Posaunenchor Unteröwisheim in aktueller Besetzung (Foto: Maximilian Ockert)

Unteröwisheim | Einladung für das Festwochenende zum 125jährigen Bestehen

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12.07.2021 | Im März 1896 hatte der evangelische Posaunenchor Unteröwisheim seinen ersten öffentlichen dokumentierten Auftritt: „Der Posaunenchor des hiesigen evangelischen Männer- und Jünglingsvereins spielte unter der Leitung seines tüchtigen Dirigenten Herrn Kaufmann Trautmann zwei Choräle zur Begrüßung der neuen Eisenbahn von Bruchsal nach Menzingen“, so berichtet es der Chronist in der Karlsruher Wochenzeitung für Stadt und Land am 13. März.

Von diesem ersten öffentlich dokumentierten Auftritt an rechnet der Posaunenchor Unteröwisheim sein Lebensalter und feiert deshalb 2021 sein 125jähriges Bestehen. Die Verantwortlichen haben sich dafür ein attraktives Programm ausgedacht, von dem aber bereits einige Veranstaltungen wegen Corona abgesagt werden mussten. Nun stehen die Ampeln auf Grün für das geplante Open-Air-Konzert am Samstag, 24. Juli und für den Festgottesdienst mit einem öffentlichen Empfang am Sonntag, 25. Juli. Konzert und Festgottesdienst finden beide im Schulhof in Unteröwisheim statt, bei Regen in der angrenzenden Mehrzweckhalle. Das Konzert beginnt um 18.30 Uhr. Der Posaunenchor Unteröwisheim und der Bezirksbläserchor Bretten-Bruchsal unter der Leitung von Prof. Matthias Gromer haben ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Es bietet als musikalische Glanzlichter die Vertrauenslieder-Suite von Dieter Wendel, das Concerto d´amore von Jacob de Haan, verschiedene Spiritualbearbeitungen und die Brass Cats von Chris Hazell.
Den Jubiläums-Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr mit Bezirksdekanin Ulrike Trautz. Den anschließenden Festempfang begleitet ein Blechbläser-Ensemble.
„Wir laden die Öffentlichkeit sehr herzlich ein zu beiden Veranstaltungen“, sagt Ludwig Sulzer, der Posaunenchorobmann. „Natürlich gelten auch hierbei die aktuellen Corona-Schutzbestimmungen.“ Bei kurzfristigen Änderungen, wegen Corona kann man sich auf der Website der evangelischen Kirchengemeinde informieren unter http://www.evkirche-uoe.de/

Die Bläserinnen und Bläser des Posaunenchors Unteröwisheim hält es nicht nur in der Kirche. Mit verschiedenen Aktionen im Ort suchen sie immer wieder die Öffentlichkeit – so auch mit den Veranstaltungen des Jubiläumsjahres. Schon viele Jahre gepflegte und im Ort beliebte Aktivitäten sind die Waldgottesdienste und Open-Air-Konzerte, Bläsergottesdienste und das beliebte „Platzblasen“ zu Ostern und Weihnachten an mehreren Standorten in „Uneroise“. „Die Posaunenchöre sind ein wichtiges Verkündigungsmittel, das gerne gehört wird“, sagt Ockert. „Gerade in dieser Corona-Zeit konnten wir vielen Menschen Hoffnung und Zuversicht bringen mit unserer Musik gespielt in der zulässigen Art und Form.“ ,

Die Anfänge der Posaunenchöre in Deutschland liegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Westfalen. Als Gründer gilt Johannes Kuhlo (1856 bis 1941), der zusammen mit seinem Vater Eduard Kuhlo (1822–1891) die ersten Posaunenchöre zusammenstellte. 1930 hat Johannes Kuhlo, auch „Posaunengeneral“ genannt, beim Posaunenfest in Pforzheim den Unteröwisheimern eine von ihm handschriftlich erstellte Erinnerungsurkunde überreicht.
Anfangs waren die Posaunenchöre geprägt vom reinen Choralblasen. Die Literatur hat sich aber ständig weiterentwickelt und bietet den Chören heute eine große musikalische Vielfalt.

Das breite Repertoire reicht bis hin zu Swing, Jazz, Pop und Filmmusik, was auch das Open-Air-Konzert am Samstag beweisen wird. Die Blasinstrumente dienten ursprünglich der Liedbegleitung in Gottesdiensten als Ergänzung, zum Teil auch Ersatz, der Orgel. Sie bieten den Vorteil, dass man sie ortsunabhängig auch außerhalb der Kirchen einsetzen kann. In Posaunenchören sind fast alle Arten von Blechblasinstrumenten vertreten, vornehmlich aber Trompeten und Posaunen. Die Ausbildung der Jungbläser im Kirchenbezirk übernimmt heute die Bläserschule Bretten. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat Posaunenchöre im Dezember 2016 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenomme

 

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