Waghäusel-Wiesental, 22.07.25 | Ein Gasaustritt in einem Kunststoffbetrieb in Waghäusel-Wiesental hat am Montagvormittag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Ursache war eine chemische Reaktion in der Produktionshalle. Die Mitarbeitenden retteten sich selbst ins Freie und alarmierten die Einsatzkräfte. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich zwölf Mitarbeitende in der Produktion und zwei im Büro. Verletzt hat sich bei dem Einsatz niemand.
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Gefahrstoffzug und Spezialkräfte im Einsatz
Neben der Freiwilligen Feuerwehr Waghäusel wurden auch der Gefahrstoffzug Nord des Landkreises Karlsruhe, der Rettungsdienst und die Polizei alarmiert. Feuerwehrangehörige, die mit Schutzanzügen und Atemschutzgeräten ausgestattet waren, erkundeten die Lage in der Halle und führten verschiedene Messungen durch. „Die Messergebnisse bestätigten unsere Einschätzung, dass keine Gefahrstoffe mehr austreten“, so Christian Sommer, stellvertretender Einheitsführer des Gefahrstoffzuges.
Warnmeldung über App
Vorsorglich war über die Warnapp NINA auch ein Hinweis für die angrenzenden Gebiete herausgegeben worden. Eine Gefahr bestand jedoch nicht. Die Feuerwehr hat die Halle mit Lüftern belüftet und der Firma wieder übergeben.
Mögliche Ursache: Reaktion durch Feuchtigkeit
„Wir vermuten, dass es durch die veränderte Luftfeuchtigkeit oder durch Wasser zu einer Reaktion der für die Produktion bereits vorbereiteten Mischungen gekommen ist“, erläuterte eine Betriebsangehörige zur möglichen Ursache.
Großeinsatz mit 70 Feuerwehrkräften
Unter der Leitung von Waghäusels Feuerwehrkommandant Dieter Niemann kamen insgesamt 70 Feuerwehrangehörige, zehn haupt- und ehrenamtliche Rettungskräfte des DRK sowie zwei Polizisten zum Einsatz. Organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes war bei diesem Einsatz Klaus Müller. Oberbürgermeister Thomas Deuschle machte sich vor Ort ein Bild von der Schadenslage.









