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Wigbert Bohn mit seiner chinesischen Hanfpalme

HAUS UND GARTEN | In Bruchsal unter Palmen – Wigbert Bohn

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Der Kraichgau soll die Toskana Deutschlands sein? Wigbert Bohn zieht den Radius etwas weiter: in seinem Garten in Bruchsal gedeihen asiatische und südamerikanische Pflanzen wie Palmen, Bananen und Grapefruit.

Italienische Zitronen, chinesische Hanfpalmen, rote Bananen: Bei Wigbert Bohn im Garten hat es sich die internationale Flora gemütlich gemacht. Und das nicht nur saisonal im Sommer: die riesigen Palmen sind winterhart. „Wichtig ist, dass die Kälte abfließen kann“, so einer seinen vielen kleinen Tricks und Kniffe, die er sich über die Jahre angeeignet hat. Schon als 20-jähriger hat der gebürtige Neutharder einen Hang

Boden-Pflanzen-Transfer

zu mediterranen Pflanzen gehabt. Seit er in Bruchsal in Hanglage wohnt, hat er im Garten ganz andere Möglichkeiten. Ein leichtes Gefälle verhindert im Boden den Kältestau, ein geschützter Standort an der Hauswand gefällt beispielsweise dem Feigenbaum.

Grüner Schlamm: Der hauseigene Dünger, direkt aus dem Filter der Teichpumpe
Grüner Schlamm: Der hauseigene Dünger, direkt aus dem Filter der Teichpumpe

Wigbert Bohn hat nicht nur einen grünen Daumen, sondern auch wissenschaftlichen Hintergrund. Der 62-Jährige war Umwelttechniker am KIT, hat sich in der Forschung unter anderem mit Boden-Pflanzen-Transfer beschäftigt. Damit weiß er auch, für welche Pflanze beispielsweise ein Stickstoffdünger gut ist oder ob er lieber zur „Eigenproduktion“ greift, in den grünen Schlamm aus dem

Filter der Teichpumpe. Zum Gießen verwendet er weiches Regenwasser, das er in mehreren Tanks sammelt, in einer Armada von Gießkannen kann es sich schon mal absetzen.
Im Winter ziehen die empfindlicheren Pflanzen wie die roten Bananen um: unter dem Balkon entsteht mit Planen abgehängt ein Wintergarten. Die über drei Meter großen Palmen bleiben natürlich im Boden, aber er deckt sie mit einem großen Sack ab: „Das Herz muss geschützt sein!“ Ganz oben, wo die Zweige aus dem Stamm wachsen, ist der empfindliche Teil der tropischen Gewächse,

Lichterkette sorgt für Wärme

gefrorenes Wasser hat die Natur dort nicht vorgesehen. Um den Stamm wickelt er eine Lichtergirlande, die allerdings nicht für Weihnachtsstimmung zuständig ist: unter einer Bastmatte sorgt sie bei ganz kalten Temperaturen für Wärme. Palmen scheinen doch robuster zu sein als man meint, wenn man sich etwa die Cycas-Palmen am Swimmingpool anschaut, die schon zur Zeit der Dinosaurier unverändert nachgewiesen wurden.

Grapefruit: Erntezeit im Januar
Grapefruit: Erntezeit im Januar

Derzeit sind die Zitronen und Grapefruits noch grün, sie werden im Januar reif sein. Einzig die mandarinengroßen Bitterorangen sind jetzt schon gelb, es dauert aber noch, bis sie reif genug sind, um daraus Gelee zu machen.

Irgendetwas ist immer zu tun – und wenn es nicht im eigenen Garten ist, dann wird er schon mal als Fachmann zu Hilfe gerufen, da er die Ausrüstung und Erfahrung zur Pflege hat. Zu Hause baut er zudem Vogelhäuschen, bei deren Bemalung in unterschiedlichen Stilrichtungen doch zum Ausdruck kommt, dass er einst Gründungsmitglied des Kunstkreises Karlsdorf-Neuthard war. Wenn er zur Entspannung nach der Holz- oder Gartenarbeit am Koi-Teich sitzt und zur Gitarre greift, kommen sogar die Schildkröten aus der Deckung gekrabbelt. Das Paradies kann manchmal so nah sein.

Text und Bilder: Armin Herberger

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