Wirtschaftsförderung in Bruchsal

Wir müssen draußen bleiben …
oder drinnen, je nach Standpunkt

 

Aus der Reihe: NO COMMENT!

Der vielgelobte Wohnmobilstellplatz, oder wie es der Betreiber nennt, „Wohnmobil-Park“, ist neben dem Schwimmbad ein mit viel Geld aufwändig installierter Platz für Wohnmobilisten aus der Ferne.

Wie die Betreibergesellschaft BMTV es selbst im Mitteilungsblatt (Amtsblatt Mai 2026) beschreibt „entdecken die Gäste die Region, genießen die lokale Gastronomie und tragen den Namen der Stadt als Urlaubshighlight nach außen.

Auch wenn der Verfasser in seiner Beschreibung Bruchsal zum Urlaubs-Highlight werden lässt, wird Bruchsal die bei den Wohnmobilisten dadurch geweckten Erwartungen, kaum erfüllen können. Man muss wissen, dass Wohnmobilisten gerne Selbstversorger sind und mit in ihrem Mobile-Home genau diese Urlaubsart gerne pflegen. Es nützt daher wenig, wenn man hofft, sie in die lokale Gastronomie locken zu können. Wer das möchte, muss schon Heidelberg, Tübingen oder Freiburg heißen oder wenigstens eine Gartenschau wie Eppingen oder Ellwangen ausrichten. Allenfalls das Schloss könnte zu einer Stadtrunde mit dem heute stets mitgeführten E-Bike verlocken.

Aber warum in die Ferne schweifen, empfiehlt sich doch gleich neben dem Stellplatz das Ristorante der Wahl. Vom Camper zu sehen „Da Pino. Da Renato. Da Lillo“. Und da wären wir auch beim springenden Punkt, dem hüpfenden Komma. Unmittelbar neben dem Stellplatz Wohnmobilpark gibt’s nämlich drei Pizzaristi, die zu Fuß in wenigen Minuten vom Camperplatz erreichbar wären (Konjunktiv). Etwas weiter befinden sich Gartengolf und der Athletenclub als Geheimtipp.“ Die Gastromeile im Kleinen gleich nebenan.

Dumm nur, dass die alle nur mit einem Umweg rund ums Freibad erreichbar sind. Raus und Rein geht nämlich nur von der Bahnseite! Eine an der Rückseite zum prallen Leben vorhandene (verschlossene) Tür im Zaun, ist verschlossen und versperrt so den Zugang zu den nur wenige Meter entfernten Sonnenterrassen der vorgenannten Ristorantessa! Warum diese Tür nicht geöffnet werden kann scheitere auf Nachfrage bei den Stadtwerken, am großen finanziellen Aufwand.

Dazu muss man wissen, dass BVTM den Platz betreibt, die Stadtwerke jedoch bezahlen (also auch die Tür). Die Frage nach dieser Tür kam aufgrund einer Anfrage bei der BTVM an, die in einer das Budget deutlich übersteigenden Ausführung gefordert wurde und daher gestrichen wurde (schade für die Touris). Die Kosten lägen bei über 20.000,00 Euro. Für eine vorhandene, lediglich verschlossene Tür.
Da kann man die Weigerung der Stadtwerke verstehen.

Nicht verstehen muss man, weshalb eine Tür so teuer ist und auch nicht, weshalb man die vorhandene Tür nicht einfach öffnet, zumal sie keinen Schutz für die Womo-Gäste bietet, weil der Platz eh nur mit einer Schranke versperrt ist.

Nicht verstehen muss man, weshalb die Stadtwerke für die Touris unzuständig einen Beitrag im Mitteilungsblatt platzieren, der den Platz so herrlich beschreibt. Das ist doch Sache der Tourismusbehörde der Stadt?

Es bleibt die Tür zu, weil ein wie auch immer beschaffenes Hightech Türschloss ins System einzubringen, das mit der Schrankenöffnungsautomatiksoftware kompatibel ist zu teuer ist.

Kurzum: Der Eintrag in der Wohnmobilisten Community:

„Wer in Bruchsal einen Spaziergang in die Stadt machen möchte, kann am Unteren Schlossgarten über den Mittleren Schlossgarten direktemang in den Ehrenhof des Schlosses lustwandeln, wäre die Tür nicht zu“!

 

Ulrich Konrad

 

Oft geklickt

BRUCHSAL 1. MÄRZ 1945 | Als der 16-jährige Josef um sein Leben rannte …

Filmbericht | Am 1. März 1945 erlitt die Stadt...

Landfunker 2.0 ist da

Sie haben es schon bemerkt? Landfunker 1.0 geht nach...

Das große Bauen – die B35 soll fit für die Zukunft werden

BRUCHSAL, 19. Juni 2026 | Auf Autofahrerinnen und Autofahrer...

Kommentare zu Beiträgen

Anzeige

spot_img
spot_img
spot_img

Auch interessant

Es gibt noch mehr zu entdecken

spot_img