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Ausflugstipp “Ohne Eintritt” | Auf Entdeckungstour im Streuobstmuseum Bruchsal

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Streuobstwiesen sind für die Artenvielfalt von großer Bedeutung – über 3000 Obstsorten und mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten finden hier einen Lebensraum. Die Streuobstbestände in Baden-Württemberg gehören zu den bedeutendsten in Europa.

„Streuobstwiesen sind schlicht und einfach Wiesen, auf denen gestreut Obstbäume stehen“, erklärt uns Streuobst-Expertin Renate Korin. Wichtig sei dabei, dass die Bäume hochkronig  seien, damit die Wiese darunter mit dem Traktor befahren werden könne. Da man das Obst der Bäume ernten und die Wiese darunter in Form von Heu an Tiere verfüttern könne, habe man eine Doppelnutzung, die für Streuobstwiesen charakteristisch sei.

Es sei unglaublich wichtig, dass Streuobstwiesen erhalten bleiben, betont Renate Korin. Sie seien Refugium für eine große Artenvielfalt von Pflanzen sowie ein unentbehrlicher Lebensraum zahlreicher Tiere – sowohl oben in den Baumkronen als auch unten in den Wiesen. Für all die Streuobstwiesenbewohner wäre es extrem schwierig, einen neuen Lebensraum zu finden und sie hätten laut der Expertin wohl kaum eine Chance zu überleben. Seit 1995 gibt es in Bruchsal das Streuobstmuseum. Gegründet wurde es, um den Menschen zu zeigen, dass es die Arbeit wert ist, eine Streuobstwiese zu hegen, zu pflegen und um deren Erhalt zu kämpfen.

Apfel als Spitzenreiter

Anhand der überall angebrachten Infotafeln können sich große und kleine Besucher über die Herkunft, Standortvorlieben und Verwendung der jeweiligen Obstsorten informieren. Von Äpfeln über Birnen und Kirschen bis hin zu Zwetschgen gibt es hier eine Unmenge an Sorten, die typisch für Streuobstwiesen sind. Der Apfel allerdings wird als unangefochtenen Spitzenreiter bezeichnet.

Schon eine ganze Weile kümmert sich Renate Korin um das Bruchsaler Streuobstmuseum. Sie ist bemüht, das Angebot besonders unter umweltpädagogischen Gesichtspunkten zu ergänzen. In den vergangenen Jahren hat sie unter anderem schon einen Bauerngarten und einen Bienenlehrpfad durchsetzen können. Bei der Pflege des Grundstücks wird unsere Streuobst-Expertin kräftig unterstützt. „Ohne den Baubetriebshof würde hier nicht viel laufen“, verrät sie uns

Übrigens: Über das Jahr verteilt finden auf dem Gelände des Streuobstmuseums verschiedene Veranstaltungen statt. Ob Sie nun zum Obstbaumschnitt-Profi oder Sensenmäh-Experten, zum unerschrockenen Imker oder bärenstarken Apfelsaftpresser werden wollen – oder einfach nur ein paar schöne Stunden in der Natur verbringen möchten – das Bruchsaler Streuobstmuseum ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Willi wünscht viel Spaß beim Vögel auflauern und Bienen beobachten.

Infos und Termine:

www.bruchsal.de

Infobox:

Spenden Die Bildungsprojekte brauchen Ihre Unterstützung. Die Stadt Bruchsal freut sich über: – Menschen, die gerne in der Natur arbeiten und bei einem Projekt oder dauerhaft mitwirken – Menschen, die als Kursleiter/-innen selbst ein naturnahes Bildungsprojekt anbieten wollen – Materialspenden (Holz, Schwartenbretter usw.) – Geldspenden auf das Konto der Stadt Bruchsal: Sparkasse Bruchsal IBAN: DE97 663500360000000406 Stichwort: Netzwerk Heubühl

Text: Maja Ihle, Bilder: egghead Medien

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