LANDKREIS KARLSRUHE, 28. JULI 2026 | Während schwere Waldbrände in Frankreich und Spanien zeigen, wie dramatisch sich Trockenheit, Hitze und Feuer verbinden können, ist die Lage im Landkreis Karlsruhe zwar nicht vergleichbar, aber auch hier können sich kleine Feuer schnell zu größeren Flächen- oder Waldbränden entwickeln.
Das Forstamt im Landratsamt Karlsruhe hat deshalb eine Allgemeinverfügung erlassen. Ab Donnerstag, 30. Juli, dürfen die Grill- und Feuerstellen in den Wäldern des gesamten Landkreises Karlsruhe nicht mehr benutzt werden. Außerdem gilt Rauchverbot im Wald. Das Verbot gilt auch für mitgebrachte Grills und bleibt bis zu seinem Widerruf bestehen.
Die Plätze dürfen weiterhin genutzt werden, allerdings ohne Feuer. Zusätzlich gilt von März bis einschließlich Oktober das generelle Rauchverbot im Wald. Die Einhaltung soll verstärkt kontrolliert werden. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit.
Bereits Eine glimmende Zigarette oder ein kleiner Funke kann einen Wald- oder Vegetationsbrand auslösen
„Unsere Wälder stehen derzeit unter massivem Trockenstress“, erklärt Isabelle Obert, Leiterin der Abteilung Wald und Gesellschaft im Forstamt. Ausbleibender Regen, hohe Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung hätten die Böden ausgetrocknet.
Der Waldbrandgefahrenindex weist nach Angaben des Landratsamts Karlsruhe eine hohe bis sehr hohe Gefahr aus. Kommt es zu einem Brand, müssen Feuerwehrkräfte in schwerer Schutzkleidung bei großer Hitze häufig bis an ihre Belastungsgrenze arbeiten.








