Eigentlich wollte WILLIs Fußballsachverständiger Ulrich Konrad mit seinem Ursprungskommentar „Fußball ist kein Ponyschlecken. Und schon gar nichts für Fußballer.“ nur seine – einmalige – Sicht der Dinge loswerden, aber die aktuellen Geschehnisse bei der WM in USA und daneben, forderte ihn ein drittes Mal heraus. Diesmal mit einer Empfehlung zu einem Aufstand an alle Schiris der Welt.
Wenn Sie eine/n kennen, schicken Sie es ihr/ihm bitte weiter.
Hier unten können Sie gerne Ihre Meinung dazu loswerden. Wir würden uns freuen!
Verloren! Leider gut so, Mr. President!!
Von Ulrich Konrad, 7.7.2026
Die Strafe eines Kickers der US-Boys wurde durch Intervention des Amerikanischen Präsidenten Donald Trump über den FIFA Präsidenten Infantino von eine Sperre in eine Bewährungsstrafe umgewandelt. Armer Kicker, arme US Boy, der nun spielen und gewinnen „muss“, armer Schiri, der pfeifen muss, wie der Präsident es mag, armer Fußball, dessen Anfang vom Ende in vollem Gang ist.
Und nun haben sie verloren. Gegen Belgien. Und alle anständigen Sportsmänner sind froh. Wie gemein!
Entscheidungen auf dem Spielfeld werden nun also am Präsidentisch korrigiert.
Die Fachexperten Trump und Infantino anstelle regelkundiger Experten entscheiden post ludi (lat. nach den Spielen), übrigens zur Römerzeit die öffentlichen Spielen zur Unterhaltung des Volkes.
Das passt dann auch sprachlich zu Imperator Donald und dem Magister ludorum (Spielleiter von Gladiatorenspielen)
Der Schiri ist zur Pfeife degradiert und die Fußballregeln sind in den Müll getreten.
Ich erwarte den Aufstand der Fußballer und Sportsmänner, wie Frauen.
Ich erwarte, dass die Schiedsrichter die Pfeife niederlegen und den Job boykottieren. Ohne sie geht nämlich nichts.
Nicht Trump, nicht Infantino, nicht das ganze Gesockse, das uns den Spaß am Fußball gerade zerstört, kann nämlich, was die Männer in schwarz können. Ein Spiel leiten. Und wie man sieht weder einen Staat noch einen Verband. Für das was die Herren abliefern fehlen im Grunde die Worte.
Liebe Schiris, lasst die ganze korrupte Truppe gegen die Wand laufen. Bleibt einfach weg. Ohne Schiri, keine Spiele, keine Sieger, keine Verlierer, keine Werbung. Keine Kohle.
Trump kann sich mit Infantino am Grünen Tisch (genannt Sportplatz) treffen und sich gegenseitig den Speichel lecken und gibt den Pokal demjenigen, der am meisten dafür zahlt. Da springt vielleicht noch ein Bauplatz für den Schwiegersohn auf einem Inselchen raus oder eine Milliardenspende vom Scheich. Diese ganze Truppe (ich wollte sagen „kotzt mich an“), aber bin höflich und sage nichts.
Übrigens sind auch die „armen“ Kicker ohne euch aufgeschmissen. Keine Schiris, Spiele, keine Millionen. Da bekommt selbst Infantino graue Haare.
Wer jetzt noch nicht begreift, dass diese Leute den Fußball kaputt machen, der soll seine Tickets weiter kaufen und sich verarschen lassen.
Aber ich, ich bin dann mal weg.
Ulrich Konrad
Der weiter untenstehende Kommentar von Ulrich Konrad wurde mit dem Scheitern der Deutschen Nationalmannschaft von der Realität überholt. Hier eine Kommentar vom 3. Juli 2026 zum Kommentar vom 26.6.2026
7 Millionen Euro fürs Scheitern
Nein, nicht das Scheitern ist das Problem. So ist Fußball. Auch nicht, dass der Bundestrainer viel Geld verdient. Wenn er erfolgreich ist. Erfolgreich wäre er übrigens gewesen wenn der „arme“ Jonathan Tah seinen Elfmeter verwandelt hätte. Oder dessen vermutlich reguläres Kopfballtor gezählt hätte. So wird Erfolg gemessen und keiner hätte an der Leistung gemäckelt.
Das Problem ist ein anderes. 7 Millionen für nichts ist, ob schuld oder nicht, ist ein Haufen Geld für das die Oma lange stricken muss. Und wenn die den Pullover verstrickt, ist der Lohn weg.
