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SPARKASSE KRAICHGAU | „Auch wir sind systemrelevant“

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Norbert Grießhaber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kraichgau.

Der Vorstand der Sparkasse Kraichgau, Norbert Grießhaber, berichtet über die Situation in einer schwierigen Zeit.

Die Sparkasse Kraichgau konnte während der Corona-Krise durchgängig den Filialbetrieb aufrechterhalten, da ihre Dienstleistungen von der Bundesregierung als systemrelevant eingestuft wurden. Auch über die eigentlichen Finanzdienstleistungen hinaus ist die Sparkasse aktiv und engagiert sich mit der Initiative „Gemeinsam da durch“ für die Region.

Die Mitarbeiter von 38 Filialen der Sparkasse Kraichgau standen durchgängig zu den üblichen Öffnungszeiten den Kunden zur Verfügung. Zusätzlich sind sämtliche Onlineangebote wie Online-Banking oder Mobile-Banking 24 Stunden am Tag zugänglich, so Grießhaber zur Abwicklung des Tagesgeschäftes in diesen schwierigen Zeiten. Der kurzfristig eingerichtete Bargeld-Bring-Service für Leute, die nicht zur Bank kommen können oder wollen, werde rege genutzt, ergänzt er.

Die meisten Berater der Sparkasse arbeiten vor Ort in ihren Büros, natürlich so, dass den hygienischen Anforderungen genüge geleistet wird. Wer einen persönlichen Beratungstermin wünscht, bekommt ihn selbstverständlich, unter Einhaltung der entsprechenden Hygiene- und Abstandsregelungen. Der Sparkassenvorstand sagt, dass auch die Beratung am Bildschirm inzwischen zum Tagesgeschäft gehöre. Hier ist er stolz darauf, dass „seine Sparkasse“ schon längere Zeit auf diese modernen Kontaktmöglichkeiten vorbereitet sei.

„Die Mischung macht’s, der sogenannte ,Multikanale Vertrieb‘ hat heute einen hohen Stellenwert und wird auch nach der Corona-Krise weiter genutzt werden“, so Norbert Grießhaber. „Nur im Netz vertreten zu sein ist nicht erfolgsversprechend, gar nicht im Netz zu sein ist gar nicht erfolgsversprechend.“ Der Sparkasse Kraichgau sei diese Mischung ganz gut gelungen, insbesondere im Bereich der kontaktlosen Bezahlmethoden haben die Kunden die Veränderungen relativ schnell angenommen. Mittlerweile werde beim Einkauf des täglichen Bedarfs jede zweite Zahlung kontaktlos mit der Karte geleistet .

Als Vorstandsvorsitzender des größten Kreditinstitutes in der Region weiß er genau, dass Händler, Gastronomen, Dienstleister und Geschäfte in dieser Krise Finanzprobleme haben. „Wir unterstützen unsere Kunden auch in dieser schwierigen Phase. Beispielsweise bei der Beantragung von KfW-Krediten oder sonstigen Überbrückungsmaßnahmen von uns als Hausbank“, bestätigt er nochmals. Es sei ein erheblicher bürokratischer Aufwand, aber die Berater der Sparkasse unterstützen die Kunden dabei nach Leibeskräften. Diese Hilfe sieht er als klares Bekenntnis zur Region.

Um das umzusetzen, hat die Sparkassenorganisation eine Aktion ins Leben gerufen, die deutschlandweit angelaufen ist. „Gemeinsam da durch“ heißt die Initiative aller Sparkassen. Hier können sich Unternehmen, Handel, Gastronomie mit ihrem Leistungsangebot präsentieren. Dabei werde z.B. Unternehmen, die bisher noch keinen Online-Shop hatten, eine Möglichkeit geboten, ihre Produkte oder Leistungen relativ schnell und unkompliziert zu präsentieren. „Es umfasst ein ganzes Konvolut an verschiedenen Maßnahmen“, so Grießhaber.

„Aber nicht nur Firmen, auch Vereinen möchten wir eine entsprechende finanzielle Unterstützung zukommen lassen, da viele Vereinsfeste nicht durchgeführt werden können und damit wichtige Einnahmen wegfallen“, ergänzt er seine Ausführungen und weist auf eine runde Summe von 100.000 Euro hin, die zur Auszahlung an Vereine bei der Sparkasse Kraichgau bereit steht. Das vielfältige Bekenntnis zur Region, spiegelte sich auch im Erwerb und der kostenlosen Verteilung von begehrten Schutzmasken an die Gemeinden wieder, die damit ihre Einrichtungen für den wichtigen Kundenbetrieb versorgen konnten.

In der Betrachtung der Corona-Krise sagt Norbert Grießhaber, dass die Sparkasse bereits 1840 gegründet wurde und seither mit sehr vielen Umbrüchen, Pandemien, Kriegen, Leid, Wirren und Veränderungen umgehen musste. Die handelnden Personen hätten hier immer mit Augenmaß ihre große Verantwortung getragen. Auch heute stellt sich die Sparkasse Kraichgau der völlig unvorhersehbaren Situation und sieht es als Herausforderung, aber auch als Chance, sich jetzt zu bewähren und für die Kunden da zu sein. „Ich glaube, dass wir eine Neuorientierung der Regionen erleben werden. Wir sind dann gerne dabei und vielleicht werden wir irgendwann in 10 bis 15 Jahren auf diese Zeit zurückschauen und sagen: Ja, es gab tiefgreifende Veränderungen und wir haben es ganz gut gemanagt. Das ist der Anspruch, den wir an uns haben.“

Aus RegioMagazin WILLI 6/20

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