BRUCHSAL, 28. Oktober 2026 | Wo gehen Sie in Bruchsal gerne zu Fuß? Welche Wege meiden Sie, weil sie dunkel oder unübersichtlich sind? Wo fehlen sichere Straßenübergänge, Sitzgelegenheiten oder ausreichend breite Gehwege? Die Stadt Bruchsal möchte wissen, was ihre Bürger im Alltag erleben. Vom 2. bis 23. November 2026 können sie ihre Erfahrungen auf einer digitalen Stadtkarte eintragen.
Dabei geht es um weit mehr als kaputte Gehwege. Auch schlecht beleuchtete Bereiche, unangenehme Unterführungen und sogenannte Angsträume sind von Interesse. Ebenso gefragt sind positive Beispiele: Wo fühlt man sich sicher, welche Wege und Plätze sind besonders angenehm?
Die Online-Beteiligung ist Teil der Fußverkehrs-Checks 2026 des Landes Baden-Württemberg. Das Land finanziert die Untersuchung, an der neben Bruchsal weitere Kommunen teilnehmen. Die digitale Karte bezieht sich zunächst ausschließlich auf die Bruchsaler Kernstadt.
Jetzt sind Sie als Bruchsaler gefragt!
Schade: Was andere Bruchsaler denken, bleibt unsichtbar
Wer einen Hinweis einträgt, kann zwar seine eigenen Markierungen sehen, nicht aber die Meldungen anderer Bürger. Auch ein Kommentieren oder Unterstützen fremder Vorschläge ist nicht vorgesehen.
Damit bleibt zunächst verborgen, welche Stellen besonders häufig beanstandet werden, was die Bruchsaler gut finden und welche Verbesserungsvorschläge auf breite Zustimmung stoßen. Eine öffentliche Diskussion auf der Karte entsteht so nicht.
Was passiert mit den Hinweisen?
Die Stadt plant laut Pressemitteilung einen öffentlichen Auftaktworkshop sowie zwei gemeinsame Begehungen mit Bürgern, Verwaltung, Politik und Fachleuten. Dabei sollen auch mögliche Verbesserungen direkt vor Ort besprochen werden.

In einem Abschlussworkshop sollen die Ergebnisse zusammengetragen und Maßnahmenvorschläge diskutiert werden. Das begleitende Fachbüro erstellt anschließend einen Bericht mit einer Bewertung der Stärken und Schwächen sowie einem Maßnahmenplan, der dem Gemeinderat vorgestellt werden soll.
Wann erfahren die Bruchsaler die Ergebnisse?
Nach dem Zeitplan des Landes sollen die Fußverkehrs-Checks bis einschließlich Frühjahr 2027 abgeschlossen sein. Bis dahin ist auch die fachliche Nachbereitung vorgesehen. Einen konkreten Termin für die Veröffentlichung der Bruchsaler Ergebnisse hat die Stadt noch nicht genannt.
Und was wird tatsächlich umgesetzt?
Die Stadt Bruchsal möchte die gesammelten Hinweise auch über den Fußverkehrs-Check hinaus für ihre Verkehrsplanung der kommenden Jahre verwenden. Sie könnten beispielsweise in ein späteres Fußverkehrskonzept einfließen. Das gilt ausdrücklich auch für Meldungen außerhalb der Strecken, die bei den Begehungen genauer untersucht werden.
Quellen: Stadt Bruchsal, Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Fußverkehrs-Checks 2026 und Teilnahmebedingungen für Städte und Gemeinden.









