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STUDIO | „Mein Herz schlägt für die Seelsorge!“ – Frischer Wind in der Kirchengemeinde Ubstadt-Weiher

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Studiointerview | Sophia Leppert ist 29 Jahre jung, „Mannemer Mädl“ und seit dem ersten März ist sie außerdem die neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Ubstadt-Weiher, Stettfeld und Zeutern.

17.05.2021 |

Noch vor wenigen Jahren, als angehende Studentin der Theologie, hätte Sophia Leppert es nicht für möglich gehalten, dass sie selbst einmal eine Gemeinde leiten und für ein aktives Gemeindeleben Sorge tragen würde. Als sich ihr Studium jedoch dem Ende näherte, stand sie vor der Wahl, entweder noch ein zweites Fach zu studieren und Lehrerin zu werden, oder aber eine Laufbahn als Pfarrerin einzuschlagen. Zwar fiel die Entscheidung, sich den Herausforderungen des Pfarramtes zu stellen aus Mangel an Alternativen, aber schon nach wenigen Wochen weiß sie: Ihr Herz schlägt für die Arbeit mit Menschen und gerade das Pfarramt erlaubt es, diese von der Wiege bis zur Bahre zu begleiten.

Glaube und Gemeinschaft

Schon früh waren Glaube und Gemeinschaft wichtige Teile ihres Lebens, so war sie ab ihrem zehnten Lebensjahr Mitglied der Jungschar einer freikirchlichen Gemeinde. Weil Sophia Leppert großes Interesse am wissenschaftlich-theologischen Arbeiten hatte, wie es von den Landeskirchen betrieben und an den Universitäten gelehrt wird, entschied sie sich jedoch gegen eine Ausbildung zur Pastorin an einem freikirchlichen Prediger-Seminar und für ein Studium der Theologie an der Universität.

So interessant wie ihr Werdegang sind auch die Dinge, die sie im Interview mit unserem Moderator Ulrich Konrad zu berichten weiß: wie man damit umgeht, die „Neue“ in Dorf und Amt zu sein und wie offen und herzlich sie empfangen worden ist. Wie es war, die erste Predigt ausgerechnet an Ostern zu halten und welche Herausforderungen man sich als Pfarrer*in in Sachen „Gemeindemanagement“ und Ökumene gegenübersieht. In den nächsten zwei Jahren wird sie sowohl in der Gnadenkirche in Ubstadt als auch in den Gemeinden Weiher, Zeutern und Stettfeld ihre ersten Schritte als Pfarrerin machen. Danach kann sie entscheiden, wie es weitergehen soll. Eins ist sicher: Sie bringt frischen Wind in die Gemeinde und wer weiß, vielleicht bleibt sie noch ein bisschen länger!

Gut zu wissen!

Im Unterschied zur römisch-katholischen und zur evangelischen Glaubensgemeinschaft erfolgt die Taufe bei Mitgliedern der freikirchlichen Gemeinden nicht im Kindes- oder Säuglingsalter, sondern in der Jugend oder sogar erst im Erwachsenenalter. Dahinter steht der Gedanke, sich mit der Taufe bewusst zum Glauben zu bekennen.

Auch gibt es strukturelle Unterschiede: Während sich sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche vorwiegend durch Kirchensteuern finanzieren, finanzieren sich Freikirchen von den Spenden ihrer Mitglieder. Daneben erfolgt die Ausbildung freikirchlicher Pastoren an eignen Prediger-Seminaren.

 

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