BRUCHSAL, 6. JANUAR 2026 | Der traditionelle Jahresanfang bei der Bruchsaler Feuerwehr ist immer auch ein Moment der Bilanz. 2025 brachte für die Bruchsaler Einsatzkräfte eine große Bandbreite an Lagen – von Bränden über Unwetter bis hin zu schweren Unglücken. Insgesamt rückte die Feuerwehr zu 915 Einsätzen aus, 68 Menschen konnten gerettet werden. Für 13 Menschen kam jede Hilfe zu spät.
Viele Einsätze, große Spannweite
Kommandant Bernd Molitor sprach von einem Jahr mit hoher Belastung. Brandstiftungen, Vegetationsbrände und mehrere Großlagen bestimmten den Einsatzalltag. Besonders in Erinnerung blieb der Stadtbahnunfall in Zeutern sowie ein größerer Brand mehrerer Fahrzeuge im Juli. Auch Unwetterlagen forderten die Einsatzkräfte zusätzlich.
Neben den Einsätzen investierte die Feuerwehr weiter in ihre Ausstattung. Neue Atemschutztechnik, digitaler Einsatzstellenfunk und ein zusätzliches Wechselladerfahrzeug sollen die Sicherheit und Flexibilität erhöhen. Die Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeugs 4000 ist beschlossen.
Nachwuchs, Digitalisierung und Bevölkerungsschutz
Ein wichtiger Baustein blieb die Jugendfeuerwehr. Ob Ausbildung, Aktionen oder Zeltlager – der Nachwuchs war präsent. Parallel startete ein interner Digitalisierungsprozess, um Verwaltung und Einsatzunterstützung effizienter zu gestalten. Im Bevölkerungsschutz wurden unter anderem Notstromlösungen und Sirenen modernisiert.
Oberbürgermeister Sven Weigt dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit und betonte die Bedeutung von Vorsorge und verlässlicher Ausstattung – auch mit Blick auf außergewöhnliche Lagen. Die Feuerwehr werde weiterhin Priorität genießen.
Blick nach vorn
Landesbranddirektor Thomas Egelhaaf skizzierte in seinem Vortrag die kommenden Herausforderungen: steigende Einsatzzahlen, verändertes Engagement, knappe Finanzen und ein wachsendes Aufgabenspektrum. Wissen, Ausbildung und klare Strukturen würden künftig noch wichtiger.
Weitere Grußworte aus Politik, Polizei, Bundeswehr sowie von Rettungs- und Hilfsorganisationen unterstrichen vor allem eines: Die enge Zusammenarbeit der Blaulichtfamilie in Bruchsal gilt als verlässliche Basis – heute und in Zukunft.
An dieser Stelle ein Dank an die Blaulichtfamilie, den sicher viele Teile der Bevölkerung unterstützen: Es ist alles andere als selbstverständlich, dass Menschen ihre Freizeit, ihre Kraft und oft auch ihre eigenen Grenzen in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Dass dieses Ehrenamt funktioniert, ist ein enormer Gewinn für unsere Gesellschaft.
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