Wir entschuldigen uns jetzt schon für die ungewöhnliche Länge dieses Artikels, den wohl nur Lesewillige von A bis Z lesen werden. Deshalb der besondere Hinweis auf die Bildergalerie etwa in der Mitte dieses Artikels.
Prolog Irgendwann kurz vor Mitternacht
Wir sind Anfang der 1960er Jahre in Untergrombach, irgendwann kurz vor Mitternacht. Die Kapelle Griesinger spielt Gerhard Wendlands „Tanze mit mir in den Morgen“, Paare drehen sich eng umschlungen im Takt des Tangos. Andere gut gekleidete Gäste beobachten die Szene. Die Luft ist gefüllt mit Zigarettenrauch und jeder Menge guter Laune.
Da bewegt sich auf einmal das große Dach über der Tanzfläch leise knarzend zur Seite. Nach und nach wird der Sternenhimmel sichtbar. Die Sterne flimmern in der Luft, die zur Öffnung hinaus strömt.
Die Oase Der Sehnsuchtsort nach endloser Zeit

Den Oase-Gästen muss es damals wie den Wüstenbewohnern nach einem endlosen Ritt gegangen sein. Nach langer Zeit voller Not und Entbehrung war auch diese Oase ein Sehnsuchtsort. Einer der genau das versprach, was in den langen Jahren zuvor gefehlt hatte: Optimismus und Lebensfreude.
Auch in der Untergrombacher Oase gab es Palmen, Wasser, einen Esel und sogar einen Papagei. Es gab Lampions, maurische Muster und Bratkartoffeln vom offenen Feuer, es gab gute Laune, Lachen, Musik und Tanz – aber vor allem gab es dieses einzigartige, magische Dach.
1920Erst kam die Krone – und dann Karl
Die Geschichte der Oase beginnt eigentlich lange vor der Oase. Karl Arnold wurde 1919 als jüngstes von mehreren Geschwistern in Untergrombach geboren.

Sein Vater Severin Arnold war Gastwirt und bewirtschaftete bereits um 1920 die Gastwirtschaft „Zur Krone“. Zur Krone gehörte ein Saal mit einer Bühne, auf der ab April 1932 von Severin Arnold auch Kinofilme gezeigt wurden. Lange ging das allerdings nicht gut: 1934 untersagten ihm die Behörden weitere Vorstellungen, weil er nicht Mitglied der Reichsfilmkammer war.

Den jungen Karl zog es zunächst zur Bühne. 1937, im Alter von 18 Jahren, besuchte er die Theaterakademie in Karlsruhe und erhielt ein erstes Engagement als jugendlicher Komiker. Der Zweite Weltkrieg unterbrach diese Laufbahn. Von 1940 bis 1945 war Arnold im Krieg, nach Familienerinnerungen zeitweise auch im Fronttheater. Seine Töchter Carmen und Viola erzählen, dass ihm sein Talent als Schauspieler und vor allem als Komiker aus mancher schwierigen Situation gerettet habe.
Nach Krieg und Gefangenschaft versuchte er noch einmal, von der Schauspielerei zu leben. Er spielte, wirkte bei Hörspielen mit und arbeitete als Sprecher beim Bauernfunk. Doch inzwischen war Ruth aus Langenbrücken in sein Leben getreten. Kunst war schön, aber nicht auskömmlich. Eine Familie wollte ernährt werden.
1951Ein paar Mauern, wenig Geld – und ziemlich viele Ideen
Was Anfang der fünfziger Jahre mit einer kleinen Eisdiele inmitten der Reste eines kriegszerstörten Hauses begann, wurde in der Wirtschaftswunderzeit zum bekanntesten Tanzlokal der Region. Der Erfinder dieses Ortes war Karl Arnold, Untergrombacher und eigentlich „nur“ gelernter Schauspieler. Aber ein kreativer Tausendsassa, der sich und seinen Gästen eine Bühne baute, auf der viele Hauptrollen gespielt wurden.

Das Anwesen der Familie war vom Krieg schwer getroffen. Dach und Teile der Gebäude waren bei einem Bombenangriff zerstört worden. Geblieben waren Mauern, Keller und viel Arbeit.
