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Ubstadt-Weiher: Straßennamen im Neubaugebiet Tiefeweg vergeben

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Ubstadt-Weiher, 16.07.25 | In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss das Gremium die Straßennamen im Neubaugebiet Ubstadt-Tiefeweg. Alle Straßen im Gebiet wurden dabei nach historischen Persönlichkeiten benannt.

Karl-Serden-Straße

Die Parallelstraße zur Unteröwisheimer Straße wird den Namen Karl-Serden-Straße erhalten. Karl Serden war ein bekannter Ubstädter, der besonders durch sein Wirken im Elferrat Ubstadt und als Heimatforscher Bekanntheit erlangte. Er schrieb eine der Ortschroniken von Ubstadt. Darüber hinaus engagierte er sich auch kommunalpolitisch und wohnte in geografischer Nähe zum Gebiet Tiefenweg im Sternenweg. Karl Serden verstarb 1999.

Fritz-Hagenmeier-Ring

Die Ringstraße im Neubaugebiet wird den Namen Fritz-Hagenmeier-Ring tragen. Friedrich Hagenmeier, genannt Fritz, war Bürgermeister der damals eigenständigen Gemeinde Ubstadt von 1951 bis zur Gemeindefusion 1970 und prägte den Ortsteil in der Nachkriegszeit ganz entscheidend. Er verstarb 1994.

Florian-Harlacher-Weg

Die kurze Stichstraße am südwestlichen Rand des Neubaugebiets Richtung Bruchsal wird den Namen Florian-Harlacher-Weg erhalten. Florian Harlacher gilt als der „Raiffeisen des Kraichgaus“. Als Bauernsohn in Ubstadt geboren, lagen ihm insbesondere die Belange der armen Bauern am Herzen. Dem Genossenschaftsgedanken verbunden, war er Zeit seines Lebens ein Vorkämpfer für diesen und wurde außerdem der „Vater“ der Bruchsaler Bezirkssparkasse. Er verstarb 1940.

Amalie-Struve-Weg

Die Stichstraße am südöstlichen Rand des Neubaugebiets Richtung Bruchsal wird den Namen Amalie-Struve-Weg tragen. Gemeinsam mit ihrem Mann Gustav Struve gehörte sie zu den Anführern der badischen Revolution 1848. Dabei nahm sie an bedeutenden historischen Ereignissen wie dem Hecker-Zug und dem Putschversuch ihres Mannes in Lörrach teil und hatte mit ihrer Agitation Anteil am Aufstand der badischen Garnison in Rastatt. Auch am Gefecht in Ubstadt war sie beteiligt. Amalie Struve war insbesondere bemüht, Frauen für die revolutionären Ideen zu begeistern und verstand die Revolution auch als Akt der Emanzipation und Beitrag zur Änderung bestehender Geschlechterrollen. Sie verstarb 1862 im politischen Exil in New York.

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