LINKENHEIM-HOCHSTETTEN | Die gestrige Bürgermeisterwahl in Linkenheim-Hochstetten ist noch nicht entschieden: Tim Drees und Asmaa Reuter gehen nach einem äußerst knappen ersten Wahlgang am 18. Oktober in die Stichwahl.
In der Gemeinde im Landkreis Karlsruhe wird ein Nachfolger für Michael Möslang (CDU) gesucht. Der bisherige Bürgermeister wechselte Ende Juni als Oberbürgermeister nach Weinheim. Damit wurde der Chefsessel im Rathaus von Linkenheim-Hochstetten frei – und das Interesse an seiner Nachfolge war ungewöhnlich groß.
Vier Frauen und drei Männer traten zur Wahl an. Sieben Bewerber sind im Landesvergleich eine beachtliche Zahl: Durchschnittlich waren es zuletzt lediglich 2,9 Kandidierende pro Bürgermeisterwahl. Bei den Wahlen 2025 gab es in 69 von 152 Gemeinden sogar nur eine einzige Bewerbung. Auch beim Alter war das Bewerberfeld in Linkenheim-Hochstetten breit aufgestellt: Die Kandidatinnen und Kandidaten waren zwischen 33 und 70 Jahre alt.
Am Wahlabend wird das Feuerwehrfest zur Wahlzentrale
Die Spannung entlud sich an einem ungewöhnlichen Ort. Während in der Gemeinde Feuerwehrfest gefeiert wurde, warteten Kandidierende und Besucher in der voll besetzten Fahrzeughalle auf die Ergebnisse. Michael Thate, Hauptamtsleiter der Gemeinde, und Andreas Stampfer, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, verkündeten schließlich die Zahlen.
Schon während der Auszählung zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Der Karlsruher Rechtsanwalt Tim Drees erreichte 35,0 Prozent der Stimmen.


Nur 0,6 Prozentpunkte dahinter landete Asmaa Reuter mit 34,4 Prozent. Keiner der sieben Kandidierenden erreichte damit die im ersten Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit. Die Entscheidung fällt deshalb am Sonntag, 18. Oktober. Dann genügt die einfache Mehrheit. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,1 Prozent. Für Drees und Reuter beginnen nun drei weitere Wochen Wahlkampf – mit Gesprächen, Haustürbesuchen und dem Werben um jene Stimmen, die im ersten Wahlgang noch an die fünf ausgeschiedenen Bewerber gingen.
Wer die beiden Erstplatzierten sind, wie sie den ungewöhnlichen Wahlabend zwischen Feuerwehrfahrzeugen und Festbetrieb erlebt haben und wie knapp die Entscheidung tatsächlich war, zeigt unser Filmbericht.
















