SERIE: Woher kommt der Strom? | Das Fuel Switch Projekt der EnBW

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Das Heizkraftwerk Stuttgart-Münster ist im EnBW-Kraftwerkspark eine Besonderheit: Der Schwerpunkt der Anlage liegt auf der Verwertung von Abfällen.

12.09.2024 | Zur optimalen Brennstoffausnutzung werden dabei gleichzeitig Fernwärme und Strom nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugt. Das bestehende Heizkraftwerk besteht aus einem Steinkohlekraftwerk mit drei Kohlekesseln, einer Abfallverbrennungsanlage mit drei Müllkesseln, drei Dampfturbinen und einer heizölbetriebenen Turbinenanlage. Mit dieser Kombination stellt das Heizkraftwerk die Grund- und Spitzenlastversorgung sicher.

Der Kraftwerksstandort spielt als Müllheizkraftwerk eine wichtige Rolle bei der zuverlässigen, umweltverträglichen und wirtschaftlichen Restmüllentsorgung in Baden-Württemberg. Außerdem bildet er gemeinsam mit den Heizkraftwerken Stuttgart-Gaisburg und Altbach/Deizisau den Fernwärme-Verbund Mittlerer Neckar, der über 28.500 Wohnungen, 1.400 Firmen und 380 öffentliche Einrichtungen in Stuttgart und der Region mit Wärme versorgt.

Wie alle Kohlekraftwerke in Deutschland, sollen auch die Blöcke in Stuttgart-Münster mittelfristig abgeschaltet werden. Laut dem Kohleausstiegsgesetz von 2020 soll das generell in Deutschland bis spätestens 2038 umgesetzt sein. Daher soll eine neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK-Anlage) mit maximal erdgasbefeuerten Turbinen zukünftig die Kohlekessel ersetzen. Über die neue Anlage bleiben damit die Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung erhalten – z.B. eine weitaus höhere Brennstoffausnutzung im Vergleich zu anderen Kraftwerkstypen.

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