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„Frühlingslandschaft“ – Ein Werk des Bruchsaler Malers Franz Bannholzer

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BRUCHSAL, 19. März 2026 | Nach dem rätselhaften Auftakt der neuen Reihe öffnet sich das Bruchsaler Kulturfenster nun ein Stück weiter – und diesmal wird es deutlich sinnlicher. Statt Zahlen, Skizzen und offenen Fragen geht es um Farben, Licht und das leise Erwachen der Natur. Die Leiterin des Städtischen Museums im Bruchsaler Schloss, Regina Bender, beschreibt das Bild so:

Frühlingsgefühle
in den
Städtischen Sammlungen

 

Gemälde von Franz Bannholzer im Depot des Städtischen Museums Bruchsal, Repro: Tamara Frey

 

Riechen Sie das?

Regina Bender, Städtisches Museum

Den Duft nach frischen Blüten? Nach neuen Knospen und warmer Erde? Die Gerüche des Frühlings wehen einem beim Betrachten dieses Gemäldes sofort um die Nase und man spürt förmlich die frühlingshafte Kühle, die langsam von den ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres vertrieben wird.

Dass es sich hier um ein eher kleines Format handelt, tut der Wirkung dieses Gemäldes keinen Abbruch. Zu sehen ist laut Titel eine „Frühlingslandschaft im Schwarzwald“, aber ohne große Mühe könnte man sich auch den Kraichgau als Ursprungsort vorstellen und den meisten fällt sicher sofort eine Stelle auf den hiesigen Feldwegen ein, die an dieses Motiv erinnert*. Die satten Farben, der hügelige Hintergrund und die Baumreihe, vielleicht Obstgehölz – auch für unsere Heimat typisch.

Die Farben sind eher pastos aufgetragen und sorgen durch diese Reliefartigkeit für Lebendigkeit und Dynamik. Ein technischer Effekt, der die Oberflächenstruktur des Gemäldes und das gewählte Motiv miteinander verflicht. Auf Leinwand gebannt hat dieses Frühlingserwachen der Bruchsaler Künstler Franz Bannholzer im Jahr 1981. Bannholzer wurde 1954 geboren und begann 1975 sein Studium an der Kunstschule in Mannheim. Hierbei konzentrierte er sich zunächst auf Malerei und Grafik, später bildete er sich auch im Bereich der Bildhauerei fort. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitete Franz Bannholzer auch als Dozent und gab hierdurch seine technische Expertise und kreative Anregungen an nachfolgende Generationen weiter.

Ausstellungen seiner Werke begleiteten sein Arbeitsleben und werden durch Auftrags- und öffentliche Arbeiten ergänzt. Bannholzer verstarb im Jahr 2010.
 Sein Werk zeichnet sich aus durch Gegenständlichkeit, die jedoch nicht bloß sachlich abbildet, sondern stets einen kleinen Hauch Romantik in die Darstellung mit einarbeitet.

In den Städtischen Sammlungen befinden sich noch weitere Gemälde Bannholzers, wobei es sich fast ausschließlich um Stadtansichten Bruchsals handelt. Erkennbar wird darin die Intensität, mit der sich der Künstler mit seiner Heimatstadt auseinandersetzte.

Ihre
Regina Bender
Städtisches Museum, Bruchsal

*Ihr Frühlingsfoto auf b339nmow-c.myrdbx.io/?

Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt sind auch Sie gefragt: Wer das Bild betrachtet, denkt unweigerlich an vertraute Wege, an Spaziergänge im Kraichgau, an diese ganz bestimmten Baumreihen, die sich wie Linien durch die Landschaft ziehen. Haben Sie solche Motive schon einmal festgehalten? Schlummern in Ihrem Fotoarchiv Aufnahmen von blühenden Obstbäumen, sanften Hügeln oder genau diesen typischen Baumreihen?

Schicken Sie uns Ihre Bilder – ob aus vergangenen Jahren oder vom nächsten Frühlingsspaziergang. Wir veröffentlichen eine Auswahl gerne an dieser Stelle, damit auch andere an der Schönheit unserer Landschaft teilhaben können. So könnte das Kulturfenster über die Kunst hinauswachsen in einen gemeinsamen Blick auf unsere Region.

Senden Sie Ihr Bild formlos an: info@landfunker.de – Betreff: Kulturfenster

Mit dem „Bruchsaler Kulturfenster“ präsentieren der Landfunker, das Stadtarchiv und das Städtische Museum regelmäßig besondere Einblicke in Kunst, Geschichte und Alltagskultur. Alle 14 Tage öffnet sich ein neues Fenster – mal mit einem Objekt, mal mit einer Geschichte, mal mit einem Blick wie diesem: ruhig, farbenreich und ganz nah an der eigenen Heimat.

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