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SPD FORST | “Ein privates Krematorium in Forst?”

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23.07.2020 | Der Bau eines Krematoriums in Forst ist ein Thema, zu welchem es bei den Forster Bürgerinnen und Bürgern viele offene Fragen und großen Diskussionsbedarf gibt – so auch bei den Mitgliedern des SPD-Ortsvereins. Aus diesem Grund wurde am vergangenen Freitag eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um über den aktuellen Sachstand zu informieren, zu diskutieren und ein Stimmungsbild innerhalb des Ortsvereins zu erhalten. Fraktionsvorsitzender Hermann Eiseler hatte dazu in seinen Garten eingeladen und eine Versammlung auch unter Pandemiebedingungen ermöglicht.

Ortsvereinsvorsitzender und Gemeinderat Christian Holzer fasste für die zahlreichen Anwesenden den aktuellen Sachstand zusammen, bevor es in die Diskussion ging: Dass ein in dieser Form geplantes Krematorium mit angeschlossenem Trauerzentrum Angehörigen ermöglicht, würdevoll Abschied nehmen zu können, wurde nicht in Abrede gestellt. Ebenso, dass die Menschen, die diese Bestattungsform wählen, sich auch darüber Gedanken machen müssen, dass es dafür Orte braucht. Kritisch gesehen wurde der vorgesehene Standort in der Nähe von Wohnbebauung sowie das erhöhte Verkehrsaufkommen durch Bestatter und Trauergäste. Zudem wurde die Frage aufgeworfen, inwieweit die vom Betreiber genannten Zahlen sich im Laufe der Zeit erhöhen könnten. In diesem Zusammenhang kritisierten Mitglieder, die in der öffentlichen Gemeinderatssitzung die Präsentation der planenden Architekten und des Betreibers verfolgt hatten, dass diese zu einigen Fragen die Antworten schuldig geblieben waren.

Ausgehend von der Frage, wie groß der Bedarf für eine solche Anlage ist, waren sich die Mitglieder einig, dass die Entscheidung über die Ansiedelung eines solchen Unternehmens nicht Aufgabe einzelner Kommunen sein kann, sondern in die Regionalplanung des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein gehört. Ausgehend von einer Bedarfsplanung sollte auf regionaler Ebene entschieden werden, ob ein Krematorium dieser Art benötigt wird und wo der dafür geeignete Standort ist.

Christian Holzer informierte, dass diesbezüglich bereits mit der SPD-Landtagsfraktion aufgenommen wurde, denn das Land ist für das Landesplanungsgesetz zuständig. Eine kleine Anfrage an die Landesregierung befindet sich in der Vorbereitung.

Alexandra Nohl stellt sich SPD-Ortsverein vor

Die designierte SPD-Kandidatin für die Landtagswahlen Alexandra Nohl nutzte die außerordentliche Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins, um sich den Forster Genossinnen und Genossen vorzustellen und ihre Schwerpunktthemen für den bevorstehenden Wahlkampf zu benennen. Stark machen möchte sie sich vor allem für eine Klima- und Umweltpolitik (Verkehrswende, Müllwende, z.B. Plastikverbot, Förderung alternativer Möglichkeiten), Bildung, Familienpolitik (Ausbau von Kinderbetreuung, Ganztagesgruppen, kleinere Gruppen), Sozialen Wohnungsbau (Wohnraummanagement, Wohnraumwechsel) sowie den konsequenten Kampf gegen Rechtsextremismus. Mit diesen Inhalten und ihrem engagierten Auftreten überzeugte Alexandra die Forster Genossinnen und Genossen, beim anschließenden Sommerfest ging die Diskussion angeregt weiter.

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