Nicht so bei Trainern, oder sagen wir mal im Top Management. Aber bleiben wir beim Fußball. Nagelsmann hat gut verhandelt. Respekt! Es müssen auf der anderen Seite des Tisches wohl nur Millionäre sitzen, die das Geld anderer vertickern und diese Verträge aushandeln und anscheinend wissen wie die aussehen. Wegen mir 10 Millionen für den Titel oder 5 für das Endspiel und selbst drei für Platz drei.
Aber sieben für Nichts?!
Ich spekuliere mal: haben die Spieler auch solche Verträge? Völler und die ganze Fußballfamilie? Bei Scheitern kassieren?! So, jetzt kommt der nächste Mann. Ich schätze Klopp wird das nicht unter Nagelsmanns-Konditionen machen. Und es scheint nur eine Frage der Zeit bis der Preis für die Brause-Leute stimmt und der DFB nickt. Ich rechne mit 20 Millionen und 15 fürs Scheitern? Geld spielt bekanntlich keine Rollex. Normalerweise haben schlechte Ergebnisse Konsequenzen (s. o. Omas Strick-Pullover). Im Fussball geht’s wohl eher um die Konditionen, nicht ums gewinnen. Und von denen können wir alle lernen.
Tipp an die Handwerksmeister: wenn das Dach undicht ist und der Bauherr den Dachdecker rausschmeißt gehen 100.000,00 Euro an den Dachdecker. Punkt!
Kommentar aus WILLI 7/2026, vom 26.6.2026
Fußball ist kein Ponyschlecken. Und schon gar nichts für Fußballer.
ReporterInnen werden immer mehr zu Hauptdarstellern, wenn sie aus der Tiefe des Raumes kommen und als Fachkräfte am Mikrofon Fußball erklären. Unterstützt von mehr oder weniger schlauen Begleitern aus der Szene, gibt jeder seinen Pausensenf dazu.
Aus der Reihe: NO COMMENT!
Mir wäre lieber er/sie würde sich die Stadionwurst holen und mich nicht mit Fußballweisheiten quälen. „Wäre, hätte, könnte, würde.“ Was interessiert mich das Gesabbere talentfreier Begleiter meines Fußballabends, die mir in Konjunktiven den Sport erklären? Einen Abend lang machen sie aus 90 Minuten (mittlerweile ja eher 100) ein abendfüllendes Programm über Dinge, die die Welt nicht braucht.
Dabei will ich nur Fußball gucken!! Nicht Fußball hören. Ich will nicht wissen, ob die linke Wade des Rechtsaußen der Elfenbeinküste hält. Will nicht wissen, was die Ägypter zum Frühstück essen und was Ronaldos Lieblingsfilm ist. Okay, es gibt ein paar Sachen, aber das ist dann Politik. Kosten für eine Eintrittskarte, Ausweisungen von Schiris, eine iranische Mannschaft, die nicht in den USA übernachten darf, Infantinos Geschachere, Abstimmungen und Stimmenanzahl in der FIFA. Alles übel, alles hat nichts mit Fußball zu tun. Mafiös, korrupt, hinterhältig, unsozial, fragwürdig. Die Sprache enthält gar nicht so viele Begriffe, wie man braucht, um die Fouls zu benennen. Nur nicht jetzt … während des Spiels. Und schon gar nicht von Experten, die nur wissen, dass der Ball rund ist.
Ja, die Marcel Reiffs der Fußballneuzeit müssen die Pausen füllen. Nicht nur die Halbzeit, auch die Trinkpausen. Wann kommt die Teepause im Winter? Wann anstelle Tor des Monats die beste Jubel-Choreo des Monats?
Wann ist das Spiel Nebensache und die Moderatoren erklären uns vor, nach und während der Trink-, Halbzeit- und Verletzungspausen (ich empfehle 4 pro Mannschaft) und natürlich danach, wie das Spiel laufen soll, läuft und gelaufen ist.
Schiedsrichter sind laufende Statisten mit 2 Pfeifen, 2 Uhren, Mikrofon, Ohrhörer, Blutdruckmesser, Hawk-Eye, Spray, Rote Karte, Gelbe Karte, Schreibblock, 2 Kulis, Platzwahlmünze und Dashcam. Draußen VAR und zwei Assistenten, ein Auswechseltafelhalter, ein „vierter Mann“. Überwachen muss er die 5-Sekunden-Regel beim Einwurf, 10 Sekunden beim Auswechseln, 8 Sekunden (vorher 6?!) darf der Torwart den Ball festhalten, ansonsten gibt’s Eckball für den Gegner. Übrigens zählt dazu auch, wenn er den Ball vor sich legt und die Kontrolle behält. Der Schiri zählt die letzten 5 Sekunden (warum gerade 5?) sichtbar herunter. Mal ehrlich: haben die Regulateure jemals Fußball gespielt?