Material war knapp. Geld ebenfalls. Im April 1951 eröffneten Karl und seine Verlobte Ruth auf dem elterlichen Grundstück zunächst eine Eisdiele. Karls älterer Bruder Paul stellte Eismaschinen her – das passte. Neben der Eisdiele entstand innerhalb der noch vorhandenen Mauern ein Gartenlokal. Kein Dach, keine große Architektur, dafür Gartentische und -stühle unter freiem Himmel und eine Atmosphäre, die ankam. Schon damals gab es erste Tanzveranstaltungen mit der „Kapelle Baum“.
Um auch im Winter Einkünfte zu haben, wurde im alten Keller bald ein uriges Kellerlokal eingerichtet. Bürgerliches Essen, ein Dach über dem Kopf und beheizbar. Damit war die Grundform dessen entstanden, was einmal die Oase werden sollte. Dass wenige Jahre später so viele Menschen aus nah und fern kommen würden, konnte damals niemand wissen. Noch weniger, dass die Karlsruher Prominenz – Politiker, Unternehmer, Künstler nebst Begleitung – hier ihre extravaganten Bälle feiern würden.
1955Aus Trümmern wächst eine Oase

Die fünfziger Jahre veränderten Deutschland. Nach Krieg, Mangel und Entbehrungen sorgten wirtschaftlicher Aufschwung und steigende Einkommen dafür, dass sich viele Menschen erstmals wieder etwas leisten konnten – und vor allem wieder ausgehen, reisen, tanzen und feiern wollten: „Wenn bei Capri …“, „Ganz Paris träumt von der Liebe“. Genau in diese Zeit traf Karl Arnolds Idee. Aus den baulichen Trümmern sollte etwas entstehen, das mit den grauen Alltagen möglichst wenig zu tun haben sollte. Exotisch sollte es sein, ein bisschen südlich, ein bisschen orientalisch und möglichst weit weg vom Gewöhnlichen. Schon 1952 spielte die Kapelle Baum in der Oase, zunächst noch unter freiem Himmel. Warum Arnold den Namen „Oase“ wählte, kann heute niemand mehr sagen. Treffender hätte er allerdings kaum sein können.
Beim ersten Um- und Ausbau halfen nicht nur sein eigenes Geschick und seine Familie, sondern es zahlte sich auch seine langjährige Verbundenheit mit dem Badischen Staatstheater aus. Er kannte die Schauspieler und vor allem noch Kulissenbauer und Bühnenbildner. Für einen Mann, der aus einem Untergrombacher Tanzlokal eine ferne Welt machen wollte, waren solche Kontakte Gold wert.
1956Kino, Eis und heimliche Hollywood-Abenteuer
Zur Familiengeschichte gehörte daneben weiterhin das Kino. Seit dem 11. Oktober 1956 gab es das „Oase-Filmtheater“. Damit knüpfte Karl Arnold an die Kinotradition seines Vaters Severin an. Nach Erinnerung der Töchter war das Kino renoviert und mit richtigen Kinosesseln ausgestattet worden. Betrieben wurde es nicht von Karl selbst, sondern verpachtet.
Für seine Kinder hatte ein Kino in unmittelbarer Nähe natürlich gewisse Vorteile. Oder Versuchungen. Carmen und Viola erinnern sich an große Filme ihrer Kindheit und Jugend – an „Ben Hur“, „Zorro“ oder „Sissi“. Ob sie jeden davon tatsächlich schon sehen durften, ist eine andere Frage. Und natürlich gehörte zum Kino das, was für eine ganze Generation fast ebenso wichtig war wie der Hauptfilm: die Verkäuferin mit dem Bauchladen: Eis, Nüsse und Schokolade.
195750 Autos – und plötzlich hat Untergrombach ein Parkplatzproblem
Wie erfolgreich das Lokal inzwischen geworden war, zeigt eine Begebenheit aus dem Jahr 1957. Es gab Beschwerden, denn vor der Oase und in der angrenzenden Straße standen an Wochenenden bis tief in die Nacht oft mehr als 50 Autos – zu einer Zeit, als ein eigenes Auto längst noch keine Selbstverständlichkeit war.
Arnold musste seinen Parkplatz vergrößern und Untergrombach hatte ein Luxusproblem bekommen: Die Oase war zu gut besucht.
