Der neue Zentrale-Omnibusplatz-Bruchsal ZOB: Was sich ab 14.12. ändert

BRUCHSAL, 9. DEZEMBER 2025 | Am europaweiten Fahrplanwechsel am 14.12.2025 geht auch der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) zwischen Bahnhof und Saalbachcenter in Betrieb – und mit ihm zieht der Bustreff „Rendezvous“ komplett vom alten Platz in der Bahnhofstraße an den ZOB um.

25 Jahre lang war das „Rendezvous“ in der Bahnhofstraße so etwas wie das Wohnzimmer des Bruchsaler Nahverkehrs: Alle Stadtbusse kamen gleichzeitig an, Fahrgäste stiegen mit wenigen Schritten um und „MAX“ war aus dem Stadtbild kaum wegzudenken. Damit ist jetzt Schluss – jedenfalls am alten Ort. Künftig ist der neue Zentrale Omnibusbahnhof Bruchsal der Treffpunkt für den Stadtbusverkehr.

Tschüss RendezVous-Platz.
MAX fährt jetzt zum ZOB!

Zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 14. Dezember 2025, starten und enden alle sechs Stadtbuslinien 180 bis 186 am neuen ZOB zwischen Bahnhof und Saalbachcenter. Das bisherige Stadtbus-Rendezvous in der Bahnhofstraße entfällt, die frühere Haltestelle „Rendezvous“ bleibt als normale Stadt- und Regionalbushaltestelle erhalten – trägt aber künftig den Namen „Bruchsal Europaplatz“.

Noch wartet der ZOB auf seine Einweihung am 14.12.2025

Die Umbenennung soll Verwechslungen zwischen Bahnhofstraße, Bahnhofsplatz und Bahnhofsvorplatz vermeiden. Aus dem emotional besetzten „Rendezvous“ wird damit ein klar verortbarer Europaplatz – während die eigentliche Rendezvous-Funktion an den ZOB wandert.

Was Fahrgäste ab 14. Dezember sofort merken

Für alle, die täglich mit dem Stadtbus „MAX“ unterwegs sind, heißt das: Der wichtigste Umsteigepunkt rückt näher an die Züge. Wer aus Helmsheim, Obergrombach oder Untergrombach mit den Stadtteilringlinien kommt, steht künftig direkt am Bahnhof und hat kurze Wege zu den Stadtbahnen und Regionalzügen.

Das bewährte Rendezvous-Prinzip bleibt erhalten: Zu fest abgestimmten Zeiten treffen die Stadtbuslinien 180 bis 186 am ZOB ein und fahren kurz darauf wieder ab. Wer umsteigt, soll weiterhin mit möglichst wenig Wartezeit von einer Linie in die andere kommen – nur eben mit Blick auf Gleise, ZOB-Dach und digitale Anzeiger statt auf die Hausfassaden der Bahnhofstraße.

 

Das ändert sich konkret bei den einzelnen Linien

 

Auch wer mit den Regionalbussen in die Bruchsaler Innenstadt fährt, spürt den Neustart:

Die Linien 125, 125X und 125s aus Spöck, Karlsdorf, Forst, Hambrücken, Waghäusel und Kirrlach, ebenso die Linien 131 und 132 über Ubstadt, Weiher, Stettfeld, Langenbrücken, Mingolsheim und Östringen bedienen künftig zusätzlich den „Bruchsal Europaplatz“ – den früheren Rendezvous-Platz. Im Gegenzug entfällt die Haltestelle „Bruchsal Schlossstraße“ auf diesen Linien.

Wer also aus dem Umland kommt, hat die Wahl:

direkt am Bahnhof am neuen ZOB aussteigen oder eine Station weiter durchfahren bis „Europaplatz“ in Richtung Innenstadt. Nur auf der Regionalbuslinie 189 entfällt die „Schlossstraße“ ersatzlos – hier verteilt sich der Zustieg künftig auf die umliegenden Haltestellen.

An der Zahl der Stadt-Linien ändert sich nichts:

Es bleiben die sechs „max“-Linien 180, 181, 182, 183 sowie die beiden Stadtteilringlinien 185 und 186. Aber deren Wege durch die Stadt werden teilweise neu sortiert.

Wer ganz genau wissen möchte, was sich auf „seiner“ Linie ändert, findet hier die wichtigsten Punkte im Überblick. 


– Start/Ziel immer „Bruchsal Bahnhof/ZOB“
– Fährt künftig über „Justus-Knecht-Gymnasium“ und „Saalbachcenter“
– Die Haltestellen „Bahnstadt“ und „Stadtwerke“ entfallen auf dieser Linie
– Haltestelle „Südstadt“ ist verlegt, der Bus wendet jetzt am Kreisel Dittmannswiesen


– Neues Linienkonzept als Rundkurs statt Hin- und Rückweg
– Haltestellen „Hildastraße“ und „Steinackerstraße“ entfallen
– Haltestelle „Weiherberg“ wandert in den Näherweg
– Neu im Fahrweg: „Eichelbergweg“ und „Saalbachcenter“


– Eigene Linie im 30-Minuten-Takt statt Gegenlauf mit 183
– Bedient das Gebiet Augsteiner nur noch in eine Richtung (Einbahn-Ring)
– Einige Innenstadt-Haltestellen (u. a. „Schönbornstraße“, „Damianstor“) entfallen für die Stadtbusse, bleiben aber über Regionalbusse erreichbar
– Verlegte Haltestellen „Lortzingstraße“ und „Augsteiner“ für bessere Befahrbarkeit


