Bruchsal | Wieder müssen zahlreiche Bäume in Bruchsal und den Stadtteilen gefällt werden. Nach Angaben der Stadt sind 60 Bäume so stark geschädigt, dass ihre Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist.
Eine große Linde am Stadtgarten, eine Pappel am Eisweiher und mehrere Bäume auf den Friedhöfen in Bruchsal und Heidelsheim gehören zu den größeren Exemplaren, die in den kommenden Wochen gefällt werden sollen. Die Arbeiten sind für Oktober und November vorgesehen. Als Grund nennt die Stadt Bruchsal die Verkehrssicherheit. Negative Umwelteinflüsse und Schadorganismen hätten die Bäume so stark geschwächt, dass ihre Standsicherheit nicht mehr gegeben sei.
Die erneuten Fällungen sind kein Einzelfall. Schon im Herbst 2025 musste die Stadt nach eigenen Angaben 88 geschädigte Bäume entfernen lassen. Damals gehörten unter anderem eine Kastanie in der Zollhallenstraße und ein Ahorn in der Styrumstraße zu den betroffenen Exemplaren. Auch auf den Friedhöfen in Bruchsal und Heidelsheim standen Fällungen an.
Für dieses Jahr fällt die angekündigte Zahl mit 60 Bäumen geringer aus. Ob sich daraus eine Verbesserung des allgemeinen Baumzustands ableiten lässt, ist allerdings offen.
Neue Bäume sollen die alten ersetzen
Die Stadt kündigt an, die entfernten Bäume durch Neupflanzungen zu ersetzen. Dabei sollen überwiegend besonders klimaresistente Arten zum Einsatz kommen, die mit schwierigen Umweltbedingungen besser zurechtkommen.
Allerdings können junge Bäume die Funktionen ausgewachsener Exemplare nicht sofort übernehmen. Gerade größere Stadtbäume spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung und bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Bis neu gepflanzte Bäume eine vergleichbare Wirkung entfalten, können viele Jahre vergehen. Wie wichtig intaktes Stadtgrün ist, zeigen die immer heißer werdenen Temperaturen in den vergangenen Hochsommern.










