STUTENSEE-BÜCHIG, 15. JULI 2026 | Zwei Jugendliche sind am Mittwochabend auf einen rund 40 Meter hohen Funkmast geklettert und konnten diesen nicht mehr selbstständig verlassen. Mehr als 40 Einsatzkräfte retteten die beiden jungen Männer unverletzt.
Ob es eine Mutprobe war, der Wunsch nach einer außergewöhnlichen Aufnahme für soziale Medien oder jugendlicher Übermut, ist bislang unklar. Fest steht: Die beiden Jugendlichen überwanden gegen 22 Uhr den Vandalismusschutz eines Funkmastes an einer Bahnstrecke bei Stutensee-Büchig und kletterten bis auf die Plattform.
In rund 40 Metern Höhe trauten sie sich nicht mehr, eigenständig hinunterzuklettern. Die Jugendlichen wählten daraufhin den Notruf.
Spezialkräfte retten Jugendliche aus 40 Metern Höhe
Aufgrund der Höhe und der gefährlichen Lage leitete die Feuerwehr einen umfangreichen Rettungseinsatz ein. Neben den örtlichen Einsatzkräften rückten speziell ausgebildete Höhenretter des KIT Karlsruhe und der Berufsfeuerwehr Karlsruhe sowie eine Hubrettungsbühne an.
Nach umfangreichen Sicherungsmaßnahmen konnten die beiden Jugendlichen unverletzt von der Plattform gerettet werden. Anschließend wurden sie von der Polizei übernommen. Die Ermittlungen zu dem Vorfall wurden aufgenommen.
Nach Angaben der Einsatzkräfte waren mehr als 40 Helfer mit insgesamt elf Fahrzeugen vor Ort. Die Rettungsmaßnahmen dauerten länger als eine Stunde.
Feuerwehr warnt vor lebensgefährlichen Kletteraktionen
Feuerwehrsprecher Robert Redinger warnte vor derartigen Aktionen. Das Besteigen von Funkmasten sei nicht nur verboten, sondern wegen der erheblichen Absturzgefahr lebensgefährlich. Abhängig von der jeweiligen Anlage könnten zudem Gefahren durch technische Einrichtungen bestehen.
Nur durch den Einsatz der spezialisierten Rettungskräfte konnte die Situation sicher beendet werden. Beide Jugendlichen blieben unverletzt.
Fotograf: Henry Mungenast / EinsatzReport24











