Erinnern Sie sich an unsere True-Crime-Folgen? Hier können Sie die Beiträge noch einmal nachlesen (TrueCrime – Part 1 – TrueCrime Part 2). Heute erzählen wir Ihnen mehr über das Amtsbuch, aus dem die Story stammt und geben Einblick in die Arbeit im Stadtarchiv.
Das Gemeindearchiv Heidelsheim ist ein großes Stadtteil-Archiv mit über 3.300 Verzeichnungseinheiten. Eine Verzeichnungseinheit kann eine Akte sein oder ein Amtsbuch, auch ein Stapel Fotos oder ein Objekt. Jede Einheit bekommt im Archiv eine Signatur, das ist eine Nummer, unter der sie in unseren Magazinen eingelagert und zu finden ist. Das Stadtratsprotokoll von 1806 aus der die Geschichte über die mutmaßlich vergifteten Hühner stammt, hat die Signatur HEID2 Nr. 31. Heidelsheim 2 ist der Bestand mit den alten Amtsbüchern.
Die Protokolle sind inzwischen über 200 Jahre alt. Für dieses Alter sind sie in einem guten Zustand. Trotzdem wollen wir sie nicht über Gebühr strapazieren und digitalisieren sie deshalb nach und nach. Wenn eine Archiv-Nutzerin oder ein Nutzer etwas in den Protokollen nachschauen will, müssen wir so nicht immer das Original bewegen und durchblättern, sondern können die Datei bereitstellen. Außerdem können wir so bereits im Vorfeld leicht im Register nachschauen, ob überhaupt etwas zu dem gesuchten Thema in den Protokollen zu finden ist.
Auf dem Bild sehen Sie unseren Bundesfreiwilligendienstleistenden, der den Scanner bedient. Besonders schonend für das Original ist der Scan von oben. Die Dateien sind übrigens riesig: über 200 MB hat ein Scan eines solchen Amtsbuchs.
Ihre
Dr. Tamara Frey
Stadtarchiv Bruchsal
Mit dem „Bruchsaler Kulturfenster“ geben der Landfunker, das Stadtarchiv und das Städtische Museum regelmäßig Einblicke in Kunst, Geschichte und Alltagskultur. Alle 14 Tage öffnet sich ein neues Fenster – mal mit einem Objekt, mal mit einer Geschichte, mal mit einem Blick wie diesem: ruhig, rätselhaft, nah am Leben der Vergangenheit.











