28.01.2026 | Ein zentrales Thema gleich zu Beginn war die angespannte finanzielle Lage der Kommunen. Einigkeit herrschte darüber, dass Städte und Gemeinden entlastet werden müssen. Deutlich wurde aber auch, dass die Ansätze auseinandergehen. Diskutiert wurden unter anderem das Konnexitätsprinzip, die Frage nach zu hohen Standards sowie die Grenze zwischen notwendigem Sparen und Investitionen in soziale Infrastruktur.
Beim Fachkräftemangel war man sich über die Dringlichkeit einig, nicht jedoch über die Schwerpunkte. Die Vorschläge reichten von besserer Berufsorientierung und frühzeitiger Förderung über Fachkräfteeinwanderung bis hin zur stärkeren Einbindung älterer Beschäftigter. Auch die Chancen der Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz spielten eine Rolle.
In der Bildungspolitik standen frühe Förderung, Sprachkompetenz und Lehrkräftemangel im Fokus. Diskutiert wurde, wie Schulen entlastet werden können, welche Rolle Schulstrukturen spielen und wie politische Bildung und Demokratieverständnis gestärkt werden können. Dabei wurde deutlich, dass sich Ziele oft ähneln, die Wege dorthin jedoch unterschiedlich gedacht werden.
Kontroverser wurde es beim Thema Wohnen. Mietpreisdeckel, Neubau, Genossenschaften, Bau-Standards und die Frage nach staatlichen Eingriffen sorgten für klare Positionsunterschiede. Einig waren sich alle darin, dass mehr Wohnraum gebraucht wird, um den Druck auf dem Wohnungsmarkt zu mindern.
Auch Altersarmut und gesellschaftliche Teilhabe im Alter kamen zur Sprache. Dabei ging es nicht nur um finanzielle Aspekte, sondern auch um Einsamkeit, Pflege von Angehörigen und die Frage, wie bestehende Angebote besser bei den Menschen ankommen können.
Ergänzt wurde die Runde durch einen Blick auf die wirtschaftliche Lage der Region, insbesondere auf Industriearbeitsplätze in und um Bretten und die geplante Schließung des Neff-Werks.
Am Ende bleibt die entscheidende Frage: Warum sollte man genau einen dieser Kandidierenden wählen?
Antworten darauf liefert das Video-Interview mit der kompletten Diskussion und den Abschlussstatements der Kandidaten.
Wer den Wahlkreis Bretten noch ausführlicher beleuchtet lesen möchte, findet den gesamten Beitrag außerdem im aktuellen Willi Magazin (Ausgabe Februar 2026).
Als Direktkandidaten treten im Wahlkreis Bretten neben Mayr, Haggenmüller und Essafi außerdem Christian Jung (FDP), Andreas Laitenberger (AfD), Amely Poll (Die Linke) und Sascha Oehme (Die Partei) an.
Für die Zweitstimme stehen darüber hinaus weitere Parteien zur Wahl. Dazu zählen Freie Wähler, dieBasis, KlimalisteBW, ÖDP, Volt, Bündnis C, Partei der Humanisten, BSW, Partei für Verjüngungsforschung, Die Gerechtigkeitspartei, PDR, PDf, Tierschutzpartei und WerteUnion.
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