WAGHÄUSEL, 10.08.2026 | Laut Chaostheorie kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien irgendwann einen Tornado in Texas auslösen. Auf der L555 bei Waghäusel ging es am Sonntagabend deutlich schneller: Ein Insekt im Auto, ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit, zwei Autos frontal ineinander, drei Leichtverletzte und rund 25.000 Euro Schaden.
Bei der Chaostheorie war es der Schmetterling. Die Identität des sechsbeinigen Verursachers von Waghäusel bleibt uns verborgen. Die Polizei Karlsruhe spricht in ihrer Mitteilung bemerkenswert diskret nur von einem „Insekt“. Ob Fliege, Wespe, Käfer, Motte oder ein anderer sechsbeiniger Überraschungsgast: unbekannt. Sicher ist nur, dass sein kurzer Auftritt im Fahrzeuginneren ziemlich handfeste Folgen hatte.
Ein kurzer Moment reicht aus
Gegen 20.30 Uhr war ein 27-Jähriger mit einem Skoda auf der L555 von Kirrlach kommend in Richtung Süden unterwegs. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Polizei Karlsruhe war der Fahrer wegen des Tieres im Fahrzeuginneren offenbar für einen kurzen Moment unaufmerksam. Der Skoda geriet in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Opel.
Damit endet der kuriose Teil der Geschichte. Der Zusammenstoß war heftig. Der Opel wurde durch die Wucht der Kollision mehrere Meter entgegen seiner ursprünglichen Fahrtrichtung zurückgeschleudert und prallte schließlich gegen die Leitplanke.
Drei Menschen kommen ins Krankenhaus
Rettungskräfte brachten beide Fahrer und den Beifahrer aus dem Skoda ins Krankenhaus. Alle drei kamen nach Angaben der Polizei mit leichten Verletzungen davon.
Der Sachschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Für Unfallaufnahme und Reinigungsarbeiten war die L555 etwa zwei Stunden komplett gesperrt.








