Filmbericht | Seit längerem liegt die Michaelskapelle abends im Dunkeln. Warum ist das so –und vor allem: bleibt das so?
14.1.2022 |Die Untergrombacher sind stolz auf ihre Heimat: Der Michaelsberg mit seiner langen kulturellen Geschichte, die kleine Kapelle, von Hänsel Frosch im 15. Jahrhundert erbaut. Sie ist ein Anziehungspunkt für viele, auch für Menschen, die von außerhalb kommen. Doch seit einiger Zeit strahlt abends kein Licht mehr über das Grombachtal. Unser Zuschauer Carsten Holler hat deshalb ein Gedicht verfasst, in dem er sich den Frust von der Seele reimte.
„Man nimmt uns hier ein Stück unserer Heimat“, schreibt er uns, „die Michaelskapelle auf dem Berg gehört einfach zu Untergrombach, wie der Eiffelturm nach Paris oder das Brandenburger Tor nach Berlin. Und daher denke ich, dass trotz den ganzen Einschränkungen es den Menschen hier sehr viel besser gehen würde, wenn man Ihnen ein Stück ihrer Heimat zurückgibt.“
Als Grund sei im Sommer der Artenschutz angegeben worden. „Das ließen sich die Grombacher nur mit Tränen in den Augen gefallen. Aber nun ist Winterzeit und noch immer liegt die kleine Kapelle im Dunkeln. Die doch so viel uns schon gegeben hat. Ein Blick vom Tal nach dort oben, ist einfach unbeschreiblich. Wenn man bedenkt, dass hier schon die Kelten gesiedelt haben …“
Wir haben bei der Stadtverwaltung Bruchsal nachgefragt und erfahren, dass um die Kapelle künftig wieder hell sein wird – allerdings mit einem artengerechten und energiefreundlichen Beleuchtungssystem.











