1860 wurden in Helmsheim auf dem Schlossbuckel Reste einer Burg gefunden. Ein Gutachter fertigte sogar Zeichnungen, die heute jedoch nicht mehr
auffindbar sind.
Die Helmsheimer Burg wird in keinen Urkunden genannt, aber genannt wird der Name von Edelleuten und Ritter von Helmsheim die wohl in der Burg gehaust haben. Vermutlich im 30-jährigen Krieg wurde die Burg zerstört und bestand fortan nur noch als Ruine. Ein Teil der Steine der Ruine wurden für den Aufbau und den Hausbau der Bevölkerung genutzt.
Grundriss der Alten Burg
Die Helmsheimer wollten in den 1860er Jahren das wüste Land für die Landwirtschaft nutzbar machen. Da das Wegräumen von kultur- und kunsthistorischen Bauten und Ruinen aber verboten war, holten sie sich Auskunft bei der Kreisregierung ein. Diese beauftragte einen „Konservator für Altertümer“ zur Besichtigung und Begutachtung.
Seinem Bericht verdanken wir diese Beschreibung:
Wir fanden einen ‚Schlossbuckel‘ mit Erde bedeckt und mit Gras überwachsen, von außergewöhnlicher Bedeutung bezüglich der Mächtigkeit des ehemaligen Bestandes. Die oberste Burgfläche bildet eine Eiform von etwa 100 Fuß nach der Richtung von Norden nach Süden und ungefähr 60 Fuß nach der anderen Seite. Es ist deutlich der Haupteingang der Burg, sowie von dort aus der innere Ringwall zu erkennen, ebenso die Stelle des Burgturms. Es ist bekannt, dass Helmsheim sehr alt ist und es dürfte daher keinem Zweifel unterliegen, dass dieser „Schlossbuckel“ schon sehr früh ein bewehrter Wohnsitz war, der vielleicht in seinen Grundlagen bis in die römische Zeit zurückreicht.
Zeichungen sind leider nicht mehr auffindbar
Offenbar gab es dazu noch Zeichnungen, die bedauerlicher Weise bei den Akten im Landesarchiv Karlsruhe nicht mehr auffindbar sind.
Die Abhebung des Hügels erfolgte im Jahre 1874. Noch lange Zeit wurden die Steine für den Hausbau in Helmsheim benutzt. 1938 wurde an der Stelle der Burg eine Schießanlage gebaut, die militärisch und von der Hitler Jugend genutzt wurde.
Der Kleintierzuchtverein fand dann dort sein Domizil auf dem Schossbuckelgelände. 1968 begann die Flurbereinigung und brachte wiederum Veränderungen und gewaltige Erdbewegungen.
Als 1972 mit der Bebauung des Schlossbuckels begonnen wurde, planierte man den Hügel. Die restlichen Steine wurden zur Befestigung eines Waldweges im Helmsheimer Wald benutzt. Das attraktive Wohngebiet rund um den Schlossbergring entstand und bietet den heutigen Bewohnern einen erhabenen Blick über den beschaulichen Ort.
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