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Neue Abfallgebühren 2026 – das ändert sich für die Haushalte

In aller Kürze

• Grundgebühr sinkt, Leerungen werden teurer
• Neue 15-€-Gebühr für Sperrmüll-Abholung
• Biotonne stabil, wöchentliche Sommerleerung entfällt

KARLSRUHE, 21.11.2025 | Der Kreistag hat die Abfallgebühren für 2026 beschlossen und das Gebührenmodell des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) angepasst. Ab 1. Januar 2026 sinkt die jährliche Grundgebühr, während die Leerungsgebühren für Restabfall steigen. 

Laut AWB bedeutet dies für Haushalte mit rund 16 Leerungen eine Steigerung der Gesamtkosten um etwa zwei Prozent. Gründe hierfür sind die gesetzlich vorgegebene CO₂-Bepreisung sowie höhere Logistik- und Entsorgungskosten, während höhere Erlöse im Wertstoffbereich stabilisierend wirken.

Was Nutzer konkret erwartet

Das Grundmodell aus Jahres- und Leerungsgebühr bleibt bestehen, wird aber in seinem Verhältnis neu gewichtet. Beim häufig genutzten 80-Liter-Behälter sinkt die Grundgebühr auf 147,24 Euro (zuvor 155,88 Euro). Gleichzeitig steigt die Leerungsgebühr auf 7,99 Euro pro Entleerung (zuvor 4,94 Euro). Wer weniger Leerungen hat, Wertstoffe konsequent trennt oder verstärkt Bioabfallangebote nutzt, profitiert stärker vom neuen Modell.

Der 60-Liter-Restabfallbehälter wird aufgrund geringer Nutzung schrittweise abgeschafft. Nutzerinnen und Nutzer können kostenlos auf größere Behälter wechseln. Zudem kann eine Müllgemeinschaft mit Nachbarn zusätzliche Kosten reduzieren.

Neuerungen bei Sperrmüll und Bioabfall

Für die Abholung von Sperrmüll wird erstmals eine nicht kostendeckende Gebühr von 15 Euro erhoben. Gleichzeitig entsteht am Entsorgungszentrum Bruchsal eine kostenlose Abgabemöglichkeit für Restsperrmüll nach vorheriger Terminvereinbarung. Altholz und Metalle bleiben an allen Wertstoffhöfen weiterhin gebührenfrei.

Die Gebühren für die Biotonne bleiben auf Vorjahresniveau. Die wenig nachgefragte wöchentliche Sommerleerung entfällt jedoch. Biomüll kann wie bisher kostenfrei über das Bringsystem abgegeben werden.

Ziele: Lenkungswirkung und Effizienz

Mit der Neuausrichtung will der Kreis die Abfallvermeidung stärken und die getrennte Erfassung von Wertstoffen und Bioabfällen weiter ausbauen. „Wir halten die Kosten für die Menschen im Landkreis weiterhin so gering wie möglich – und schaffen gleichzeitig Angebote, die noch stärker auf Ressourcenschonung und Klimaschutz ausgerichtet sind“, betont AWB-Geschäftsführerin Carol Adam. Sie verweist darauf, dass Abfallvermeidung und saubere Trennung unmittelbare Kostenvorteile bringen.

Weitere Details zu den Gebührensätzen und der Abfallwirtschaftssatzung stellt der AWB online bereit: Gebührenmodell des AWB.

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