fbpx
Militär Wehrdienst
Foto: Symbolbild

STUDIE | Deutsche befürworten Wiedereinführung der Wehrpflicht

Lass das deine Freunde wissen!

08.09.2020 | Einer aktuellen repräsentativen Studie zufolge befürworten zwei Drittel der Deutschen die Wiedereinführung einer Dienstpflicht – auch die Frauen sollen davon nicht ausgenommen werden. Die Mehrheit glaubt an eine positive Auswirkung dieser auf die Gesellschaft.

Das Hamburger Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH hat im August 2020 im Rahmen einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage über sein Online-Panel www.befragmich.de 1.004 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zum Thema Wehr- und Zivildienstpflicht befragt. In der Studie wurde das Image der Bundeswehr und die Einstellung zur Wiedereinführung der Wehr- und Zivilpflicht erhoben.

Die Bundeswehr ist wichtig, ihr Image aber nur mittelmäßig

Bei der Relevanz der Bundeswehr sind sich die Deutschen einig. Fast drei Viertel sind der Meinung, dass die Institution wichtig ist für Deutschland. Bezüglich des Images der deutschen Armee sind die Meinungen allerdings zwiegespalten; weniger als die Hälfte der Deutschen hält sie für zukunftsfähig und vertrauenswürdig. Zudem kritisieren 47 Prozent, dass in der Bundeswehr Geld durch Fehlinvestitionen verschwendet wird. Darüber hinaus haben die öffentlichen Diskussionen über eine Verbindung von Bundeswehrsoldaten zur rechtsextremen Szene Spuren hinterlassen: 43 Prozent der Deutschen sehen ein Problem mit Rechtsextremismus in der Armee.

Die Mehrheit begrüßt eine Wiedereinführung der Wehr- und Zivildienstpflicht

Nach dem Aussetzen der Wehrpflicht 2011 muss niemand mehr einen Wehr- oder Zivildienst absolvieren, doch 66 Prozent der Deutschen würden eine Wiedereinführung begrüßen. Lediglich unter den 18-29-Jährigen ist die Mehrheit gegen diese Maßnahme. Ferner wird deutlich, dass die Emanzipation auch vor der Dienstpflicht nicht Halt macht. 79 Prozent der Befürworter sprechen sich bei einer Wiedereinführung für die Verpflichtung beider Geschlechter aus.

Wiedereinführung bringt positiven Effekt für die Gesellschaft mit sich

59 Prozent sind der Meinung, dass sich eine Wiedereinführung positiv auf die Gesellschaft auswirken würde und 54 Prozent halten diese für eine gute Maßnahme gegen den Arbeitskräftemangel in den sozialen Berufen. Die aktuelle Debatte über Rechtsextremismus in der Bundeswehr beeinflusst die Zustimmung zu einer Aufnahme der Dienstpflicht nur bedingt, denn derzeit glauben lediglich 37 Prozent, dass eine Wiedereinführung diesem Problem entgegenwirken könnte. Außerdem geben 40 Prozent der Deutschen zu bedenken, dass die Motivation der Dienstleistenden durch den Zwang beeinträchtigt sein könnte.

Die vollständige Studie gibt es kostenlos unter www.splendid-research.com/studie-wiedereinfuehrung-wehrpflicht

Möchten Sie kommentieren?

Hier geht es zum Kommentarfeld >>>

close

Kurze Unterbrechung!

Schon gewusst? Der Landfunker-Newsletter informiert dich über die Region zwischen Kraichgau und Rhein.

Unser Newsletter erscheint jeweils freitags für alle, die das Wichtigste zusammengefasst haben möchten.

Hier kannst du einen Beispiel-Newsletter sehen!

Bei Nichtgefallen kannst du ihn jederzeit mit einem Klick am Ende des Newsletters abbestellen.

WICHTIG: Solltest du in den nächsten Minuten keine Bestätigungsmail von uns bekommen, so überprüfe bitte deinen SPAM-Ordner. Ohne die Bestätigungsmail können wir dir keinen Newsletter schicken.

Ja, ich abonniere den

4 Feedback

  1. Auf jeden Fall, Männer und Frauen sollten gleichberechtigt eingezogen werden.
    Wir hätten heute kein Mangel in sozialen Diensten .
    Die Politiker sind alles andere als kreativ.
    Ich bin 30 Jahre Unternehmer gewesen und habe 10
    Generationen Handwerker ausgebildet. Wir brauchen keine akademische, sondern echte kreative Gesellen die machen eh die Arbeit.

