27.05.2026 | Im Stadtstudio erklärte uns Wespen- und Hornissenfachberater Harald Wiedemann, warum die invasive Art so schwer aufzuhalten ist, weshalb ihre Nester immer häufiger entdeckt werden und warum gerade jetzt Aufklärung besonders wichtig wird.
Was einst als einzelnes eingeschlepptes Tier begann, hat sich inzwischen zu einem europaweiten Problem entwickelt. Laut Wiedemann wurde die Asiatische Hornisse vermutlich über Warenimporte nach Europa gebracht und breitet sich seitdem immer weiter aus – auch in unserer Region. Erste Sichtungen gab es bereits vor Jahren im Raum Waghäusel.
Während die heimische Europäische Hornisse geschützt ist und meist friedlich lebt, gilt die Asiatische Hornisse als invasive Art und darf bekämpft werden. Sie bedroht nicht nur Bienen und andere Insekten, sondern zunehmend auch Obst und Weinbau. Gleichzeitig sorgt ihre schnelle Vermehrung für große Herausforderungen: In einem einzigen Nest können mehrere tausend Tiere leben.
Die frühere Bekämpfungspflicht wurde inzwischen aufgehoben. Heute werden Nester zwar weiterhin gemeldet und erfasst, die Entfernung müssen Bürger oder Kommunen aber oft selbst organisieren. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). Dort können Bürger Fotos und Standorte hochladen und erhalten Hilfe bei der Einschätzung, ob es sich tatsächlich um eine Asiatische Hornisse handelt und wie sie vorgehen sollen.
Wie groß das Problem inzwischen wirklich ist, worauf Bürger achten sollten und warum die Asiatische Hornisse heute weit mehr als nur ein „Imkerproblem“ darstellt, sehen Sie im vollständigen Studiotalk im Video.
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