– Ebenfalls im 30-Minuten-Takt, Start/Ziel ZOB
– Übernimmt die Haltestellen „Bahnstadt“ und „Stadtwerke“ von der 180
– Neue Haltestellen: „Alter Güterbahnhof“ und „Weidenbusch“
– Die Relation „Am Mantel“ / „Wendelrot“ entfällt für den Stadtbus, bleibt über Regionalbuslinie 125 angebunden


– Rendezvous künftig ausschließlich am ZOB Bruchsal
– Haltestellen „Bahnhof/Hildastraße“ und „Salinenstraße“ entfallen
– Linie 185 fährt durch die Prinz-Wilhelm-Straße und bedient neu das „Saalbachcenter“
– Linie 186 hält weiterhin am „Justus-Knecht-Gymnasium“
– In Heidelsheim, Helmsheim, Obergrombach, Untergrombach und Büchenau bleiben die Linienwege weitgehend unverändert


– Bedienen zusätzlich die Haltestelle „Bruchsal Europaplatz“ (ehemals „Rendezvous“) in beiden Richtungen
– Haltestelle „Bruchsal Schlossstraße“ entfällt
– Eine morgendliche Fahrt wird am Bahnhof Bruchsal/ZOB zeitlich verschoben und nach Waghäusel durchgebunden, sodass in Richtung Altlußheim kein Umstieg mehr nötig ist


– Zusätzlicher Halt „Bruchsal Europaplatz“ in beiden Richtungen
– „Bruchsal Schlossstraße“ entfällt
– Eine Taktlücke am Nachmittag wird geschlossen: die Fahrt 14:49 Uhr ab Mingolsheim Bahnhof fährt nun bis Bruchsal Bahnhof weiter


– Fährt ebenfalls neu über „Bruchsal Europaplatz“ (ehemals Rendezvous)
– „Bruchsal Schlossstraße“ entfällt
– Einzelne, schwach nachgefragte Mittagsfahrten fallen weg
– Kleinere Zeitverschiebungen am Abend verbessern den Anschluss an Züge in Mingolsheim


– Durch die Neuordnung im Stadtverkehr verschieben sich Abfahrtszeiten im Minutenbereich
– Die neue Lage der Haltestellen am ZOB sorgt für kürzere Umstiegswege zwischen Stadtbus, Regionalbus und Bahn


– Die Haltestelle „Bruchsal Schlossstraße“ entfällt ersatzlos
– An- und Abfahrtszeiten verschieben sich teilweise im Minutenbereich
– Wichtig: Für Fahrten in die Innenstadt bieten sich künftig vor allem ZOB, Europaplatz und die bestehenden Stadtbahnhaltestellen an


Noch etwas schwierig zu entziffern, der neue Linienplan. Hoffentlich wird das noch besser (Plan: Modus Consult)

Bitte klicken für Vergrößerung! (Plan: Modus Consult)

 

 

Gut vorbereitet zum Bus: Tipps für den ersten Tag

Wer seine Stammstrecke kennt, muss sich meist nur an den neuen Treffpunkt gewöhnen: Statt zum Rendezvous in der Bahnhofstraße geht es ab 14. Dezember zum Bussteig am ZOB. Ein Blick in die KVV-Fahrplanauskunft oder auf die Stadtbus-Seite der Stadtwerke Bruchsal lohnt sich trotzdem – einige Linien fahren nun leicht früher oder später, und für manche Ziele ist ein anderer Umstieg als bisher komfortabler.

Gerade in den ersten Tagen hilft es, ein paar Minuten mehr einzuplanen. Die Wege am ZOB sind kurz, aber neu – und wer entspannt ankommt, findet die eigene Linie schneller als jemand, der in letzter Sekunde über den Platz sprintet.

 

Was hinter dem neuen ZOB steckt: Bauzeit und Kosten

Der neue ZOB ist Teil eines größeren Umbaus des gesamten Bahnhofsareals. Herzstück ist ein moderner Umsteigeknoten, an dem Stadt- und Regionalbusse, Bahn, Fahrrad, E-Carsharing und Mieträder zusammengeführt werden. Die Projektkosten für die Neugestaltung des Areals liegen bei rund 13,25 Millionen Euro, finanziert unter anderem über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) und ein Bundesprogramm für Radverkehr. Für den eigentlichen Busbahnhof gibt die Planungsfirma Mailänder Consult Baukosten von etwa 8,1 Millionen Euro an.

Der symbolische Baggerbiss erfolgte im November 2024, seither wandelte sich die Fläche zwischen Bahnhof und Saalbachcenter in mehreren Bauabschnitten zur Baustelle: Brückenerneuerungen über den Saalbach, eine neue barrierefreie Querung zur Prinz-Wilhelm-Brücke, provisorische Verkehrsführungen und die zeitweise Sperrung der Prinz-Wilhelm-Straße gehörten dazu – viele Autofahrende und Anwohnerinnen kennen die Umleitungen der vergangenen Monate nur zu gut.

Nach etwa einem Jahr Bauzeit öffnet der neue ZOB nun zum Fahrplanwechsel – rechtzeitig, bevor am Montagmorgen die Berufspendlerinnen und Schüler wieder voll einsteigen.

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