Hitzewelle und Gestank. Wie oft soll Karlsdorf noch die Luft anhalten?

KARLSDORF-NEUTHARD | Wieder klagen Anwohner über massiven Gestank aus Richtung des Bruchsaler Industriegebiets. Wieder ist von Filterproblemen die Rede. Wieder sollen die Bürger Verständnis haben.

 

(muc) Seit acht Tagen warnt der DWD vor der übergroßen Hitze und seinen Folgen für die Gesundheit. Niemand hat wohl den Betreiber der Müllentsorgungsanlage in der Bruchsaler Lußhardtstraße vor dieser Wetterlage gewarnt, denn es stinkt erneut zum Himmel. In Karlsdorf gehen die Fenster zu und in den sozialen Netzwerken gehen die Beschwerden los. Mit Recht!

Worum geht es hier?
BruchsalKarlsdorf-NeuthardAnwohnerbeschwerdenSommerhitzeMüllentsorgungsanlageGeruchsbelastungUmweltbelastung
Filterprobleme

Aber die Geruchsproblematik ist kein überraschender Zwischenfall und schon gar kein neues Phänomen. Sie beschäftigt die Menschen in Teilen Karlsdorfs seit Jahren. Von den Bewohnern im „Einzugsgebiet Recyclinganlage“ hört man verzweifelte Sätze: „Man kann nicht lüften“, „Der Gestank zieht in die Wohnungen“, „Es ist nicht auszuhalten.“

Genauso vorhersehbar sind die Erklärungen aus den Rathäusern in Bruchsal und Karlsdorf-Neuthard. Im besten Amtsdeutsch spricht man in der aktuellen Pressemeldung von „Geruchswahrnehmung“. Man nehme die Sache ernst, man sei in Kontakt mit dem Betreiber, Maßnahmen laufen bereits, ein Filter würde in der 20. Kalenderwoche gewechselt werden (Anm. d. Red. Wir haben bereits die 25. KW). Und natürlich bittet man die Bevölkerung um Verständnis und Geduld.

Wenn die Ursache tatsächlich nur ein Filter wäre, stellt sich die Frage: Warum wurde er nicht längst vorsorglich gewechselt?

Die betroffenen Bürger erwarten keine Wunder, aber ein wiederholtes Bitten um Verständnis seitens der Verwaltungen hinterlässt einfach das Gefühl, dass hier auf Zeit gespielt wird und dass ein seit Jahren bekanntes Problem nicht mit der nötigen Konsequenz angegangen wird. Es wird schon wieder kühler werden und damit wird auch der Gestank weniger. Es ist nun mal so: Hohe Temperaturen beschleunigen die Gärprozesse erheblich, gleichzeitig werden Geruchsstoffe stärker freigesetzt und weiter getragen. Der Sommergestank ist ein bekanntes Problem vieler Abfallanlagen. Die Bürger erwarten von ihren gewählten Vertretern mehr als den Hinweis, man möge bitte noch etwas Geduld haben.

Wer sich nachts den Gestank einer Müllanlage ins Schlafzimmer ziehen lassen muss, braucht keine Durchhalteparolen. Er braucht das Gefühl, dass jemand das Problem endlich ernst nimmt.

Genau dieses Gefühl scheint vielen Menschen inzwischen zu fehlen. Nicht der Gestank allein sorgt für Frust. Es ist der Eindruck, dass ein wiederkehrendes Problem jedes Mal aufs Neue erklärt, verwaltet und beschwichtigt wird – statt es endlich dauerhaft zu lösen. Oder den Menschen die Wahrheit zu sagen, dass sie eben damit leben müssen.

 

  1. Wer einmal richtigen Gestank erleben möchte , sollte nach Hambrücken kommen . Genau gesagt in die Weihererstraße 37 zur Firma Vivelle . Hier wird ohne Filter produziert und es stinkt nach heißem Plastik das einem übel wird . Auch Wohninnenräume sind betroffen . Lüften oder im Garten sitzen oft unmöglich . Alle Beschwerden laufen seit Jahren ins Leere .

  2. Guten Tag zusammen,
    das Problem ist doch auch, dass der Abfall verpresst und außen gelagert wird, da hilft auch kein Filter. Die Anlage muss von dort einfach verschwinden, es ist komplett unverständlich, dass man solch eine Anlage überhaupt an diesem Standort errichtet hat, so eine Anlage gehört weit außerhalb von Ortschaften aufgebaut.

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  1. Wer einmal richtigen Gestank erleben möchte , sollte nach Hambrücken kommen . Genau gesagt in die Weihererstraße 37 zur Firma Vivelle . Hier wird ohne Filter produziert und es stinkt nach heißem Plastik das einem übel wird . Auch Wohninnenräume sind betroffen . Lüften oder im Garten sitzen oft unmöglich . Alle Beschwerden laufen seit Jahren ins Leere .

  2. Guten Tag zusammen,
    das Problem ist doch auch, dass der Abfall verpresst und außen gelagert wird, da hilft auch kein Filter. Die Anlage muss von dort einfach verschwinden, es ist komplett unverständlich, dass man solch eine Anlage überhaupt an diesem Standort errichtet hat, so eine Anlage gehört weit außerhalb von Ortschaften aufgebaut.

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