Hoeneß_Hoffenheim_Trainer
Bild: TSG 1899 Hoffenheim https://www.tsg-hoffenheim.de/tsg/der-club/medien/

TSG Hoffenheim | Mit Hoeneß an die Tabellenspitze – wer ist der neue Mann im Kraichgau?

Bereits 29 x geteilt!
Bitte hilf uns, den Beitrag weiter zu verteilen. Danke!

28.09. | Als am gestrigen Sonntag der Schlusspfiff in der Sinsheimer PreZero Arena ertönte, war es vollbracht. Nach 23 siegreichen Spielen riss die Siegesserie des FC Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim in spektakulärer Manier. Maßgeblich am 4:1 Sieg der Kraichgauer beteiligt war dabei ausgerechnet ein gebürtiger Münchner: Der neue Trainer der Hoffenheimer, Sebastian Hoeneß.

 Mehr als nur ein Nachname

Die Ankunft von Sebastian Hoeneß als neuer Cheftrainer des Bundesligisten aus dem Kraichgau sorgte im vergangenen August für mediales Aufsehen und machte viele Fußballinteressierte stutzig. Zu tief ist der Name Hoeneß in der Fußballgeschichte verankert, um diesen nicht sofort mit den deutschen Fußballikonen Dieter und Uli Hoeneß in Verbindung zu bringen. Überschattet wurde die Vorstellung des 38-Jährigen Sebastian Hoeneß deshalb mit Fragen zu Vater Dieter und vor allen Dingen Onkel Uli Hoeneß.

Den neuen Cheftrainer der Kraichgauer jedoch lediglich auf die bestehenden Verwandtschaftsverhältnisse zu reduzieren, würde dem Fußballlehrer nicht gerecht werden. Sebastian Hoeneß zeichnet mehr aus als nur ein berühmter Nachname.

Durchbruch in der 3. Liga

Nachdem Hoeneß seine eigene und überschaubar erfolgreiche Spielerkarriere im Jahr 2010 nach 52 Einsätzen in der Regionalliga an den Nagel hing, widmete er sich seiner Laufbahn als Trainer. Nach Stationen in Zehlendorf, Leipzig und im Juniorenbereich des FC Bayern Münchens, übernahm der ehemalige Mittelfeldspieler dann die Drittliga-Mannschaft des Rekordmeisters.

Laut wurde dabei in einigen Münchner Fanlagern die Kritik der Vetternwirtschaft, die jedoch bald verstummte. Schnell gelang es Hoeneß gute Ergebnisse zu erzielen, die in der Vergangenheit nicht immer selbstverständlich für die zweite Mannschaft des aktuellen Champions-League-Siegers waren. Mit einer klaren Spielphilosophie und einer starken Rückrunde sicherte sich das Team schlussendlich sogar den Meistertitel der 3. Liga und Sebastian Hoeneß erlangte mediale Aufmerksamkeit.

Passt in die Hoffenheimer Philosophie

Aufmerksam wurden dabei auch die Sportverantwortlichen der TSG 1899 Hoffenheim, die Hoeneß neben seinen taktischen Fähigkeiten auch aufgrund seiner Leistungen bei der Integration von Juniorenspielern im Herrenbereich schätzten. Eine Fähigkeit, die für die Hoffenheimer Vereinsphilosophie unabdingbar ist.

Seit Jahren ist die Jugendarbeit der TSG ein wichtiges Konzept des Clubs und wird zukünftig noch weiter an Relevanz zunehmen. Mit dem hoch modernen Nachwuchsleistungszentrum will der Verein aus dem Kraichgau die Durchlässigkeit von Juniorenspielern in den Herrenbereich weiter steigern. Hoeneß soll dabei ein wichtiger Bestandteil sein, um sich als Verein nachhaltig zu entwickeln.

Mit kompakten 3-5-2 zum Kantersieg

Wichtiger Bestandteil beim Sieg am gestrigen Sonntag war auch Dennis Geiger, der sämtliche Juniorenmannschaften des Vereins durchlief und zusammen mit Diadié Samassékou die Mittelfeldzentrale der TSG 1899 Hoffenheim bildete. In einem defensiv-orientierten 5-3-2 überzeugten die Kraichgauer vor etwas mehr als 6000 Zuschauern mit einer guten Kompaktheit im Zentrum und brachten den Rekordmeister mit einem klugen Pressing zur Verzweiflung. In der Offensivbewegung setzte das Team von Sebastian Hoeneß vor allen Dingen auf Umschaltmomente, die die hochstehenden Jerome Boateng und David Alaba immer wieder vor Probleme stellte. Schlussendlich sorgten die Treffer von Bicakcic, Dabbur und der doppelte Andrej Kramaric für den verdienten 4:1 Sieg gegen müde wirkende Münchner.

Kein Unbekannter im Kraichgau

Mit dem Sensationssieg feierte der sympathische und besonnene Sebastian Hoeneß ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Club den größten Erfolg seiner Karriere und sicherte dem Verein die Tabellenführung. Ein nahezu perfekter Start für den zweiten Anlauf bei der TSG 1899 Hoffenheim. Denn was die wenigsten wissen – Hoeneß genoss bereits vor rund 14 Jahren die badische Sonne. Denn schon 2006 versuchte er, damals noch als Spieler, sein Glück bei der TSG Hoffenheim. Doch recht schnell endete die glücklose Zeit und so verließ er den Verein wieder in Richtung Berlin – nach nur drei Einsätzen.

Dass die Zeit bei der TSG Hoffenheim nun erneut ein schnelles Ende findet, ist nahezu auszuschließen. Als Trainer ist Sebastian Hoeneß Teil eines längerfristigen Plans für den Club aus dem Kraichgau.

Text: Jan Taschler

Möchten Sie kommentieren?

Hier geht es zum Kommentarfeld >>>

Siehe auch

ball-1930198_1920

Sportlerehrung erneut abgesagt | Urkunden werden per Post verschickt

06.11.12 | Bruchsal | Nachdem die Preisverleihung bereits im März coronabedingt ausgefallen war, muss nun …

SPORT | Neue Corona-Verordnung ist zu kurz gesprungen

02.11.2020 | Bereits Mitte der vergangenen Woche verkündete Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel im Zusammenspiel mit …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.