Linkenheim-Hochstetten, 10. Juli 2026 | Ein Flächenbrand auf einem nahezu abgeernteten Getreidefeld an der B 36 hat am Donnerstagnachmittag einen Großeinsatz der Feuerwehren ausgelöst. Bereits zuvor musste die Feuerwehr einen weiteren Flächenbrand in Stutensee bekämpfen. Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen erhöhen derzeit die Gefahr von Vegetationsbränden erheblich.
Gegen 14.32 Uhr wurde die Feuerwehr Linkenheim-Hochstetten zu dem Brand alarmiert. Nach Angaben der Feuerwehr bemerkte die Fahrerin eines Mähdreschers hinter ihrer Maschine ein zunächst kleines Feuer auf der bereits abgeernteten Fläche. Obwohl die Erntefahrzeuge sofort vom Feld gefahren und die Feuerwehr verständigt wurde, breiteten sich die Flammen innerhalb weniger Minuten rasant aus. Am Ende standen rund zehn Hektar Fläche in Brand.
Die ersten Einsatzkräfte schützten zunächst ein Wohnhaus sowie einen Gebüschstreifen entlang der Straße vor den Flammen. Wegen der schnellen Ausbreitung wurden zahlreiche weitere Feuerwehren aus der Region nachalarmiert. Insgesamt waren 107 Feuerwehrangehörige im Einsatz. Unterstützung kam außerdem von der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, der Werkfeuerwehr des KIT, der Polizei sowie von Landwirten, die mit einem Wasserfass und einem Traktor mit Grubber die Löscharbeiten unterstützten. Eine Drohneneinheit half mit Wärmebildaufnahmen dabei, verbliebene Glutnester gezielt aufzuspüren.
Während der Löscharbeiten musste die B 36 zeitweise vollständig gesperrt werden. Verletzt wurde niemand. Für die Einsatzkräfte stellte der Einsatz bei hochsommerlichen Temperaturen jedoch eine enorme körperliche Belastung dar. Die Gemeindeverwaltung organisierte deshalb Getränke und Verpflegung für die Feuerwehrangehörigen.
Bereits vor dem Großeinsatz war die Feuerwehr Stutensee wegen eines rund 250 Quadratmeter großen Flächenbrandes im Industriegebiet Blankenloch ausgerückt. Das Feuer konnte dort zügig gelöscht werden, bevor Einsatzkräfte anschließend zur Unterstützung nach Linkenheim-Hochstetten verlegten.
Die aktuellen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit sorgen derzeit für eine hohe Wald- und Flächenbrandgefahr. Bereits kleinste Funken oder heiße Fahrzeugteile können ausreichen, um trockenes Gras oder Stoppelfelder zu entzünden. Die Feuerwehren appellieren deshalb an die Bevölkerung, offene Flammen zu vermeiden und in der Natur besondere Vorsicht walten zu lassen.








