Die Drohnen über Deutschland. Die Unterstützung der Ukraine. Die Gütertrasse. Die A8. Die Windräder. Der Ausstieg vom Ausstieg. Stuttgart 21. Der Rotenberg-Tunnel. Der Wolf gehegt, gepflegt, geschossen. Die Geothermie. Axel E. Das Masken Desaster. Die Flugtaxis. Der Gondelsheimer Bahnübergang. BER. Die Brettener Gartenschau. Der Batteriespeicher. Der Glasfaserausbau. Das BR-Kennzeichen. Die Digitalisierung. Die Fernwärme. Die Entbürokratisierung. Das Klimaziel. Der Förderungshickhack. Das Maut-Debakel. Die Flüchtlingsunterkunft. Der Butterpreis. Die Castoren. Die verschwundenen Lehrerstellen. Und einen Arschkriecher der sich bei der Auslosung zur Fußball WM mit einem peinlichen „Pokal“ bei einem selbstverliebten Narzissten einschleimt.
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Egal ob ganz oben oder ganz unten, lernen wir Tag für Tag, dass nichts einfach ist. Mittlerweile denken wir in Milliarden und in Jahrzehnten: alles dauert viel länger als geplant. Kostet viel mehr, als gedacht. Bringt viel mehr Komplikationen als erwartet. Wo klemmts denn eigentlich? Wer sind die Fachleute die mit unserem Geld umgehen, als gebe es kein Morgen?
Alles hat bis hierher schon viel Geld gekostet. Und dann ist es weg. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass wir alles was wir anfassen in den Sand setzen. Und wenn dann Masken, Maut, Stuttgart, Wind und Geothermie scheitert und es für die Kernenergie kein Endlager gibt, hat bereits alles ein Vermögen verschlungen. Dann macht man einen Untersuchungsausschuss und stellt fest: Schicksal, Pech, Unvorhersehbares, Entscheidungsdruck, Willkür?
Je weiter weg die Verantwortlichen, um so anonymer das Problem. Bei Spahn klingelt keiner und will sein Geld zurück. Und Scheuer kann ruhig schlafen. In Stuttgart lebt der MP mit der Baustelle und Infantino ist sowieso alles egal. Nur wir bleiben. Und zahlen und zahlen und zahlen.
Bevor es noch mehr Geld kostet, weil wir es uns anders überlegen, sollten wir besser alles erst mal stehen lassen.
Zum Beispiel den Turm in der ehemaligen Feuerwehrschule. Aber der ist schon weg. Das hat ja mal geklappt. Nun hat Bruchsal ein Industriedenkmal weniger. Wie furchtbar! Lassen wir doch alles stehen, was jemals auch nur im Geringsten einen Denkmalcharakter haben könnte oder vielleicht wieder gebraucht werden könnte: Kühltürme. Zuckersilos. Das Landratsamt. Kreisstraßen mit Schlaglöchern, die an die gute, alte Zeit der Blattfedern erinnern. Marode Schulen? Das Bürgerzentrum stehen lassen. Das taugt als Weltkulturerbe. Und eben der Schlauchturm der alten Feuerwehrschule. Der wäre noch als Aussichtsturm durchgegangen.
Nein, wir sind auch gut! Aber diese schlechten Beispiele gehen durch die Presse und stehen für ein Defizit, das wir dennoch nicht verallgemeinern sollten. Vermutlich läuft das meiste gut! Jedenfalls hoffe ich es. Gut läuft es nachlesbar immer, wenn in den Amtsblättern mit Tschingerassabumm ein Band durchschnitten wird. Das Ende wird eher in einer schlanken Randnotiz gewürdigt. Das Amtsblatt ist halt auch nur „True Social“ und die Chefredakteure die Bürgermeister. So sind doch alle ein bisschen Trump?
Finger in Wunden legen schmerzt. Aber nur wer auch mal zu gibt Mist gebaut zu haben, der ist glaubwürdig. Das täte allen gut und schafft Vertrauen in die Wahrheit, weil der Mensch eben auch nur Mensch ist.
Machen wir es 2026 ein bisschen besser und ehrlicher. Ich versuchs auch.
U. Konrad
Nach Kommentar Mut zur Lücke:
keine/r liest Korrektur (wenn Sie Fehler finden, ich steh‘ dazu).