Die Obrigkeit tanzt nicht immer mit
In den Akten des Stadtarchivs Bruchsal finden sich bis heute auffallend viele knallrosa Genehmigungen für sogenannte „Tanzbelustigungen“. Karl Arnold beantragte regelmäßig längere Öffnungszeiten. Die Sperrstunde sollte bisweilen bis drei Uhr morgens verlängert werden. Er wollte an mehr als drei Abenden pro Woche Tanz anbieten – und gelegentlich sogar während der Fastenzeit. Da war das Landratsamt wenig begeistert. Untergrombach habe rund 3.900 Einwohner und einen überwiegend ländlichen Charakter. Verhältnisse wie in einer Großstadt oder einem Kurort seien hier nicht angebracht, hieß es in den Ablehnungsschreiben. Besonders bemerkenswert ist aus heutiger Sicht die behördliche Sorge, es könne ein Treffpunkt mit – so der damalige Wortlaut – „sittlich unerwünschten Auswirkungen“ entstehen.
Die Bruchsaler Polizei sah das offenbar etwas gelassener. Sie hielt fest, dass sie mit den „ortsüblichen Gaststätten“ entschieden mehr zu tun habe als mit der Oase. Karl Arnold ließ sich von solchen Auseinandersetzungen nicht aus der Ruhe bringen. Und seine Gäste schon gar nicht.

1961Ein Dach macht Karriere
In den folgenden Jahren wurde immer wieder erweitert. Palmen und üppiges Grün hielten Einzug. Orientalische Gestaltungselemente kamen hinzu. An den Wänden hingen nach Erinnerung seiner Töchter Carmen und Viola sogar riesige Stierkampfplakate, die er sich von Freunden aus Spanien hatte mitbringen lassen. Um 1960/61, so erinnern sich die Töchter, erhielt das Lokal schließlich weitgehend jene Form, die viele spätere Besucher im Gedächtnis behielten. Vorhandene Mauern wurden genutzt, neue eingezogen. Statt eines großen nüchternen Saals entstanden kleinere Nischen für Paare und unterschiedlich große Gesellschaften.

Und endlich bekam die Oase ihr Dach.
Über den seitlichen Bereichen wurden feste Dachflächen eingebaut. Über der großen Tanzfläche in der Mitte baute Arnold eine riesige Schienen-Konstruktion, auf der das darauf liegende transparente Dach zur Seite geschoben werden konnte. Mitten über der Tanzfläche öffnete sich plötzlich: Der Sternenhimmel. Kein Gebälk, keine Decke, das alte Gartenlokal-Feeling war wieder da.
Heute im allgegenwärtigem Kunstlicht lässt sich die damalige Wirkung kaum noch nachvollziehen. Wer damals nach oben blickte – und das taten alle! – sah tatsächlich einen funkelnden Sternenhimmel und den Bogen der Milchstraße. Aber auch, wenn es draußen schon kühler war, wurde das Dach zur Lüftung geöffnet, denn das war durchaus nötig. Rauchen gehörte zum gesellschaftlichen Leben und wenn im vollen Tanzlokal die Zigaretten aufglimmten, entstand schnell eine Atmosphäre, die zwar gemütlich, aber auf Dauer nach frischer Luft verlangte. Über heutige Brandschutz- und Sicherheitsvorschriften hätte man damals vermutlich besser nicht zu lange nachgedacht.
Kirschenkerne in Decolletés
Die beiden Töchter Carmen und Viola erinnern sich noch mit einer ganz besonderen Anekdote auf das Geschehen: Weil die Wohnung der Arnolds direkt neben der Oase lag, konnten sie als Kinder aus ihrem Zimmerfenster aufs Dach klettern. Dort legten sie sich bäuchlings an die Kante und blickten hinunter auf die Tanzfläche. Ein Kirschbaum ganz in der Nähe sorgte gelegentlich für zusätzlichen Zeitvertreib: Von dort holten sie sich Kirschen – und ließen die eine oder andere davon gezielt im Dekolleté einer Dame auf der Tanzfläche landen.
