BRUCHSAL | Die Benefizband ROckn’TARY begeisterte erneut ihr Publikum auf dem Rohrbacher Hof. Die Einnahmen des Konzertwochenendes kommen lokalen Projekten zugute.
Da stehen also Damen und Herren auf der Bühne, die sich den guten alten Musiktiteln verschrieben haben. Und davor ein ebensolches Publikum.
Sitzplätze waren vorgesehen, auch wenn sich bei vielen die Hüften bewegten. A propos bewegen: Bewegend war ohne Zweifel der Auftritt von Rockn’TARY. Und die Auswahl bestimmt bekanntlich die Besucher. Egal, ob Martin Besinger die Geige zupfte oder Rüdiger Hecht die höheren Töne erklimmte – immer waren Volker Hillenbrand und Markus Stöckner mit ihren Tönen mit dabei. Auch Thomas „Tommi“ Ries wechselte von der Gitarre zuweilen zur Flöte und erhob sich dafür sogar aus dem Sessel.
Spätestens als Daniela Köhler am Mikrofon stand, war Adele vergessen. Wie sie traf kaum jemand die Töne in einer Disziplin, aus der sie eigentlich nicht kommt – ist die international erfolgreiche Sopranistin doch sonst auf den Opernbühnen der Welt zuhause und nicht im Rohrbacher Hof. Den Rhythmus, dem alle folgten, gab Heidi Merz vor, deren Schlagzahl einzuhalten war. Der Nachbar am Keyboard, Johann Beichel, war deshalb gefordert. Ebenso der Saxophonist Wolfgang Wittke, der den charakteristischen Sound der Band mitprägte.
Auch der Neue an der Oboe, Jakob Scherzinger, war bereits bestens akklimatisiert – und man hört, er fand die Location sogar ohne Navi. Mit auf der Bühne standen zudem die Weggefährten Armin Neff und Christian Künzler, die gemeinsam mit den übrigen Musikern den unverwechselbaren Rockn’TARY-Klang entstehen ließen.
Ein Sommerabend, der längst Tradition hat
Ein Abend auf dem Rohrbacher Hof, der inzwischen Tradition hat und die Gäste stets veranlasst, für Essen und Trinken etwas mehr liegen zu lassen. So füllen sich die Benefiz-Kassen dank der kostenfreien Unterhaltung bestens. Die Spendeneinnahmen der Konzertreihe summieren sich inzwischen auf mehr als 60.000 Euro und fließen in diesem Jahr in die Berufswahlförderung junger Menschen sowie in das Projekt „Musik öffnet Türen zur Sprache“ der Musik- und Kunstschule Bruchsal.
Ulrich Dahm leistete mit seinem Hof erneut einen riesigen Beitrag und gab dem gesamten Gelände diese besondere Sommerabend-Atmosphäre. Hoch droben auf dem Berg wurde es zwar kühl, aber es blieb kuschelig, bis die Band ihren Schlusspunkt setzte und dafür mit großem Beifall belohnt wurde.
Und wer das Konzert am Freitag verpasst hat oder einfach noch einmal in den Genuss dieses besonderen Sommerabends kommen möchte, hat bereits die nächste Gelegenheit: Am Sonntagabend, 5. Juli 2026, spielt Rockn’TARY ein zweites Konzert auf dem Rohrbacher Hof. Der Besuch lohnt sich umso mehr, denn das leicht veränderte Programm aus Rock-Klassikern und Balladen verspricht erneut einen stimmungsvollen Abend für den guten Zweck.
Wie der Brusler sagt: scheh war’s!
Tickets sind kostenfrei erhältlich unter: https://events.vereinsticket.de/rockntary/vt-rockntary. Eine Eintrittsspende wird erwartet.










In einem Facebook-Eintrag wurde bemängelt, dass im o.a. Beitrag über das Rohrbacher Hof-Event mit der Rotarier-Band Rockntary nicht der Veranstalter genannt wurde. Stimmt! Asche auf das Haupt des Verfassers.
Dass der FB-Kommentar mit „… das ist etwas billig“ schließt, zeugt allerdings eher von gekränkter Eitelkeit und billig ist allenfalls diese Formulierung, die den schönen Beitrag zu der Veranstaltung so zusammenfasst und schlechter Stil gegenüber denen, die viel Mühe und Zeit dafür aufgewendet haben.
WIe leicht es dann aus den Fugen gerät, zeigt ein Kommentar, der die Redaktion zu diesem FB- Kommentar erreichte und der meinte: „Oh, da wurde jemand nicht genug gehuldigt“.
Facebook ist bekanntlich keine geeignete Plattform, um sich vernünftig auszutauschen und gilt nicht nur deswegen als Kloake der Kommunikation. Wer seine Kommunikation in den Sozialen Medien führt, muss sich daher nicht wundern, solche Antworten zu bekommen.
Ein Hinweis direkt an Landfunker hätte der Sache mehr geholfen und die gute Stimmung aufrecht erhalten.
Ob der Veranstalter genannt werden sollte, hängt übrigens vom journalistischen Zweck des Beitrags ab. Bei einem Nachbericht steht eher das Geschehen im Vordergrund, was nicht ausschließt, dass man den Veranstalter hätte nennen können. Mea culpa (s.o.).
Redaktionelle Arbeit indes mit „billig“ abzukanzeln halten ist anmaßend, wenn man nicht die Grundregeln und Anforderungen journalistischer Arbeit kennt.
Aber warum sollte es nicht 80 Millionen Journalisten geben; es gibt ja auch 80 Millionen Bundestrainer.
Wie im Fußball so im Schreiben ist eben knapp daneben auch vorbei.