Bruchsal | Der Bauzaun steht, Teile des Dachs und der Außenwände sind bereits verschwunden. Das alte Haus an der Heidelberger Straße muss jetzt für ein Projekt weichen, worauf Bruchsal schon seit Jahren wartet: Ein gut erreichbares Ärztehaus und Gesundheitszentrum.
Es gehörte zu den bekanntesten Häusern in Bruchsal, direkt an B3 an der Ampelanlage Richtung Forst gelegen, unübersehbar mit seiner gelben Bauchbinde und dem Laden, bei dem man einmal KFZ-Schilder kaufen konnte. In den nächsten Tagen wird es verschwunden sein und das ist gut so.
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Denn Markus Vierling, Geschäftsführer und Gesellschafter der Südbau aus Bretten, plant an dieser Stelle ein modernes Gesundheitszentrum. Nach seinen Plänen werden dort nicht nur Arztpraxen entstehen. Vorgesehen sind auch Wohnungen sowie ergänzende Angebote wie Apotheke, Bäckerei und weitere Geschäfte. Das Gebäude soll damit medizinische Versorgung, Wohnen und Dienstleistungen an einem Standort verbinden.
Die unmittelbare Nähe zur Fürst-Stirum-Klinik ist dabei ein wesentlicher Teil des Konzepts. Vierling beschäftigt sich mit seiner Südbau seit rund 15 Jahren mit Gesundheitsimmobilien. Ein vergleichbares Projekt mit rund 4.200 Quadratmetern Fläche entsteht derzeit an der Rechbergklinik in Bretten.
Nach dem bisherigen Zeitplan soll das neue Ärztehaus beziehungsweise Gesundheitszentrum bis Ende 2027 entstehen. Mit dem jetzt begonnenen Abriss ist zumindest vor Ort der erste Schritt nicht mehr nur auf Plänen zu sehen.
Alle Grafiken © Südbau, Brette













Liest sich alles wie immer alles erstmal gut. Mich würde interessieren, was von dem großen Begriff Gesundheitszentrum am Ende tatsächlich übrig bleibt. Entstehen dort wirklich zusätzliche medizinische Angebote für Bruchsal oder ziehen am Ende nur bestehende Praxen in einen attraktiveren Neubau um? Dann hätten wir zwar ein neues Ärztehaus, aber keinen einzigen Arzt mehr als vorher. Und nachhaltig wäre ein Abriss mit anschließendem Neubau auch erst mal zu erklären.