Stutensee-Friedrichstal, 11. Juli 2026 | Ein neu veröffentlichtes Luftbild zum Großbrand bei Stutensee zeigt das tatsächliche Ausmaß des Einsatzes und verdeutlicht, wie nah sich die Feuerfront an Wohnhäuser und den angrenzenden Wald heranarbeitete. Insgesamt mussten 27 Bewohner eines Betreuten Wohnens vorsorglich evakuiert werden.
Das neue Luftbild macht die Dimensionen des Vegetationsbrandes deutlich: Über eine mehrere Hektar große Fläche fraß sich die Feuerwalze durch Brachland und Stoppelfeld. Eine massive Rauchwolke liegt über dem Einsatzgebiet, während die geschlossene Feuerfront nur noch wenige Meter von der Wohnbebauung entfernt verläuft. Gut erkennbar ist auch, wie dicht der Brand sowohl an die Gebäude als auch an den angrenzenden Waldbereich heranreichte. Dass die Flammen weder auf die Wohnanlage noch auf den Wald übergriffen, ist dem schnellen und koordinierten Einsatz der Feuerwehr zu verdanken.
Feuer unmittelbar vor den Hauswänden gestoppt
Besonders kritisch entwickelte sich die Lage im Bereich der Wohnanlage des Betreuten Wohnens am Haus Edelberg. Nach Angaben von Feuerwehrkommandant Gregor Peters erfasste das Feuer die komplette Grünanlage neben den beiden äußeren Wohngebäuden. Erst unmittelbar vor den Hauswänden gelang es den Einsatzkräften, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf die Gebäude zu verhindern.
27 Bewohner in Sicherheit gebracht
Die Polizei veranlasste die Evakuierung von insgesamt 27 Bewohnerinnen und Bewohnern aus zwei direkt an die Brandstelle angrenzenden Gebäuden in der Magdeburger Straße. Während der Löscharbeiten wurden die Betroffenen durch Pflegepersonal betreut. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Zahlreiche Einsatzkräfte und Spezialisten vor Ort
Im Einsatz standen Feuerwehren aus Stutensee, Eggenstein-Leopoldshafen, Linkenheim-Hochstetten, Dettenheim, Karlsdorf-Neuthard, Bruchsal sowie die Berufsfeuerwehr Karlsruhe. Zur Kontrolle der Brandfläche setzte die Drohnengruppe der Feuerwehr Kronau eine Wärmebilddrohne ein. Zusätzlich unterstützten zwei Fachberater für Vegetationsbrände – darunter ein Experte des Technischen Hilfswerks (THW) – die Einsatzleitung.

Auch Landwirte halfen bei den Löscharbeiten, unter anderem durch Maßnahmen zur Eindämmung der Brandausbreitung. Die Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes aus Blankenloch, Staffort und Spöck übernahmen die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und sicherten den Einsatz medizinisch ab.
Brandursache weiter unklar
Die Brandursache ist weiterhin ungeklärt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie groß die insgesamt zerstörte Fläche ist, wird derzeit noch erfasst.
Fotos: ER24 – Hinweis: Das Luftbild wurde gegenüber dem Original im Kontrast verbessert, insbesondere der Dunst der Luftaufnahmen reduziert
WIR BERICHTETEN GESTERN:
Flammen breiten sich rasant aus – Großeinsatz der Feuerwehren bei Friedrichstal









