PHILIPPSBURG, 29. Oktober 2026 | Nach einem Schockanruf bei einer 87-jährigen Frau aus Philippsburg sitzt ein 34-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Er soll Goldmünzen im Wert von rund 10.000 Euro abgeholt haben.
Am 5. Oktober 2026 soll sich ein bislang unbekannter Täter am Telefon als Arzt ausgegeben und der Seniorin Medikamente für einen schwer erkrankten Angehörigen gegen Vorkasse angeboten haben. Im Glauben, ihrem Angehörigen zu helfen und das Geld später von der Krankenkasse zurückzubekommen, übergab die Frau Goldmünzen an ihrer Wohnanschrift. Bei den Ermittlungen geriet ein 34-jähriger polnischer Staatsangehöriger in Verdacht, die Goldmünzen als Abholer entgegengenommen zu haben.
Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Oberfranken nahmen den Mann am Montagmorgen auf einem Rastplatz in Bayern fest. Am Dienstag ordnete ein Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs Untersuchungshaft an. Eine ebenfalls festgenommene 22-jährige Begleiterin wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen.
Die Ermittlungen dauern an. Dabei wird auch geprüft, ob der 34-Jährige für weitere ähnliche Betrugsfälle verantwortlich sein könnte.
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