1960erDie Wasserbecken – und eine Kapelle mit Schadenfreude
Zu einer echten Oase gehört natürlich auch Wasser. Also bekam auch Arnolds Oase welches. Neben der großen Tanzfläche lagen zwei Wasserbassins, über die eine kleine Brücke führte. Zeitzeugen erinnern sich noch daran, dass mancher übermütige Besucher das Gleichgewicht verlor und vor aller Augen im Wasser landete. Danach unterbrach die Kapelle jedesmal ihr aktuelles Stück – und spielte den Gassenhauer: „Wasser ist zum Waschen da …“ Der unfreiwillig Gebadete soll darüber gewöhnlich weniger begeistert gewesen sein, im Gegensatz zum schadenfreudigen Publikum. Geschichten, die auch nach Jahrzehnten noch mit Tränen in den Augen erzählt werden.
Ohne Kapelle kein Abend
Musik kam in der Oase nicht aus einer Playlist. Und auch nicht vom Plattenteller. Es wurde live gespielt. Als Hauskapelle erinnern sich die Töchter an „Die Griesinger“. Daneben traten immer wieder Musiker und Kapellen aus der Region auf. Schon für 1952 ist die Tanzkapelle Baum belegt; auch bekannte regionale Musiker wie die „Jägermeister“ oder die Kapelle „Schäfer“ aus Heidelberg gehörten zum Programm. Die Oase entwickelte sich als Gesamtkunstwerk zu einem Anziehungspunkt weit über Untergrombach hinaus. Und so musste Arnold immer häufiger seine Anträge zur nächtlichen Verlängerung der „Tanzbelustigung“ beantragen. Dass Karl Arnold gegenüber den Behörden argumentierte, ein erheblicher Teil seiner Gäste komme von außerhalb, half ihm bei seinen Anträgen übrigens nicht unbedingt. Denn die Behörden sahen Arnolds Tanzbelustigungen deutlich nüchterner.
1968Beim Blick ins Gästebuch entdecken wir BARBARA!
Wie beliebt die Oase war, zeigt auch ihr Gästebuch – Seite für Seite, Eintrag für Eintrag. Dazwischen tauchen Namen auf, bei denen man kurz hängen bleibt: ein gewisser Heino oder die Schauspielerin Barbara Valentin, wohl eine der bekanntesten ehemaligen Bruchsalerinnen, und weitere Persönlichkeiten aus Funk und Fernsehen.
Viele Gäste hinterließen ein paar dankbare Zeilen, andere gleich etwas mehr. Besonders schön: Ein offenbar talentierter Karikaturist verewigte Oase-Chef Karl Arnold mit wenigen Strichen – und traf ihn dabei erstaunlich gut.
1960er/1970erDer Deppenball, bei dem alles andere als Deppen kamen
Unter den großen Veranstaltungen gab es jene, bei deren Namen Außenstehende leicht das falsche Publikum vermuten könnten:
den »Deppenball«. Tatsächlich war er nach den Erinnerungen der Familie eines der gesellschaftlichen Ereignisse in der Oase. Als geschlossene Gesellschaft trafen sich dort Persönlichkeiten aus Karlsruhe und Umgebung – Politiker, Unternehmer, Künstler und lokale Prominenz samt Begleitung. Die Einladungen dazu waren begehrt.
Und wenn gefeiert wurde, dann offenbar gründlich. Und da der Deppenball immer zur Faschingszeit stattfand, wurde von den Karlsruher Künstlern jedes Jahr ein neues Motto erdacht: Carmen und Viola erinnern sich an die Zeit in den späten 60ern. „Hair“ war auf den New Yorker Bühnen angekommen, Flower Power prägte Mode und Lebensgefühl. Das Motto wurde 1968 für die Oase übernommen und selbst die gesellschaftliche Prominenz konnte für einen Abend erstaunlich unkonventionell werden: Die nicht unbekannte Tochter eines bekannten Karlsruher Unternehmers feierte das Motto in Jeans und mit nacktem (!) Oberkörper auf der Tanzfläche – wobei Bodypainting in Form eines Sternenbanners für die notwendige optische Bedeckung sorgte. Die Zeiten hatten sich geändert. Weitere Themen waren die „Mondlandung“ (1970), oder der „Der große Gatsby“ (1975).
