BRUCHSAL | Bei einem Wohnungsbrand in der Moltkestraße hat die Feuerwehr Bruchsal am Samstagnachmittag eine Frau mit schweren Brandverletzungen aus einer stark verrauchten Wohnung gerettet. Vier Katzen wurden ebenfalls aus dem Gebäude gebracht.
Die Feuerwehr Bruchsal wurde nach eigenen Angaben um 14:57 Uhr zu dem Wohnungsbrand in der Moltkestraße alarmiert. Beim Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeugs drang bereits dichter Rauch aus einem Fenster einer Wohnung im ersten Obergeschoss. Zu diesem Zeitpunkt war bekannt, dass sich noch eine Person in der Wohnung befand.
Person mit schweren Brandverletzungen gerettet
Ein Trupp ging unter Atemschutz zur Menschenrettung in die stark verrauchte Wohnung vor. Parallel bereiteten weitere Einsatzkräfte die Brandbekämpfung vor. Die Feuerwehr brachte die Bewohnerin mit schweren Brandverletzungen aus der Wohnung und übergab sie an den Rettungsdienst. Nach der Erstversorgung wurde die verletzte Person mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik für Brandverletzungen geflogen.
Den Brand brachte die Feuerwehr nach eigenen Angaben rasch unter Kontrolle und löschte ihn. Weitere Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten ihre Wohnungen selbstständig verlassen und blieben unverletzt. Sie wurden vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht.
Vier Katzen aus Gebäude gerettet
Im weiteren Einsatzverlauf retteten die Einsatzkräfte außerdem vier Katzen aus dem Gebäude und brachten sie aus dem Gefahrenbereich. Die Nachlöscharbeiten in der Brandwohnung dauerten anschließend längere Zeit. Die Feuerwehr kontrollierte den betroffenen Bereich auf Glutnester und löschte diese ab.
Die vom Feuer betroffene Wohnung ist nach Angaben der Feuerwehr Bruchsal aufgrund der starken Rauch- und Brandeinwirkung bis auf Weiteres nicht bewohnbar.
Brandrauch auch in darüberliegenden Wohnungen
Auch die darüberliegenden Wohnungen wurden kontrolliert. Dort stellte die Feuerwehr eingedrungenen Brandrauch fest. Die Räume wurden mit einem Überdrucklüfter belüftet. Nach Abschluss der Maßnahmen und einer abschließenden Kontrolle konnten die Bewohner zurückkehren; die Wohnungen blieben bewohnbar.
Oberbürgermeister Sven Weigt und Ordnungsamtsleiter Oliver Bienek informierten sich vor Ort über die Einsatzlage. Die Polizei nahm noch während des laufenden Einsatzes Ermittlungen zur Brandursache auf. Angaben zur Ursache lagen im Einsatzbericht zunächst nicht vor.
Einsatz dauerte knapp drei Stunden
Der Rettungsdienst war unter der organisatorischen Leitung von Michael Schindel mit einem Rettungshubschrauber, einem Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Rettungswagen vor Ort. Die Schnelleinsatzgruppe Bruchsal mit Einsatzkräften des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes unterstützte bei der Betreuung der Betroffenen und sicherte die eingesetzten Kräfte ab.
Die Feuerwehr Bruchsal war mit den Abteilungen Bruchsal und Heidelsheim sowie der Führungsgruppe im Einsatz. Weitere Kräfte aus Untergrombach, Büchenau und Helmsheim waren ebenfalls beteiligt.
Der Einsatz stand unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Bernd Molitor und dauerte bis 17:47 Uhr. Insgesamt war die Feuerwehr damit rund zwei Stunden und 50 Minuten im Einsatz.








