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Foto: Feuerwehr Kraichtal, Jan Bratzel

Großübung: Feuerwehr Kraichtal trainiert Ernstfall im Weingut Klenert

Kraichtal-Münzesheim, 14.10.25 | Wo normalerweise viele Menschen zum Feiern und Wein trinken zusammenkommen, war am Montagabend Blaulicht und Einsatzkleidung angesagt. Die Feuerwehr Kraichtal nutzte das Weingut Klenert für eine groß angelegte Übung, um ein realistisches Brandereignis in einem modernen Veranstaltungsgebäude zu simulieren.

Bei der Übung des Ausrückebereichs Mitte – bestehend aus den Abteilungen Münzesheim, Gochsheim und Oberacker – wurde ein Feuer im Gebäude des Weinguts angenommen. Dichter Rauch hatte sich laut Übungsszenario rasch ausgebreitet und Fluchtwege versperrt. Mehrere Personen waren auf dem Dach und in verrauchten Fluren eingeschlossen, ein Kleinkind wurde auf einem Silo vermisst.

Volle Bandbreite – von Brandbekämpfung über Menschenrettung bis zur medizinischen Versorgung.

Insgesamt mussten 16 Personen gerettet und betreut werden. Elf Menschen, darunter ein Rollstuhlfahrer, wurden über Drehleiter und Steckleitern vom Dach geholt. Eine bewusstlose Person wurde im Gebäude gefunden und konnte trotz intensiver Versorgung im Übungsszenario nicht gerettet werden. Das DRK Münzesheim übernahm die Betreuung der Verletzten, unterstützt von Rettungsdienst und Notärzten.

Während mehrere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung vorgingen, stellte ein weiteres Team die Wasserversorgung sicher. Parallel arbeiteten Feuerwehr und DRK Hand in Hand, um die realitätsnahe Lage zu meistern. Eingebunden waren auch der Zug West mit Atemschutzgeräteträgern, der Zug Ost in Sitzbereitschaft sowie Polizei und psychosoziale Notfallversorgung.

Gemeinsamer Abschluss mit Abendessen und Fazit

Nach gut zwei Stunden konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Weingut-Inhaber David Klenert dankte den Kräften für ihr Engagement und zeigte sich beeindruckt vom professionellen Ablauf. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen zog die Übungsleitung ein positives Fazit. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, im Ernstfall noch besser vorbereitet zu sein.

Bild: Feuerwehr Kraichtal – Jan Bratzel

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