180 Sekunden Trinkpause. 60 Sekunden-Strafe, wenn‘s Auswechseln zu lange dauert. Wer beim Foul im Feld liegt, wird rausgetragen. Diagnose nicht erforderlich!
Abseits ist nicht, wenn der Schiedsrichter pfeift, sondern wenn eine Arbeitsgruppe bestehend aus Schiri, Assi, VAR nach einer Sitzung entschieden hat (hat eigentlich schon mal jemand gefragt, ob das Foto vom Abseits, auch den Millisekunden-Moment der Ballabgabe erfasst hat?) Und gilt dann die Berührung des Kickschuhs des Pass-Spielers oder die Bewegung des Balles? Ja liebe Leser: hier entscheiden sich Schicksale. Es geht um Millionen. Und all das hat früher der arme Kerl in schwarz, daher oft „Schwarze Sau“ genannt, gemacht.
Hat schon einmal jemand überlegt, welche Konsequenzen ein Einwurf für die falsche Mannschaft hat? Schon hier müsste der VAR eingreifen. Eckball, Einwurf, Foul, Handspiel, Verzögerung, . Alles hat weitreichende Konsequenzen. Nicht nur Abseits.
Der Torjubel muss nach VAR-Beurteilung eines Tores rückabgewickelt werden. Die verbrauchte Torjubelenergie wird dem Spieler gutgeschrieben. Spieler, die aus Respekt vor was auch immer betröppelt dreinschaun, werden nach dem Spiel als „SPORTSMAN OF THE GAME“ ausgezeichnet.
Spieler bekreuzigen sich, legen den Kopf in die Hände, machen einen Gebetskreis. Alles gut, aber ich brauch das nicht. Ich will nur Fußball gucken. Oder macht der Interviewpartner bei Lanz einen Kopfstand nach einer tollen Antwort? Ist der Fußballplatz eine Plattform für jedwede (Selbst-)Darstellung?
Akteure halten die Hand vor den Mund, damit man nicht ablesen kann, was sie sagen. Bei einer Auseinandersetzung der Spieler kann es mit ROT bestraft werden, weil er ja da etwas Beleidigendes gesagt haben könnte. Gilt da nicht die Unschuldsvermutung?
Wir wissen, wer wie viel Ballbesitz, Fehlpässe, Eckbälle, Freistöße, Elfmeter, Fouls, Karten, Verwarnungen oder Torschüsse hatte. Und neu, das Momentum, eine Spielstatistik, die den Angriffsdruck erfasst. Yeah!
Ich lerne und bemerke: Es ist nicht mehr mein Spiel und mir bleibt als Fußballer der letzten Generation nur noch sprachloses Staunen. Fußball-Lehrer aus den Fußball-Akademien bringen völlig anderes Rüstzeug (welch Unwort) mit.
Das Runde muss ins Eckige hat ausgedient.
Ich frage mich, wie all die hunderttausende Vereine überhaupt noch Fußball spielen können. So ganz ohne all die Technik?
Ich will den Schwarzen Mann zurück. Mit all seinen Fehlern, war er Teil der Unterhaltung. Teil des Spiels. Und es hat Fußball zu dem gemacht, was es ist. Aber ich gehe mit dem Zeitgeist. Hier die Ansage an meine Spieler fürs nächste Spiel, sollte ich einen Trainerjob bekommen:
„Männer/Frauen, spielt mit gesunder Härte, seid euch bewusst, dass Fußball ein Mannschaftssport/Frauschaftssport und kein Ponyschlecken ist. Wir spielen ein hinterlastiges doppelt gesichertes 4-5-3 von hinten heraus und machen Rambozambo.
Zeigt kompromisslose Dominanz im Halbfeld, Körperlichkeit in der Box. Bindet in der Mittelachse die Zielspieler ein. Die Flügelzange soll durch Tiefenläufe in die gegnerische Horizontalsicherung die Doppelfünf unterstützen.
Die Ballschlepper/innen dribbeln aus dem Zentrum an und schaffen Überzahlmomente. Und dass mir kein Warmduscher den Sicherheitspass wählt oder sich wie ein Weichei vor dem Duell drückt und packt die Blutgrätsche aus (Entschuldigung, das war noch aus der Ansage aus 1985). Wir suchen maximale Vertikalität in der Horizontalen und eine dynamische Anbindung des hängenden Stoßstürmers/in, um die Mittelachse zu stärken. Justin und Dustin ziehen die Doppel-Eins vom hängenden Halbachter weg, damit der vor lauter Körperlichkeit nicht Centerfold im Playboy wird.
So, Männer und jetzt raus auf die Wiese.“
U. Konrad
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nach einem Trainerjob.
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