Bildergalerie
1973ADAC, Wirte und hoher Besuch aus Frankreich
Der Ruf der Oase zog weitere große Veranstaltungen an. Der ADAC-Ball, der Wirteball, Tanzveranstaltungen zum 1. Mai und andere Gesellschaftsabende gehörten zum Kalender. 1973 folgte eine besondere Anerkennung. Der damalige Bruchsaler Oberbürgermeister Dr. Adolf Bieringer empfing eine Delegation aus der französischen Partnerstadt Ste. Ménéhould. Nach Rathausbesuch und Besichtigung des damals noch in Restaurierung befindlichen Bruchsaler Schlosses führte der offizielle Abend nicht irgendwohin. Er führte nach Untergrombach. In die Oase. Aus dem improvisierten Gartenlokal zwischen den Resten eines kriegsbeschädigten Anwesens war ein Haus geworden, in das die Stadt ihren internationalen Besuch ausführte.
1970erPolizisten, die vor der Tür warteten
Wo viele Menschen feiern, gibt es irgendwann auch Ärger mit den Behörden. Eine Episode ist in der Familie besonders hängen geblieben. Nach einem der großen Veranstaltungsabende soll die Polizei außerhalb Untergrombachs auf der Straße Richtung Karlsruhe eine umfangreiche Alkoholkontrolle aufgebaut haben. Das Ergebnis war nach Erinnerung der Töchter beträchtlich: Mehr als 20 Führerscheine sollen in dieser Nacht ihre Besitzer gewechselt haben. Sie erzählt einiges über die Dimension solcher Oase-Abende und über eine Zeit, in der der Umgang mit Alkohol und Autofahren ein deutlich anderer war als heute.
1980erDie Jugend wollte anders Tanzen gehen
Kein Erfolg hält ewig. Vor allem nicht in der Gastronomie. Die Gesellschaft veränderte sich. Der klassische Gesellschaftstanz verlor an Bedeutung. Diskotheken kamen auf. Junge Leute wollten andere Musik, andere Räume und andere Formen des Ausgehens. Und auch Karl Arnold war inzwischen älter geworden. Es lässt sich kaum auf einen einzelnen Moment reduzieren, an dem die Oase ihre große Zeit hinter sich ließ. Wahrscheinlich war es tatsächlich von allem etwas: veränderte Musik, neue Freizeitangebote, eine andere Jugendkultur, mehr Konkurrenz und schließlich auch die Frage, wie lange ein Gastronom ein derart aufwendiges Haus mit immer neuen Ideen antreiben möchte. Karl und Ruth Arnold konzentrierten sich schließlich auf eine andere Form der Gastronomie.
Neben der Oase entstand „Zum alten Severin“ – benannt nach Karls Vater Severin Arnold, der 1954 gestorben war. Von 1984 bis 1988 setzten Karl und Ruth Arnold dort noch einmal ein neues gastronomisches Konzept um.
Die Oase verschwand nicht an einem bestimmten Abend. Ihre Zeit ging langsam zu Ende, weil eine neue Zeit begonnen hatte.
1989Drei Jungs aus Untergrombach stehen vor der Tür

Karl Arnold hatte offenbar einen Blick dafür, wer etwas aus Gastronomie machen konnte. In Untergrombach waren inzwischen drei jüngere Männer aufgefallen, die alte Lokale übernahmen, umbauten und mit eigenen Ideen wieder erfolgreich machten: Adel Schneider, Dieter Zipperle und Peter Wachter. Karl Arnold verkaufte schließlich das gesamte Anwesen mit Oase und weiteren Gebäuden an die drei Untergrombacher.
Damit endete die Geschichte dieses Ortes allerdings keineswegs.
Aus der alten Oase entstand ein neues Kultlokal: der Bundschuh. Aber das ist eine andere Geschichte, die wir in Kürze auf Landfunker veröffentlichen werden:
„Wie der Bundschuh zum zweiten Untergrombacher Kultlokal wurde”
Demnächst hier …
Herzlichen Dank an Tamara Frey, Dieter Zipperle, Carmen und Viola für die vielen Bilder und Unterlagen, die zum Entstehen dieses Artikels beigetragen haben.











