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Region | Zahl der verunglückten Fahrradnutzer in Baden-Württemberg 2018 deutlich angestiegen

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Meldung | Pedelecs: Fast jeder zweite Verunglückte 60 Jahre alt oder älter
Die Zahl der verunglückten Fahrradnutzer in Baden-Württemberg ist 2018 spürbar angestiegen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden 9 984 Fahrer und Mitfahrer von Fahrrädern und damit 13,3 % mehr als im Vorjahr im Straßenverkehr verletzt oder getötet (+1 171 Verunglückte). Unter den Verunglückten erlagen 68 Personen sofort oder innerhalb von 30 Tagen ihren Verletzungen, damit starben 23 Fahrradnutzer mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Verletzten nahm deutlich zu. So erlitten 2 093 Fahrradnutzer schwere Verletzungen (+246 Verunglückte), knapp 7 823 kamen mit leichten Verletzungen davon (+902 Verunglückte).

Der Großteil der Verunglückten entfällt nach wie vor auf Nutzer von Fahrrädern ohne Elektroantrieb. Aus dieser Gruppe kamen insgesamt 8 498 Personen zu Schaden und damit 8,8 % mehr als im Vorjahr (+690 Verunglückte). Deutlich höher fiel die Zuwachsrate derer aus, die mit einem Pedelec1unterwegs waren. Nachdem für diese Art der Verkehrsbeteiligung bereits 2016 (+23,1 %) und 2017 (+29,8 %) ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnet wurde, registrierte die Polizei 2018 mit 1 486 Personen ein Plus von 47,9 % bei den verunglückten Personen (+481 Verunglückte).

Damit entwickelten sich die Verunglücktenzahlen der Fahrradnutzer deutlich stärker aufwärtsgerichtet als die der meisten anderen Verkehrsbeteiligungsarten. Zwar verunglückten 2018 auch spürbar mehr Nutzer von Krafträdern (+386 Verunglückte bzw. +6,1 %) und Bussen (+170 Verunglückte bzw. +30,6 %). Insbesondere bei den Pkw-Nutzern war die Zahl der Verunglückten jedoch rückläufig (−1 002 Verunglückte bzw. −3,7 %). Insgesamt kamen auf baden-württembergischen Straßen 2018 daher nur 1,6 % Personen mehr zu Schaden als noch im Vorjahr (+778 Verunglückte).

Nach Altersgruppen gegliedert wies die Verkehrsbeteiligungsart »Fahrräder mit Elektromotor« einen deutlich höheren Anteil an verunglückten älteren Personen auf als Fahrräder ohne Elektromotor. So war unter den Nutzern von Fahrrädern ohne Elektromotor knapp jeder fünfte Verunglückte (19,3 %) zum Unfallzeitpunkt 60 Jahre alt oder älter. Auf einem ähnlichen Niveau liegt auch der Anteil der Altersgruppe 60 Plus in der Gesamtbetrachtung aller Verkehrsbeteiligungsarten (17,7 %). Deutlich höher war der entsprechende Anteil dagegen unter den verunglückten Pedelecnutzern. Hier war fast jeder Zweite (48,3 %) der Altersgruppe 60 Plus zuzurechnen.

Als Pedelec gilt in der amtlichen Statistik ein Fahrrad mit Trethilfe und einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer maximalen Nenndauerleistung von 0,25 kW, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit progressiv verringert und spätestens beim Erreichen von 25 km/h unterbrochen wird.

Text und Grafiken: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

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