  2. Wer sind diese Zwei Drittel?
    Leute in einem Alter wo es sie eh nicht mehr betrifft?
    Man sollte die Umfrage mal so machen, dass die Wehrpflicht für ALLE Altersklassen gilt.
    Wenn Ich 100m sprinten sollte, würde ich evtl. Eisengeruch im Atem schmecken, aber ein 80-jähriger trainierter könnte das 10x ohne diese Erschöpfungsübelkeit machen.
    Und wer trotzdem untauglich ist, kommt halt in den Zivildienst.
    Da gäbe es sogar Arbeit für 80-jährige im Rollstuhl. Notfalls lesen die Kindern vor…
    Wie viele Befragte würden dann wohl zustimmen.
    Denn jeder der oder die keinen Wehrdienst/Zivildienst hinter sich haben, müssten ran.
    Inkl. der Politiker. Spätestens nach ihrer politischen Arbeit.
    Und Ich hätte die Chance totalzuverweigern.

    Eins sollte auch klar sein, heute gibt es YouTube etc., und wenn da einer Videotagebuch mit heimlichen Aufnahmen aus dem Bundeswehralltag nach seiner Zeit auf YouTube veröffentlicht, könnte das dem Ansehen der BW schaden.
    Ich würde gegenüber den Offizieren kein asynchrones Verhältnis dulden, und mit denen so sprechen, wie sie es mit mir tun. Mitleid mit ihrem Leben zeigen etc..
    Und wäre Ich gezwungen worden (habe die Aufforderung zur Gewissenserklärung ignoriert) Zivildienst zu machen, hätte Ich die Pflegekräfte verächtlich behandelt, und auch z.B. geistig Behinderte meine Abneigung gegen den Umgang mit ihnen spüren lassen. Und immer wieder mal in Gespräche Suizidmethoden einbringen…
    Das würde auch für den zwangsumgang mit Kindern gelten.
    Eigene Kinder sind was Anderes, an die gewöhnt man sich. Außerdem kann man die als Tiger-Parents von Geburt an in Sprechen, Schreiben, Lesen, Mathe etc. unterrichten. Und man hat die Wahl sich für ein Kind mit ~IQ140 zu entscheiden. Indem man sich Eizelle und Spermium von Spendern mit IQ180 beschafft.
    Ein Zehnjähriger mit IQ145 hat sein Studium beendet. Das ganze Infantile Trara kann man sich sparen, und schon mit evtl. 3 intelligente Gespräche ohne infantile Modulation und Worte mit dem Kind führen.

    Zwangsdienste sind absolut inakzeptabel.
    Und es ist moralisch verkommen Menschen zum Umgang mit Menschen zu zwingen mit denen sie keinen Umgang haben wollen. Es ist deren LEGITIMES Recht keinen Umgang mit geistig Behinderten oder auch Kindern haben zu wollen. Inklusion ist OK, aber man darf keine Menschen dazu zwingen daran teil zu nehmen.

    im Kriegsfall und Soldatenmangel würde Ich mich auch nicht zum Dienst zwingen lassen.
    Das wäre alleine meine Entscheidung. Man sollte mir da keine Waffe in die Hand drücken.
    Falls die Wehrpflicht wieder kommt, sollte man immer wieder mal äußern dass man einem besser keine Waffe in die Hand gibt. Das evtl. auch online äußern.
    Was sollte schon passieren, statt an der Front mein Leben zu riskieren, säße ich im warmen sicheren Knast.
    „Standesrechtliche Erschießungen“ und ähnliche Strafen gibt es auch im Kriegsfall nicht mehr.
    Und wer mich daran hindern wollte zu flüchten, den dürfte ich in Notwehr unschädlich machen.

  3. Was heißt hier Pflicht, das wäre mal wieder Zwang. Nur weil angeblich 66 Prozent dafür sein sollen, wohl bemerkt von 1004 Befragten und das bei einer Einwohnerzahl von 83,2 Mill.
    Außerdem hätte man dann lediglich die zu befragen, die es nach so einer Entscheidung auch betreffen würde.
    Hier im Artikel steht ja auch ganz klar, dass die Mehrheit der 18-29 jährigen dagegen sind, genau diejenigen die es betreffen würde. Die Bedeutungsverschiebung des Wortes Emanzipation kann jeder in Wikipedia nachlesen, welches heute so falsch belegt ist und man hiermit Frauen in eine falsche Vorstellung und Verhalten drängt.

    Irgendwie erinnert mich das Ganze an die ehemalige DDR, da gab es auch eine Gemeinschaft, die für „die großen Ideale der Freiheit, des Humanismus, einer kämpferischen Demokratie, des Völkerfriedens und der Völkerfreundschaft“, eintreten wollte. Friede, Freiheit, Humanismus und Freundschaft erreicht mag jedoch nie mit Zwang oder mit Kampf.

  4. „66 Prozent der Deutschen würden eine Wiedereinführung begrüßen“. Ja hoffentlich haben die 66 % selbst gediehnt oder Erstazdienst geleistet. Solche „representativen “ Umfragen spiegeln nicht unbedingt die Meinung der gesamten Bevölkerung wieder. Das würde nur mit einer echten Volksabstimmung funktionieren , wie in der Schweiz.