Omas gegen Rechts in Bruchsal: Vom ersten Treffen zur wachsenden Bewegung


Seit wenigen Monaten mischt sich auch in Bruchsal eine neue Initiative in die politische Diskussion ein: Omas gegen Rechts. Drei Vertreterinnen der Gruppe waren im KraichgauTV-Studio zu Gast und sprachen über Motivation, Haltung und ihre nächsten Schritte.

03.03.2026 | Moderator Ulrich Konrad begrüßte die Initiatorinnen Monika Czolk und Barbara Mechelke sowie Susanne Kümmerle, die sich bereits beim ersten Treffen der Bruchsaler Gruppe angeschlossen hatte.

Die erste Initiative entstand Ende 2017 in Österreich, inzwischen gibt es in Deutschland über 300 Regionalgruppen. In Bruchsal fiel der Startschuss Ende November 2025. „Bruchsal bietet auch viel interessantes Potenzial an lebenserfahrenen Frauen“, sagen die beiden Initiatorinnen. Schon beim ersten Treffen kamen über 20 Frauen, wenige Wochen später waren es mehr als 60 Interessierte:

„Wir haben offensichtlich einen Nerv getroffen.“

Inhaltlich bezieht die Gruppe klar Stellung. „Uns alle treibt die Sorge um die Entwicklungen in unserem Land“, sagt Czolk. Man sehe Gefahren für die parlamentarische Demokratie und wolle sich gemeinsam engagieren. Barbara Mechelke beschreibt Omas gegen Rechts als klare „Haltung“ gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Susanne Kümmerle ergänzt: „Uns geht es darum, die Vielfalt zu erhalten.“ Extreme Positionen lehnt die Gruppe grundsätzlich ab.

Die Omas gegen Rechts verstehen sich als zivilgesellschaftlich und überparteilich. Parteizugehörigkeiten spielen keine Rolle. Cvolk betont:

„Wir heißen alle Menschen willkommen, die unsere Werte teilen.“

Auch Männer und jüngere Menschen können sich beteiligen.

Für viele in der Gruppe ist das eigene Geschichtsbewusstsein ein wichtiger Antrieb. Demokratische Grundwerte dürfen nicht als selbstverständlich gelten. „Die Menschenwürde jedes einzelnen muss geachtet werden“, sagt Czolk. Mechelke formuliert es so:

„Jeder soll in unserer Gesellschaft ohne Angst leben können.“

Bei Infoständen auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone gab es viel Zuspruch. Mit vielen Menschen komme man „unheimlich toll in den Austausch“, berichtet Mechelke.

Die Gruppe plant bereits weitere Aktionen, unter anderem eine Veranstaltung zum Weltfrauentag am 7. März sowie Beiträge zum Tag des Grundgesetzes und zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus – teils gemeinsam mit anderen Gruppen. Gleichzeitig ist den Beteiligten bewusst, dass Engagement Ausdauer braucht. „Der Einsatz für die Demokratie und dass sie uns erhalten bleibt, ist ein Marathon“, sagt Mechelke.

Wie die Omas gegen Rechts in Bruchsal konkret arbeiten und welche Diskussionen im Studio besonders intensiv geführt wurden, erfahren Sie im vollständigen Gespräch im Video.

 

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