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Dachs | Naturtag | Jägerverein
Wer wühlt den hier?: Auf der Suche nach dem Dachs.

Bruchsal | Eine Lanze brechen für die Jäger und Heger

„Jäger sind viel besser als ihr Ruf“, sagt Udo Schäfer, Leiter des Hegerings I, der Vereinigung der Jäger in Bruchsal und: „es geht nicht ohne Jagd, weil es die Natur eben nicht mehr richtet.“

Aus dem RegioMagazin WILLI 5/17

Es fehlen die natürlichen Feinde, die schwache Tiere erlegen und ihre Zahl in Grenzen halten. Die moderne Forstbewirtschaftung mit Buchen und Eichen führt zu einer hervorragenden Versorgungslage etwa für Wildschweine, die sich unkontrolliert vermehren und in der Landwirtschaft große Schäden anrichten, wenn sie etwa in die frisch gesäten Maisfelder einfallen. Alles hat seine Berechtigung, wirkt sich aber wiederum auf die Umwelt aus.

Ein Fläschchen für verwaiste Kitze

Jäger halten sich an Jagd- und Schonzeiten, wenn Fasanen und Rebhühner brüten und Rehe ihre Kitze setzen, sie setzen sich für eine allgemeine Anleinpflicht für alle Hunde im Mai und Juni ein. Jäger ziehen verwaiste Kitze mit der Flasche auf und suchen nach von Hunden gerissenem oder von Autos angefahrenem Wild.

Udo Schäfer | Leiter des | Bruchsal
Leiter des Hegerings I: Udo Schäfer

So sind Jäger (meist)!
Jäger lieben die Natur und Tradition. Meist sind sie männlich, zunehmend aber auch weiblich. Im Hegering I gibt es 70 Jäger, davon sieben Frauen.

Jagdethik
Es gehört zur Jagdethik, dass dem erlegten Wild ein kleiner Zweig quer in den Äser (Maul) gelegt wird. Er symbolisiert die letzte Mahlzeit, „den letzten Bissen“ vor dem Tode. Am Sammelplatz der Jäger wird die gemeinsam gemachte Beute auf ein Bett aus Zweigen gelegt. Jagdhörner geben ein Signal für jedes erlegte Wild.

Jägersprache für Beginner
Jäger begrüßen und verabschieden sich mit „Waidmannsheil“. Beim Glückwunsch zur Beute bedankt man sich mit „Waidmannsdank“. Ebenso antwortet der Jäger grundsätzlich mit „Waidmannsdank“ auf das „Waidmannsheil“ eines Nichtjägers.

Auf geht’s in den Wald
Zum Kennenlernen veranstalten die Jäger am Sonntag, 21. Mai einen Naturtag (siehe Anzeige) für Familien im Vogelheim Untergrombach. Wer schon einmal als Kindergartenkind mit Udo Schäfer und Förster Michael Durst an einem Waldspaziergang teilgenommen hat weiß, wie spannend Wald sein kann. Biotopobmann Rudolf Manz wird sein Waldklassenzimmer im Grünen aufbauen – ein Bauwagen voller präparierter heimischer Tiere, dazwischen sein Hund und ein Falke, außerdem hat er auch immer ein paar Frettchen im Gepäck. Die Kinder können unter Anleitung Vogelhäuschen bauen und bemalen. Um eine Spende dafür wird gebeten. Der Erlös kommt der BürgerStiftung „Kinder in Not“ zu Gute, die die Sprachförderung von Vorschulkindern in Obergrombach unterstützt.

Hund und Frettchen | Waldklassenzimmer | Naturtag Obergrombach
Welche Tiere leben noch? Antwort: Hund und Frettchen.

 

10.30 Uhr Hubertusmesse mit Pfarrer Edgar Neidinger Musik: Parforcehornbläser Hubertus Heidelberg
12.00 Uhr Mittagstisch, sowie Kaffee u. Kuchen, Jägertopf, Wildbratwurst, Linseneintopf für Vegetarier

13.00 Uhr Greifvogel-Vorführung
13.30 Uhr und 15.30 Uhr Speed Carving mit Bildhauermeister Patrick Adam Reger

14.00 Uhr Jagdhunderassen-Vorstellung

15.00 Uhr und 16.30 Uhr  Waldspaziergang mit Förster Michael Durst

Ganztags bis 18 Uhr
Bruchsaler Blankbogenschützen Naturpädagoge Rudolf Manz mit seinem ErlebniswagenVogelhäuschen selbst gemacht, Jagdhorn- und Parforcehornbläser

 

Siehe auch

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