauerten die Reparaturmaßnahmen bis in die Nacht an. Die genaue Ursache für das gerissene Tragseil wird geprüft.
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