Samstag, Juni 6, 2026
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SKANDAL: Öffnungszeiten der Bruchsaler Rathäuser verkürzt – NO COMMENT!

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Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Ich frage mich manchmal, ob wir schon bemerkt haben „wo es schießt“.
Die Metapher „schießen“ ist da fast bedeutungsschwanger. Übersetzt heißt das: „was ist eigentlich wirklich wichtig“

Welchen Erregungszustand wir erreichen, weil die Rathäuser in den Ortsteilen ein paar Stunden weniger geöffnet bleiben obwohl nahezu ohne Nachteil, weil man alles auch im Rathaus oder online erledigen kann.

Laut Rundschau-Bericht (die Zeitung für Bruchsal) werden damit 2,5 Stellen eingespart, immerhin rund 150.000,00 Euro p.a., ein bisschen weniger Komfort.

Auch die Ganztagsbetreuung wackele mancherorts. Ein Rechtsanspruch, den diejenigen, die ihn zu erfüllen haben gar nicht leisten können. Da haben die Bestimmer die Latte wohl zu hochgelegt und jetzt liegt das Kind (schon wieder eine treffende Metapher) im Brunnen. Und das kann teuer werden. Da war am Grünen-Tisch mit einmal Hand heben der Wunsch Vater des Gedanken.

Bewohner im Altenzentrum haben seit einigen Jahren Anspruch auf ein Einzelzimmer. Finde ich toll. Ehrlich. Aber es sollen nun auch Ehepaare in zwei Einzelzimmern untergebracht werden (müssen)! Abgesehen vom Geld, vom Platz und von jeder Vernunft.

Strapazen löst bei mir beim Einkauf alleine die Entscheidung ob fette oder halbfette Milch, die aus dem Biohof, mit oder ohne Gütesiegel, aus Baden oder Bayern? Alleine diese Auswahl ist Wohlstand.

Wohlstand ist auch wenn das Warmwasser nur 30° hat und ich mich beim Hausmeister beschweren kann. Wenn es nach Zigaretten im Flur riecht, kann ich Gerichte beschäftigen. Um meinen Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen zu vermeiden kann ich alle Register ziehen um keine Punkte zu bekommen.

Ja, der Rechtsstaat, der Wohlstand, der Egoismus, alles Dinge, die wir einfach so als selbstverständlich mitnehmen.

Am Abend vor dem Fernseher holt mich dann die Öffentlich Rechtliche Wahrheit ein, die die Märchenerzähler der AfD für Fake News halten und lieber Trumps Truth Social glauben oder Putins Nachrichten vertrauen. In diesen Nachrichten sehe ich, wie ein Verbrecher in Nadelstreifen jede Nacht Häuser unschuldiger Menschen und Einrichtungen zerstören lässt, ohne sich die Hände schmutzig zu machen. Wie Menschen bei Minus 20 Grad frieren, weil die Stromversorgung zerstört wurde. Menschen, die auch einkaufen wollen, fettarm oder mit Fett, egal, aber es geht nicht mehr. Der Kitaplatz ist auch gerade zerbombt. Und die Verwaltungsstellen sind geschlossen. Nicht um 150.000,00 Euro zu sparen. Sie sind zerstört oder die Menschen tot, geflohen oder aus Angst weg gegangen.

Und ein anderer großkotziger Weltenlenker, Friedensfürst und Nobelpreisforderer im feinen Zwirn kommt dem andern aus dem Roten Platz, auf dem Roten Teppich entgegen und reicht ihm die Hand. Als wäre nichts geschehen. Wir lernen, man kann sich nicht nur in Schurkenstaaten bereichern. Ich würde denen die Öffentlich-Rechtliche Berichterstattung entziehen. Kameraboykott. Nachrichtenboykott. Kein Wort über solche Typen, die auch noch mit meinem Geld die Nachrichten beherrschen.

Wie es wohl dem ukrainischen Präsidenten geht, wenn er unser TV-Programm und unsere Nachrichten sieht. Und sieht, wie im mollig warmen, traumhaft schönen Davos Millionäre darüber nachdenken, über was man mal nachdenken sollte. Wie die Welt überlegt, ob man Generatoren liefern kann oder Geld, geschweige denn die Waffen, die er braucht, um die Menschen zu schützen. Ich glaube, er kotzt!

Und ich sitze mit den kulinarischen Köstlichkeiten meines Einkaufs vor den Nachrichten aus der Ukraine, Syrien, Israel, Grönland, Somalia, Afghanistan und denke an die Nachricht in der Rundschau (die Zeitung für Bruchsal), die Öffnungszeiten der Rathäuser. Bei den TV Bildern von Bombenangriffen, Kälte, Hunger, Zerstörung und Ungerechtigkeiten meldet sich beim Abendbrot im Abendrot mein Gewissen mit einer Idee: Wie wäre es, wenn jeder 1% seines Vermögens in einen großen Topf werfen würde, dann hätten die Ukrainer viele Winter lang warm, es gebe Medikamente, man könnte Essen organisieren und die erbärmlichen Lebensumstände Unschuldiger verbessern: „Notopfer Moral“. Und für die ohne Moral nehmen wir deren unendlich viel Geld der unendlich Reichen (Oligarchen, keine MIllionärchen), die sich das Geld oft genug ergaunert haben.

U. Konrad

Nach Kommentar die 0,8 % Krankmeldungen suchen, die telefonisch erteil wurden, das entspricht weniger als einer Stunde pro Arbeitnehmer pro Jahr.

Telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AUB, nicht Krankmeldungen) sind nur möglich, bei in der Praxis bekannten Patienten/innen mit bekannten, feststellbaren Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen. Erforderlich ist das Gespräch mit dem Arzt; eine Folgebescheinigung ist nicht möglich und der Arzt entscheidet ob eine telefonische AUB vertretbar ist, er behält die Verantwortung über die Behandlung

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